Originaltitel: Nathalie ...
Frankreich 2004
Fanny Ardant
Emmanuelle Béart
Gérard Depardieu
Regie: Anne Fontaine
Verleih: Concorde
Die besorgte Ehefrau Catherine (Fanny Ardant) befürchtet, dass ihr Bertrand (Gérard Depardieu) sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit betrügt. Also engagiert sie die Pariser Prostituierte Nathalie (Emmanuelle Béart), um ihren Mann zu verführen und ihm seine intimsten Gedanken zu entlocken. Tatsächlich verfällt Bertrand der schönen jungen Frau im Handumdrehen, doch die Begegnung mit der Edelhure bleibt auch für Catherine nicht ohne Folgen.
Vergleiche mit Ozons "Swimming Pool" drängen sich auf, wenn sich im erotischen Drama der französischen Regisseurin Anne Fontaine zwei Frauengenerationen auf recht ungewöhnliche Weise umspielen und inspirieren.
Französisches Erotik-Drama, in dem eine Ehefrau eine Prostituierte beauftragt, mit ihrem Mann zu schlafen - denn sie glaubt, ihr Gatte betrügt sie.
Eine betrogene Ehefrau (Fanny Ardant) engagiert eine Prostituierte (Emmanuelle Béart), um mit ihrem Mann (Gérard Depardieu) zu schlafen und ihr alle Details darüber zu berichten.
Das ist der aufregende Ausgangspunkt für ein Drama voll Liebe und Leidenschaft, das Regisseurin Anne Fontaine mit einem Ensemble von französischen Superstars auf der Leinwand explodieren lässt.
Es ist eine Geschichte, wie sie in den besten, aber etwas in die Jahre gekommenen Ehen vorkommen kann.
Fanny Ardant brilliert als Catherine, die mit einer mutigen Aktion den Teufelskreis aus Eifersucht und Verletzung sprengt und durch die Affäre ihres Mannes ihre eigenen Wünsche und Begierden wieder entdeckt.
In dem gefährlichen Dreiecksspiel hält sie die Fäden fest in der Hand. Doch nur solange, bis sich die Beziehung zu Nathalie - Emmanuelle Béart in ihrer erotischsten Rolle - verselbständigt.
| Darsteller: | Fanny Ardant | als Catherine | |
|---|---|---|---|
| Emmanuelle Béart | als Marlène / Nathalie | ||
| Gérard Depardieu | als Bertrand | ||
| Wladimir Yordanoff | als Francois | ||
| Judith Magre | als Catherines Mutter | ||
| Rodolphe Pauly | als Sohn | ||
| Evelyne Dandry | als Barbesitzerin | ||
| Ari Paffgen | als Mann an der Bar | ||
| Aurore Auteuil | als Catherines Patientin | ||
| Idit Cebula | als Ghislaine | ||
| Sasha Rukavina | als Mariannne | ||
| Marcha Polikarpowa | als Ingrid | ||
| Marie-Christine Adam | als Medizinische Assistentin | ||
| Regie: | Anne Fontaine | ||
| Drehbuch: | Anne Fontaine | ||
| Jacques Fieschi | |||
| François-Olivier Rousseau | |||
| Produzent: | Alain Sarde | ||
| Ausf. Produzent: | Christine Gozlan | ||
| Buchvorlage: | Philippe Blasband | ||
| Kamera: | Jean-Marc Fabre | ||
| Schnitt: | Emmanuelle Castro | ||
| Musik: | Michael Nyman | ||
| Produktionsdesign: | Michel Barthélémy | ||
| Kostüme: | Pascaline Chavanne | ||
| Ton: | Eric Ferret | ||
| Jean-Pierre Laforce | |||
| Jean-Claude Laureux | |||
| Casting: | Richard Rousseau | ||
Atom Egoyan präsentiert mit "Chloe" ein publikumswirksames Drama nach dem französischen Film "Nathalie". Der 2009 in Mannheim als "Master of Cinema" ausgezeichnete Regisseur fühlt sich Deutschland sehr verbunden.
Was halten Sie von dem Kritikervorwurf, Sie würden in die kommerzielle Richtung gehen?
ATOM EGOYAN: Darüber muss ich schmunzeln. Vielleicht ist "Chloe" leichter zugänglich. Was ist daran schlecht, einen Film für ein größeres Publikum zu machen, die psychologische Geschichte mit klassischer Struktur zu erzählen, etwas linearer als sonst? Das ergab Sinn, ohne dass ich einen Kompromiss eingehen musste. Die Struktur hängt von der Story ab. Da lege ich mich auch in Zukunft nicht fest. Neu war für mich die Erfahrung, nicht das Drehbuch zu schreiben. Daran musste ich mich erst gewöhnen, aber der Stil von Erin Cressida Wilson gefiel mir.
Warum interessiert Sie ein Remake des französischen Films "Nathalie"?
Ich würde es Neuentdeckung nennen, ich gehe über die französische Vorlage hinaus. Wir konzentrieren uns auf bestimmte Archetypen, die Personen sind anders. Auch wenn sich die Struktur unterscheidet, sehe ich eine Ähnlichkeit im Ton zu meinem "Exotica". Eher zufällig schlug mir Ivan Reitman das Projekt vor. Und da ein US-Studio absprang, weil es die Weltrechte nicht bekam, hatten wir nur mit Studio Canal zu tun. Das erleichterte die Kommunikation.
Während der Dreharbeiten starb Liam Neesons Frau Natasha Richardson.
Ein Riesenschock und die extremste Situation meiner Karriere. Plötzlich tauchten Versicherungsleute und Investoren am Set auf und fragten uns Löcher in den Bauch, dabei wusste ich selbst nicht, wie es weitergehen sollte. Wir haben dann Szenen ohne Liam gedreht, und wie durch ein Wunder kehrte er zurück, und wir konnten den Film beenden. Diese Erfahrung wünsche ich meinem schlimmsten Feind nicht.
Wendet sich "Chloé" primär an ein weibliches Publikum?
Beim Testscreening kamen viele Zuschauer nur wegen Liam Neeson, waren aber nicht enttäuscht, dass Julianne Moore und Amanda Seyfried die zentralen Parts spielen. "Chloé" ist ein wichtiger Film für Männer, da lernen sie viel über Frauen in der Midlifecrisis.
Die Midlifecrisis gibt es auch beruflich. Hat man in einem bestimmten Alter das Gefühl, die besten Zeiten seien vorbei, die besten Filme realisiert?
Im Rückblick auf die künstlerische Karriere ist man in den Dreißigern auf dem Höhepunkt, da hatte ich diesen außergewöhnlichen Lauf mit "Calendar", "Exotica" oder "Das süße Jenseits". Für mich der wichtigste, wenn auch nicht der beste Film kam erst mit "Ararat" 2002. Ich gebe zu, das war eine ziemlich problematische Sache, aber ein Wendepunkt in meinem kreativen Schaffen und Beginn einer neuen Ära. Ich schätze mich deshalb glücklich, weiterhin Unterstützung zu bekommen.
Ihre Filme wurden seitdem schwieriger, etwa "Simons Geheimnis". Muten Sie dem Zuschauer zu viel zu?
Manchmal frage ich mich, ob ich nicht zu intellektuell an die Projekte herangehe. Es ist natürlich enttäuschend, so viel Arbeit investiert zu haben und dann mit leeren Händen dazustehen. In allen Ländern löste "Simons Geheimnis" Diskussionen aus, in Deutschland waren die Kritiken gut und die Zusammenarbeit mit X Verleih einfach toll. Aber der Zuschauer verweigerte sich. Das tut schon weh.
Was verbindet Sie mit Deutschland?
Meinen zweiten Geburtstag habe ich in Köln gefeiert, in Mannheim, meinem ersten Festival überhaupt, erhielt ich 1984 den Goldenen Dukaten für "Die nächsten Angehörigen", im Forum in Berlin lief "Familienbilder", in Hof "Exotica", da erinnere ich mich noch an ein lustiges Fußballspiel. In Deutschland wurde meine künstlerische Arbeit von Anfang an anerkannt, sogar früher als in Frankreich. Und ich bin natürlich von der deutschen Philosophie beeinflusst, habe "Salome" und Wagners "Ring" inszeniert.
Wie steht es mit dem Gemeinschaftsprojekt mit Hal Hartley?
Das köchelt so vor sich hin. Ich inszeniere weiter Oper und Theater, liebe Musik und finde Theaterproben aufregend, würde aber nicht ein Medium gegen das andere ausspielen. Filmemachen bleibt meine Priorität.
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