Beschwingte Satire auf die Fernsehkultur der Fifties und hintergründige Gesellschaftsparabel. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz39/z0239273/b150x150.jpg Pleasantville - Zu schön, um wahr zu sein

Filmdetails

Pleasantville - Zu schön, um wahr zu sein

Beschwingte Satire auf die Fernsehkultur der Fifties und hintergründige Gesellschaftsparabel.


Pleasantville - Zu schön, um wahr zu sein
Start: 04.03.1999

Originaltitel: Pleasantville

Komödie

USA 1998
Laufzeit: 124 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Tobey Maguire
Jeff Daniels
Joan Allen

Regie: Gary Ross
Verleih: Concorde

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Die Teenager David und Jennifer werden wie von Zauberhand in die schwarzweiße 50er-Jahre-Sitcom "Pleasantville" transportiert, wo sie ohne Aufhebens in die saubere, spießige Gemeinschaft eingegliedert werden. Je mehr sie jedoch ihre fortschrittlichen Gedanken unters Volk bringen, desto mehr beginnt sich die Schwarzweiß-Welt einzufärben. Das stößt nicht überall auf Begeisterung.


Kritik

Pleasantville - Zu schön, um wahr zu sein

Willkommen in "Pleasantville", einer fiktiven Fernsehserie aus den fünfziger Jahren, in der alle erdenklichen gutbürgerlichen Werte in konservativen Ehren gehalten werden - bis ein Teenagerduo aus der Gegenwart auf wundersame Weise in die unschuldige Schwarzweiß-Welt katapultiert wird und sie durcheinanderwirbelt. Ein beachtliches Regiedebüt von Gary Ross, der schon in seinen Drehbüchern "Big" und "Dave" einen Hang zu magischem Realismus und in rundes Entertainment verpackte Liberal-Botschaften erkennen ließ: Hier präsentiert er eine Mischung aus "Die Truman Show" und "Zurück in die Zukunft", in der sich der Film in dem Maß von einer charmanten Komödie zu einer bewegenden Sozialfabel wandelt, wie die titelgebende graue Everytown USA mit wundervollem Effekteinsatz Stück um Stück eingefärbt wird.

Wie Truman Burbanks Seahaven ist auch dieses Pleasantville ein hermetisch abgeriegelter Kosmos, in dessen freundlichem Luftblasenvakuum alles stets seinen geregelten Gang geht. Wenn es Ross' Moralmärchen in punkto Virtuosität und Komplexität auch kaum mit Weirs schleichend paranoidem Meisterwerk aufnehmen will, versteht es die moderne Parabel doch blendend, als zeitgemäße Variation von "Ist das Leben nicht wundervoll?" treffsicher zu punkten, während der Regisseur die anfangs komödiantischen Episoden geschickt und ohne merklichen Übergang in ernstere Fahrwasser lenkt.

Ein geschickter Schachzug: Zunächst macht Ross den Zuschauer mit der Welt von "Pleasantville" vertraut, indem er sich mit dem wissenden Blick der Neunziger über eine jener sterilen Familienserien der Postkriegsära lustig macht und mit dem Zuschauer anfragt, wie man so etwas schon noch ernst nehmen kann? Für den schüchternen Teenager David (Toby Maguire) ist jede einzelne Sendung allerdings die Bibel. Während sich seine Mutter im Nebenzimmer mit ihrem in Trennung lebenden Mann streitet, ist "Pleasantville" für David ein Hort der Harmonie, eine vermeintlich ideale Welt, in die er und seine Schwester Jennifer schließlich mit Hilfe einer mysteriösen Fernbedienung transportiert werden, um dort als die wohlerzogenen Bud und Betty Sue am Seriengeschehen teilzunehmen. Weil es sich um eine Fernsehsendung handelt, kennen die Bürger weder Regen und Feuer, noch gibt es in ihrer sauberen Welt Doppelbetten und Toiletten, die Temperatur in den zwei existierenden Straßen beträgt stets 24 Grad. Als die beiden Teenager nach und nach ihre Lebenserfahrungen einbringen, beginnen Pleasantville und seine Einwohner sich zu ändern. Mit jeder neuen Entdeckung von Möglichkeiten jenseits des Altbekannten hält langsam auch Farbe Einzug in diese Welt. Wie in einer freundlichen Version von "Die Invasion der Körperfresser" reagieren die ehernen Schwarzweißen zunächst mit Verunsicherung, dann mit Haß und Intoleranz auf die Veränderungen, von denen sie sich bedroht fühlen. Spielerisch und geschickt schneidet Ross in seinem Appell an die unumstößliche Macht des Individualismus schwerwiegendere Themen an, etwa die Ursprünge von Faschismus und Rassismus, ohne jemals in moralisches Predigen zu verfallen. Man mag "Pleasantville" vorwerfen, in seiner Inszenierung ähnlich betulich und brav zu sein wie die kritisierte Ära und das einhergehende Verhalten, dem wundervollen Reiz seiner originellen Geschichte, seiner Ideenvielfalt und der herrlichen Spezialeffekte kann man sich aber nur schwer entziehen. ts.

Pleasantville - Zu schön, um wahr zu sein

Darsteller:  Tobey Maguire   als David/Bud
  Jeff Daniels   als Mr. Johnson
  Joan Allen   als Betty
  William H. Macy   als George
  J. T. Walsh   als Big Bob
  Reese Witherspoon   als Jennifer/Mary Sue
  Don Knotts   als Fernsehmechaniker
  Paul Walker   als Skip
  Marley Shelton   als Margaret
  Jane Kaczmarek   als David und Jennifers Mutter
 
Regie:  Gary Ross  
Drehbuch:  Gary Ross  
Produzent:  Jon Kilik  
  Robert J. Degus  
  Steven Soderbergh  
  Gary Ross  
Koproduzent:  Allen Alsobrook  
  Allison Thomas  
  Edward Lynn  
  Andy Borowitz  
  Susan Borowitz  
Ausf. Produzent:  Michael De Luca  
  Mary Parent  
Kamera:  John W. Lindley  
Schnitt:  William C. Goldenberg  
Musik:  Randy Newman  
Produktionsdesign:  Jeannine Oppewall  
  Dianne Wager  
Kostüme:  Judianna Makovsky  
Ton:  Robert Anderson jr.  

Pferdesattel statt Spinnennetz

<br />Sitzt fest im Sattel: <br />Tobey Maguire


Sitzt fest im Sattel:
Tobey Maguire

Das Glück dieser Erde findet man auf dem Rücken der Pferde. Das hat sich anscheinend auch Tobey Maguire gedacht.

Der Ex-Pleasantville-Bewohner hat mit seinem Megaerfolg "Spider-Man" eindrucksvoll bewiesen, dass er ganz gut mit Tieren kann. Nach Spinnen sollen es jetzt Pferde sein. In "Seabiscuit" steigt der Star aus "Der Eissturm" in den Sattel des legendären Rennpferdes.

Aber nicht nur die Besetzung der Hauptrolle ist bereits in trockenen Tüchern. Gary Ross, der Macher von "Big", wird Regie führen und Jockey Gary Stevens gibt in einer Nebenrolle sein Filmdebüt. Auch der Termin für den Kinostart steht bereits fest: Winter 2003.

Wer die eigentliche Hauptrolle des Rennpferdes Seabiscuit übernehmen soll, wurde allerdings noch nicht bekannt gegeben.

Star

Tobey Maguire

Unter den Superhelden ist Spider-Man in seiner Inkarnation als High-School-Boy Peter Parker der nette Junge von nebenan, der mit der Pubertät...

Star

Jeff Daniels

Seine Entdeckung verdankt er Milos Forman mit "Ragtime", seinen Durchbruch Woody Allen, der ihn in "The Purple Rose of Cairo" in der...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.