
Launiger Nordsee-Krimi mit Reihen-Potenzial, in dem Robert Atzorn und Oliver Wnuk mit komödiantischem Talent und Augenzwinkern als Insel-Kommissare ermitteln.
"Wer Krabben pult, hat Zeit zum Nachdenken - Profiling auf Norddeutsch sozusagen." Mit diesen Worten wird der junge Kommissar Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk) von seinem Vorgesetzten Theo Clüver (Robert Atzorn) ausgebremst, als er seine neue Stelle auf einer beschaulichen Nordseeinsel antritt. Mit modernen Ermittlungsmethoden und Profiling hat der wenig am Hut, eher schon mit Klönen und Zuhören. Als in den Dünen ein Totenschädel gefunden wird und es keinen Hinweis auf ein Gewaltverbrechen gibt, will Clüver zum Ärger des Neulings keine Ermittlungen aufnehmen. Doch dann wird eine Leiche am Strand gefunden: der reiche Dorfbewohner und Musiker Hannes Jensen (Hannes Hellmann) wurde an ein Schiffssteuerrad geknüpft und hingerichtet. Und das ausgerechnet kurz vor dem "Tag der Miesmuschel", an dem Hannes und seine Band auftreten wollten. Kurzerhand übernimmt der Hobby-Schlagzeuger und Rolling Stones-Fan Clüver dessen Part in der Band - und gleichzeitig beginnt das Team gemeinsam mit der patenten Kommissarin Ina Behrendsen (Julia Brendler) mit den Nachforschungen.
Mit leichter Hand setzt Josh Broecker ("Scheidung für Fortgeschrittene") das Drehbuch des Comedy-Experten Lars Albaum ("Stromberg", "Mord mit Aussicht") in Szene, nichts wirkt hier gezwungen, verkrampft. Robert Atzorn gibt souverän und mit sichtbarer Spielfreude den entspannten Kommissar. Oliver Wnuk sorgt in einer fish-out-of-water-Rolle für Humor, Julia Brendler ergänzt das Team als schlagfertige Norddeutsche. Witzig ist auch Ulrike Grote als Clüvers Ehefrau und passionierte Yogalehrerin. Mit viel Lokalkolorit aus dem hohen Norden - gedreht wurde u.a. in der beeindruckenden Dünenlandschaft auf Sylt - , schrägen Typen und pointierten Onelinern sorgt "Nord Nord Mord" für kurzweilige Unterhaltung. Von diesen Ermittlern aus dem Hause Network Movie möchte man mehr sehen - und wird es auch, heißt es beim ZDF, wenn die Quoten stimmen. sw.
| Darsteller: | Robert Atzorn | als Theo Clüver | |
|---|---|---|---|
| Julia Brendler | als Ina Behrendsen | ||
| Oliver K. Wnuk | als Hinnerk Feldmann | ||
| Ulrike Grote | als Anna Clüver | ||
| Martin Brambach | als Tom Peters | ||
| Ingo Naujoks | als Olli Hellmann | ||
| Anna Schudt | als Meggy Karlstedt | ||
| Hannes Hellmann | als Hannes Jensen | ||
| Peter von Strombeck | als Karl Wersing | ||
| Felix Vörtler | als Gerd Martens | ||
| Nicola Thomas | als Mona Brandheide | ||
| Michael Habeck | als Paul Behrendsen | ||
| Katrin Pollitt | als Mutter Käthe | ||
| Albrecht Ganskopf | als Boje | ||
| Uwe Rohde | als Pfarrer | ||
| Ludwig Blochberger | als Claus Niebecker | ||
| Laura Lo Zito | als Mädchen | ||
| Henning Nöhren | als Junge | ||
| Regie: | Josh Broecker | ||
| Drehbuch: | Lars Albaum | ||
| Produzent: | Jutta Lieck-Klenke | ||
| Kamera: | Arthur W. Ahrweiler | ||
| Schnitt: | Fritz Busse | ||
| Musik: | Fabian Römer | ||
| Produktionsdesign: | Klaus R. Weinrich | ||
| Kostüme: | Helmut Ignaz Meyer | ||
| Casting: | Rebecca Gerling | ||
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