Paul Bettany
Cam Gigandet
Maggie Q
Regie: Scott Charles Stewart
Verleih: Sony Pictures
In einer postapokalyptischen Welt kämpfen Menschen seit Jahrhunderten gegen Vampire. Priest bricht mit seinen kirchlichen Herren, um seine von Vampiren entführte Nichte Lucy zu retten. Auf seinem fast aussichtslosen Unterfangen - er hat nur wenige Tage Zeit, bevor Lucy selbst zum Vampir wird - begleiten ihn der junge Freund Lucys, Hicks, ein Halbvampir, und eine Priesterkollegin und Kriegerin mit übernatürlichen Fähigkeiten.

Von Sam Raimi koproduzierte Comic-Verfilmung mit Paul Bettany als Vampirjäger mit Superkräften, die er vor der postapokalyptischer Kulisse des Horroractionthrillers ausgiebig nutzt.
Die zweite Kooperation des Wiederholungspriesters Paul Bettany ("The Da Vinci Code - Sakrileg") mit dem Visual-Effects-Zauberer Scott Charles Stewart nach "Legion" basiert diesmal auf einer komplexen Vorlage, der gleichnamigen koreanischen Comicreihe, die Western, übernatürlichen Horror und Dark Fantasy verschmelzt. Mit biblisch-religiösen Motiven kennt sich Stewart nach mordlüsternen Engelsscharen bestens aus und stanzt ein optisch ansprechendes B-Picture aus der Effektfabrik, die naturgemäß Action und Look großschreibt, während dramaturgische Tugenden nur Anhang sind.
Das Sündenregister des Gottesdieners ist lang, denn ein braver Mönch ist der schlicht Priest (Bettany) genannte nie gewesen: Er gehörte einer mit Superkräften versehenen Kaste kirchlicher Elite-Krieger mit Kreuz-Tätowierung auf der Stirn an. Sie entschieden einst den jahrhundertelangen Krieg zwischen Menschen und Vampiren für erstere, auch wenn dadurch die Welt zur öden Steppe verwüstet wurde. Der Rest der Menschheit vegetiert nun in abgeschotteten Betonsilo-Städten, in denen ewige Blade-Runner-Dunkelheit und die mächtige Kirche herrschen, die das Vampirvolk als für besiegt erklärt und das Vergessen anordnet.
Als Priest die Nachricht ereilt, seine Nichte Lucy (Phil Collins Tochter Lily) sei von Vampiren entführt worden, riskiert er in dem orwellschen Gottesstaat seine endgültige Exkommunizierung, weil er die Macht der Kleriker in Frage stellt. So bricht er sein Gelübde und rast mit hochfrisiertem Motorrad hinaus in die von der gleißenden Sonne ausgebleichte Death-Valley-Landschaft, die einen reizvollen Kontrast zum düsteren Blau der City bietet. Mit Lucys Freund, dem Wüsten-Sheriff Hicks (Cam Gigandet) und einer Gotteskriegerin (Maggie Q) nimmt er das Rennen gegen die Zeit auf, um das Mädchen zu retten.
In sehenswerter postapokalyptischer "Mad Max"-Kulisse entdecken sie einen verlassenen Vampirstock, den Ort von Priests persönlichem Trauma, wo ein Höhlenlabyrinth "Aliens"-artige Brutkammern für eine ganze Vampirarmee enthält. Diese rast per Zug auf menschliche Siedlungen zu, um die Vernichtung zu vollenden, was Kampfmaschine Priest mit Martial Arts und Ninja-Waffen zu verhindern sucht. Im rasanten Showdown wird sein Verhältnis zum alten Bekannten Black Hat (Karl Urban) enthüllt und im Etappensieg, der ersten Schlacht eines herannahenden Krieges, die Saat für die Fortsetzung gelegt. Die ausgiebigen Duelle dieser Hochgeschwindigkeits-Videogame-Action, die nachträglich in 3D konvertiert wurde, sind humorlos um Coolness bemüht und in Dialogszenen oft dem Camp nahe. Aber aufgrund des ausgefeilten Steampunk-Designs und furioser Fights qualifizieren sie sich zum Franchise wie "Blade" oder "Underworld". tk.
| Darsteller: | Paul Bettany | als Priester | |
|---|---|---|---|
| Cam Gigandet | als Hicks | ||
| Maggie Q | als Priesterin | ||
| Karl Urban | als Black Hat | ||
| Lily Collins | als Lucy | ||
| Stephen Moyer | als Aaron | ||
| Mädchen Amick | als Shannon | ||
| Christopher Plummer | als Monsignor Orelas | ||
| Regie: | Scott Charles Stewart | ||
| Drehbuch: | Cory Goodman | ||
| Produzent: | Michael DeLuca | ||
| Joshua Donen | |||
| Mitchell Peck | |||
| Sam Raimi | |||
| Ausf. Produzent: | Josh Bratman | ||
| Glenn S. Gainor | |||
| Steve Galloway | |||
| Kamera: | Don Burgess | ||
| Schnitt: | Lisa Churgin | ||
| Produktionsdesign: | Richard Bridgland | ||
Bei ihrem Anblick wurde der Regisseur sofort schwach.
Die Besetzungsliste für die Schneewittchenverfilmung "Snow White" komplettiert sich. Nachdem Julia Roberts als böse Stiefmutter gebucht wurde, hat man jetzt auch die Hauptrolle vergeben: an "Blind Side"-Star Lily Collins, die Tochter von Phil Collins. Lily ist natürlich überglücklich, sich so einen dicken Fang an Land gezogen zu haben: "Schneewittchen war schon immer mein Lieblingsmärchen", schwärmt sie. "Als ich das erste Mal von diesem Projekt gehört hatte wusste ich: 'Diese Rolle musst du haben.'"
Viel musste Lily Collins für die Verwirklichung dieses Wunsches aber nicht mehr tun, denn Regisseur Tarsem Singh biss sofort an - wegen der schönen Augen: "Ich habe diese Augenbrauen gesehen und wusste sofort: Die ist es."
Die hübsch geschwungenen Brauen haben am Ende schließlich auch Saoirse Ronan ("Abbitte") vom Platz vertrieben, die bis jetzt als heißeste Kandidatin für "Schneewittchen" galt. Der Anmut von Lily Collins musste sich übrigens auch Julia Roberts' Nichte Emma beugen: Sie räumte das Feld in der geplanten Horrorverfilmung "Odd Thomas" für Lily, die nun die neue Superkandidatin ist.
Lily Collins, die nebenher als Modell unter anderem für Chanel arbeitet, machte in "Blind Side" als Tochter von Sandra Bullock zum ersten Mal groß auf sich Aufmerksam. Ab 12. Mai ist sie in "Priest" zu sehen gefolgt von "Abduction" (13. Oktober), in dem sie mit ihrem gerüchteweisen Lover Taylor Lautner vor der Kamera stand.
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