Psychedelisches Mammut werk, in dem Oliver Stone einmal mehr seinen Beitrag zur US-Geschichte abgibt. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz28/z0228138/b150x150.jpg Nixon

Filmdetails

Nixon

Psychedelisches Mammut werk, in dem Oliver Stone einmal mehr seinen Beitrag zur US-Geschichte abgibt.


Nixon
Start: 22.02.1996

Drama

USA 1995
Laufzeit: 190 Min.

Sir Anthony Hopkins
Joan Allen
Powers Boothe

Regie: Oliver Stone
Verleih: Buena Vista

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Humor
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Inhalt

1973 steht Nixon vor den Trümmern seiner Karriere. Er erinnert sich an seine Kindheit, seinen politischen Aufstieg, die gegen Kennedy verlorene Präsidentschaftswahl, seinen Einzug ins Weiße Haus acht Jahre später. Doch der pathologische Lügner bleibt trotz außenpolitischer Erfolge ungeliebt und stolpert über den Watergate-Skandal.


Kritik

Nixon

Nach einem Jahrzehnt politischen Filmemachens an vorderster Front wagt sich Oliver Stone mit seinem bestechenden Porträt des 37. Präsidenten der USA erstmals mitten ins Zentrum der Korridore der Macht, in denen über das Schicksal Amerikas und der Welt entschieden wird. Angelegt als Historiendrama von den epischen Ausmaßen einer griechischen Tragödie ist "Nixon" die Studie eines Mannes, der der gefeiertste Politiker des Jahrhunderts hätte werden können, aber an seinen Minderwertigkeitskomplexen gegenüber den geliebten Vorgängern Lincoln und Kennedy, aus deren Schatten er nicht treten kann, und der eigenen Skrupellosigkeit zu Grunde geht. Das Ergebnis ist ein Drahtseilakt, der Stone einmal mehr als aufregendsten amerikanischen Filmemacher neben Scorsese und Coppola etabliert. Dem Regisseur geht es nicht um die Demontage der Person Nixon. In seiner geradezu pathologischen Sucht nach Wahrheit will Stone mit einem Wirbelsturm an Bildern aus 50 Jahren neuerer amerikanischer Geschichte - präsentiert in einem faszinierenden Zickzack-Kurs durch die Jahre - das gesamte Innenleben des gefallenen Präsidenten offenlegen. "Nixon" läßt nichts aus: Tricky Dicks Kindheit in einer Qäker-Familie, den Aufstieg an der Seite des Kommunistenjägers McCarthy, die verlorene Präsidentschaftskandidatur 1960 gegen Kennedy, der Mord an JFK, der Alptraum von Vietnam, die Präsidentschaft und schließlich das Debakel von Watergate, dem Stone die gesamte letzte Stunde seiner Geschichtslektion widmet. Ähnlich wie bei der Jim-Morrison-Biografie "The Doors" dienen die biografischen Eckpfeiler lediglich als Koordinatennetz, das die Annäherung an den Menschen ermöglichen soll. Die halluzinatorischen Wechsel zwischen verschiedenem Filmmaterial und die frei assoziativen Schnittolgen kennt man aus "JFK" und "Natural Born Killers". Hier perfektioniert Stone seinen fiebrigen Filmstil und macht ihn zum Röntgenblick in die korrupte Seele der Macht, deren Spielball Richard Nixon mit seinen Manipulationen, Lügen und pausenlosen Unflätigkeiten geworden ist. Am gewagtesten ist "Nixon", wenn Stone die Rolle des Chronisten aufgibt und seinem spektakulären Politkaleidoskop eine beinahe esoterische Dimension verleiht, indem er das amerikanische System als lebendige Bestie charakterisiert. Ein riskanter Schritt, der "Nixon" überambitioniert erscheinen ließe, wäre da nicht die unglaubliche Performance von Anthony Hopkins, der sich über die Manierismen Nixons immer weiter in die Person hineinarbeitet, bis er sich so weit annähert, daß er Nixon wird. Er gibt dem Mann jene Tiefe, die seinen Fall umso tragischer erscheinen läßt. Unterstützt wird der Waliser von einem starken Ensemble, aus dem James Woods als H.R. Haldeman und Powers Boothe als dämonischer Alexander Haig hervorstechen. Offenichtlich nach dem Vorbild von Orson Welles' "Citizen Kane" inszeniert, ist "Nixon" Oliver Stones größter Film bislang - eine Zwischenbilanz, in der alle Arbeiten des Regisseurs ihren Niederschlag finden, und eine Bestätigung, daß politischer Film gerade im Jahr 1996 spannender sein kann als jeder Thriller. ts.

Nixon

Darsteller:  Sir Anthony Hopkins  
  Joan Allen  
  Powers Boothe  
  Ed Harris  
  Bob Hoskins  
  E. G. Marshall  
  David Paymer  
  David Hyde Pierce  
  Paul Sorvino  
  Mary Steenburgen  
  J. T. Walsh  
  James Woods  
  Brian Bedford  
  Kevin Dunn  
  Fyvush Finkel  
  Annabeth Gish  
  Tony Goldwyn  
  Larry Hagman  
  Edward Herrmann  
  Madeline Kahn  
 
Regie:  Oliver Stone  
Drehbuch:  Stephen J. Rivele  
  Christopher Wilkinson  
  Oliver Stone  
Produzent:  Clayton Townsend  
  Oliver Stone  
  Andrew G. Vajna  
Kamera:  Robert Richardson  
Schnitt:  Hank Corwin  
  Brian Berdan  
Musik:  John Williams  

Anthony Hopkins als Alfred Hitchcock?

Dem berühmtesten Regisseur aller Zeiten wird ein filmisches Denkmal gesetzt.

Großansicht Von Hannibal zu Hitchcock: Anthony Hopkins (Foto: Kurt Krieger)

Von Hannibal zu Hitchcock: Anthony Hopkins (Foto: Kurt Krieger)

Im Drama "Alfred Hitchcock presents" soll Anthony Hopkins in die Rolle des "Master of Suspense" schlüpfen. Der Film handelt von den schwierigen Dreharbeiten zu Hitchcocks Meisterwerk "Psycho".

Denn die Entstehungsgeschichte des Thrillers, der im Oktober 1960 in die Kinos kam, ist voller Probleme und Tücken - angeblich wollte Hitchcock zwischenzeitlich sogar das Handtuch werfen. Das Drehbuch galt als zu düster und die Tatsache, dass Hauptdarstellerin Janet Leigh bereits nach 45 Minuten in der berühmten Duschszene das Zeitliche segnen sollte, kam bei den Produzenten nicht gut an. Überhaupt wolle niemand einen Film über einen makaberen Massenmörder sehen, so die einhellige Meinung damals.

Eine Queen als Ehefrau

Dass "Psycho" dennoch fertiggestellt werden konnte und zu einem echten Klassiker des Genres wurde, verdankte Hitchcock nicht zuletzt seiner Frau und kreativen Partnerin Alma Reville. Diese Rolle übernimmt im geplanten Biopic Oscar-Anwärterin Helen Mirren.

Genau wie Mirren, die gerade als "Queen" große Erfolge feiert, hat auch Anthony Hopkins Erfahrung im Porträtieren bekannter Persönlichkeiten. Er war bereits als Pablo Picasso und Richard Nixon zu sehen und steht demnächst als Schriftsteller Leo Tolstoi vor der Kamera.

Die Regie bei "Alfred Hitchcock presents" übernimmt Ryan Murphy, der bisher die TV-Serie "Nip/Tuck" inszenierte.

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