Radost Bokel
Mario Adorf
John Huston
Regie: Johannes Schaaf
Verleih: Tobis
Das kleine Waisenmädchen Momo lebt allein mit ihrer Schildkröte in einem riesigen Amphitheater und hat viele Freunde, weil sie die Gabe des Zuhörens besitzt. Eines Tages wird die idyllische Gemeinschaft von den eiligen grauen Herren mit den Aktenkoffern bedroht. Sie sind die "Zeitdiebe", die den Menschen mit verklausulierten Verträgen die Zeit stehlen und sie versklaven wollen. Mit Hilfe ihrer Schildkröte findet Momo zum weisen Meister Hora, dem Hüter der Zeit, der alles wieder einrenkt.

Michael Endes Märchenromane "Die unendliche Geschichte" und "Momo" gehörten zu den Kultromanen der achtziger Jahre. Mit Billigung des Autors wurde "Momo", eigentlich eine kleine Parabel über den Sinn der Zeit, aufwändig von Johannes Schaaf ("Traumstadt") als zeitlose Fantasy in Szene gesetzt. Zu den prominenten Darstellern gehörten Mario Adorf als Straßenkehrer Nicola, Armin Müller-Stahl als Chef der grauen Herren und als geglückter Besetzungscoup Regisseur John Huston als Meister Hora. Remake 2001 als Animationsfilm.
| Darsteller: | Radost Bokel | ||
|---|---|---|---|
| Mario Adorf | |||
| John Huston | |||
| Armin Mueller-Stahl | |||
| Sylvester Groth | |||
| Leopoldo Trieste | |||
| Regie: | Johannes Schaaf | ||
| Drehbuch: | Johannes Schaaf | ||
| Rosemarie Fendel | |||
| Marcello Coscia | |||
| Produzent: | Horst Wendlandt | ||
| Buchvorlage: | Michael Ende | ||
| Kamera: | Xaver Schwarzenberger | ||
| Musik: | Angelo Branduardi | ||
Nachdem "Die unendliche Geschichte" die Fantasie zurück ins Leben der Menschen gebracht hatte, bekam ein kleines Mädchen seinen großen Auftritt.
Am 17. Juli 1986 startete "Momo" in den deutschen Kinos. Der Film basierte ebenfalls auf einem Roman von Michael Ende und machte seine kleine Hauptdarstellerin über Nacht zum Star. Radost Bokel blickte den Menschen mit ihren großen braunen Kulleraugen direkt von der Leinwand aus ins Herz und hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Als Waisenmädchen kämpft sie gegen die grauen Herren an, die den Menschen in ihrer Umgebung zunehmend die Zeit rauben. Gedreht wurde die aussagekräftige Geschichte in den italienischen Cinecittà-Studios, Michael Ende schrieb zum großen Teil am Drehbuch mit und war mit dem Endergebnis vollauf zufrieden.
Für ihre Rolle erhielt Radost Bokel 1986 den Bambi, weitere Auszeichnungen folgten. Seitdem spielte sie in einigen Fernseh- und Kinofilmen mit, konnte jedoch an den Erfolg mit "Momo" nicht mehr anknüpfen.
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