Originaltitel: Money Talks
USA 1997
Chris Tucker
Charlie Sheen
Heather Locklear
Regie: Brett Ratner
Verleih: Studiocanal
Kleingauner Franklin Hatchett, der niemals seine Klappe hält, ist auf der Fahrt ins Gefängnis an einen Diamantendieb gekettet. Dessen Mannen befreien die beiden und hinterlassen einige Leichen. Franklin seilt sich zwar bald von seinen Befreiern ab, doch die Cops sind ihm auf der Spur. Unterschlupf findet er bei TV-Reporter James Russell, der mit einer Super-Story seine Karriere kicken will.

Entweder man haßt ihn oder man liebt ihn - doch kalt läßt er niemanden. Seine Markenzeichen sind die weitaufgerissenen Glubschaugen und seine schrille Heliumstimme, in der er rasend schnell ohne Punkt und Komma losquasselt. Die Rede ist vom ehemaligen Stand-Up-Komiker Chris Tucker, der im operettenhaften SciFi-Thriller "Das fünfte Element" einen bleibenden Eindruck als divenhafter Discjockey hinterließ. Mit Charles Sheen bildet er in der Buddy-Actionkomödie "Money Talks" ein traditionelles schwarz/weiß-Gespann.
Der Kleingauner Franklin Hatchett (Tucker) ist auf der Fahrt ins Gefängnis an einen französischen Diamantendieb und internationalen Schmuggler (Gerard Ismael in der typisch wortkargen Terroristenrolle) gekettet, der mit Franklin im Schlepptau von seinen militärisch organisierten Mannen befreit wird. Franklin kann sich bald von seinem zwangsläufigen Partner abseilen, wird jedoch von den Cops als Mörder gesucht, da die Befreiungsaktion mehrere Tote hinterließ. Die Quasselstrippe befindet sich fortan auf der Flucht und macht mit dem opportunistischen TV-Reporter James Russell (Sheen) gemeinsame Sache, der ihn versteckt und sich davon Aufschwung für seine angeknackste Karriere erhofft. Im Coliseum-Sportstadium von L.A. kommt es zum ausgedehnten Showdown mit zwei Cops, einem Gangsterboss und seiner Gang, dem Franklin Geld schuldet sowie dem ruchlosen Franzosen und Co., denen Franklin inzwischen die Diamanten geklaut hat.
Der hyperaktive Tucker beackert traditionelles Eddie-Murphy-/Richard-Pryor-Terrain, wenn auch die Qualität der explosionsreichen Actionszenen nicht an den Pate stehenden "Nur 48 Stunden" heranreichen können. Sheen schlüpft als Reporter in die Rolle des straight man und bildet so den ruhenden Gegenpol zu Tuckers chaotisch-überdrehtem Chargieren. Besonders witzig ist eine Szene, bei der er sich bei der Party den stinkreichen Eltern (der Vater wird von Paul Sorvino gespielt, der sich gut mit Tucker ergänzt) von Russells Verlobter (Heather Locklear) als Sohn des italienischen Schnulzensängers Vic Damone ausgibt und für das junge Paar einen hinreißenden Toast ausspricht, der sich aus dem Text eines Barry-White-Songs zusammensetzt.
Regienovize Brett Ratner vergnügt sich mit vielen krachend-lärmenden Kawumm-Actionsequenzen, die sich aus den klischeereichen Plotkonstruktionen ergeben. Die Produktionswerte sind allesamt funktional-ordentlich ausgefallen und verleihen dem Actioner einen slicken Look. Mit 11 Mio. Dollar sehr passabel gestartet, bleibt abzuwarten, wieviele Fans sich Tucker in Deutschland schaffen kann. ara.
| Darsteller: | Chris Tucker | als Franklin Hatchett | |
|---|---|---|---|
| Charlie Sheen | als James Russell | ||
| Heather Locklear | als Grace Cipriani | ||
| Gerard Ismael | als Raymond Villard | ||
| Paul Sorvino | als Guy Cipriani | ||
| Elise Neal | als Paula | ||
| Paul Gleason | als Detective Pickett | ||
| Larry Hankin | als Roland | ||
| Daniel Roebuck | als Detective Williams | ||
| Michael Wright | als Aaron | ||
| Veronica Cartwright | |||
| David Warner | |||
| Regie: | Brett Ratner | ||
| Drehbuch: | Joel Cohen | ||
| Alec Sokolow | |||
| Produzent: | Walter Coblenz | ||
| Tracy Kramer | |||
| Koproduzent: | Art Schaefer | ||
| Ausf. Produzent: | Chris Tucker | ||
| Kamera: | Russell Carpenter | ||
| Robert Primes | |||
| Schnitt: | Mark Helfrich | ||
| Musik: | Lalo Schifrin | ||
| Produktionsdesign: | Robb Wilson King | ||
| John Marshall | |||
| Kostüme: | Sharen Davis | ||
| Ton: | Kim H. Ornitz | ||
Dante Alighieri setzte im 14. Jahrhundert mit seiner "Göttlichen Komödie" einen Meilenstein der damaligen Prosa. Er verfasste sein Werk nicht - wie damals üblich - in Latein, sondern wählte den urbanen florentinischen Dialekt. Seine Gedanken sollten so auch das normale Volk, soweit es lesen konnte, erreichen.
Der Vergleich mit dem neuen Film-Projekt von Joe Dante ist - zugegebenermaßen - weit hergeholt. Der "Gremlins"-Macher inszeniert zwar eine Komödie, diese hat aber nichts mit Göttern bzw. Himmel und Hölle, sondern mit Comic-Figuren zu tun.
Bugs Bunny, Daffy Duck & Co. sind die Protagonisten in "Looney Tunes: Back in Action". Der Regisseur hat mittlerweile auch schon verraten, welche Abenteuer die Tunes zu bestehen haben:
"Bugs und Daffy arbeiten in einem Fernsehstudio. Da immer nur Bugs als der große Star gefeiert wird, schmeißt Daffy die Brocken hin und verlässt das Studio mit einem befreundeten Stuntman. Dessen Vater war ein Geheimagent auf der Suche nach einem legendären Diamanten, den die beiden Arbeitslosen selbst finden wollen. Bugs erfährt von ihrem Vorhaben und nimmt die Verfolgung von Daffy auf."
Wie schon in "Space Jam" müssen die Comicfiguren auch in diesem Abenteuer nicht auf menschliche Unterstützung verzichten. War es 1990 noch Basketball-Überflieger Michael Jordan, so werden Mumien-Killer Brendan Fraser, Stadt, Land, Kuss-StarJenna Elfman und Heather Locklear (Money Talks - Geld stinkt nicht) ihre helfende Hand reichen.
Ob die Fans Dantes Komödie als göttlich bezeichnen werden, wird die Zukunft zeigen...
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