Beeindruckendes historisches Epos um den Kampf der IRA ab den zwanziger Jahren vom "The Crying Game"-Regisseur. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz39/z0239177/b150x150.jpg Michael Collins

Filmdetails

Michael Collins

Beeindruckendes historisches Epos um den Kampf der IRA ab den zwanziger Jahren vom "The Crying Game"-Regisseur.


Michael Collins
Start: 03.04.1997

Drama

USA/Irland 1996
Laufzeit: 132 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Liam Neeson
Aidan Quinn
Stephen Rea

Regie: Neil Jordan
Verleih: Warner

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Lebens- und Leidensweg von Michael Collins, einem umstrittenen IRA-Führer in den zwanziger Jahren. Er führt kleine Guerilla-Einheiten in bewaffneten Auseinandersetzungen gegen die Briten, tritt später aber für eine pragmatischere Politik ein und macht sich so auch Feinde in den eigenen Reihen. Ausgerechnet mit seinem besten Freund und Mitstreiter Boland konkurriert Collins um die Liebe einer Frau.


Kritik

Michael Collins

Historische Helden haben Konjunktur: Nach dem Oscar-Erfolg von "Braveheart" gewann Neil Jordan jetzt mit seinem Freiheitsepos "Michael Collins" den Goldenen Löwen der 53. Filmfestspiele von Venedig. In der Titelrolle brilliert Liam Neeson. Jordan ist bei der Umsetzung seines Wunschprojekts das Kunststück gelungen, die jüngste Geschichte Irlands auf der Leinwand einzufangen, ohne dabei die für die Vermarktung wichtigen Unterhaltungsaspekte zu vergessen.

"Michael Collins" beginnt im Jahre 1916, als der Osteraufstand der irischen Freiheitsbewegung von den britischen Truppen mit brutaler Gewalt niedergeschlagen wird. Schon in dieser blutigen Eröffnungsszene wird klar, daß der Filmemacher keine behäbige Geschichtsstunde abzuhalten gedenkt, sondern sein gut zweistündiges Werk eher mit den Mitteln eines Gangsterfilms erzählen wird. So ist auch der charismatische Michael Collins kein zaudernder, taktierender Politiker, sondern eher ein moderner Stadtguerrilla, ein Bauchmensch, der schnell erkennt, daß den britischen Truppen weder mit schönen Worten noch mit konventioneller Kriegsführung beizukommen ist. Er organisiert unter seinen Landsleuten kleine schlagkräftige Trupps, die die Engländer aus dem Hinterhalt überfallen und ihnen Schaden zufügen, wo sie nur können. Maßgebliche Unterstützung im Freiheitskampf findet er bei seinem Freund Harry Boland und dem Spitzel Ned Broy, den Stephen Rea mit geradezu erschreckender Eindringlichkeit spielt. Eine weitere Schlüsselrolle der Geschichte kommt Collins' Vorgesetztem, dem irischen Präsidenten Eamon De Valera zu, den Alan Rickman ähnlich verschlagen anlegt wie seinen Sheriff von Nottingham in "Robin Hood". De Valera ist es auch, der letzendlich Collins' Tod verursacht.

Es ist müßig zu spekulieren, ob Jordan sich an die geschichtlichen Fakten gehalten hat. Als dramatisches Freiheitsepos funktioniert "Michael Collins" vorzüglich. Die Schwächen des Werks liegen eher in der eingebauten Dreiecksgeschichte, die die blasse Julia Roberts als Objekt der Begierde von Collins und Boland sieht. Die recht spärlichen "Jules und Jim"-Szenen hemmen den Lauf des Films und wirken eher störend - helfen sie doch nicht einmal, die Charaktere ihrer Verehrer entscheidend zu vertiefen. Der Filmemacher selbst muß aber gerade an dem Liebesaspekt interessiert gewesen sein, unterschneidet er doch den Hinterhalt, bei dem Collins sein Leben verliert, mit der Szene, in der Roberts sich ihr Hochzeitskleid aussucht: Ein deutlicher Verweis auf die Schlußsequenz von "Der Pate".

Auf technischer Ebene ist die irische Produktion "Michael Collins", die so wohl nur mit Hilfe amerikanischer Gelder zustande kam, in jeglicher Hinsicht makellos, wobei es vor allem die Kameraarbeit hervorzuheben gilt. Nach rund zehnjähriger Pause hat Regisseur Chris Menges ("Zwei Welten") hier wieder einmal das Licht gesetzt und dabei Brillantes geleistet. Seine erdigen Farben, das Vorherrschen von Blau und Grün, geben dem Film erst den richtigen Look und saugen den Zuschauer förmlich ins Geschehen. Dank der guten Besetzungsliste, des stets aktuellen Themas und des Gewinns des Goldenen Löwen darf Warner auf ein lohnendes Geschäft hoffen. geh.

Michael Collins

Darsteller:  Liam Neeson   als Michael Collins
  Aidan Quinn   als Harry Boland
  Stephen Rea   als Ned Broy
  Alan Rickman   als Eamon De Valera
  Julia Roberts   als Kitty Kiernan
  Ian Hart   als Joe O'Reilly
  Brendan Gleeson  
  Stuart Graham  
  Sean McGinley  
  Gerard McSorley  
  Jonathan Rhys Meyers  
  Charles Dance  
  Richard Ingram  
  Jon Kenny  
  Michael Dwyer  
  Gary Whelan  
 
Regie:  Neil Jordan  
Drehbuch:  Neil Jordan  
Produzent:  Stephen Woolley  
Koproduzent:  Redmond Morris  
Kamera:  Chris Menges  
Schnitt:  J. Patrick Duffner  
  Tony Lawson  
Musik:  Elliot Goldenthal  
Produktionsdesign:  Anthony Pratt  
Kostüme:  Sandy Powell  

Neeson auf der Jagd nach Gere

Für das Filmprojekt "Seraphim Falls" wird die wilde Geschichte der noch jungen Nation USA wiederbelebt: Kurz nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs heftet sich ein Armeeoffizier (Liam Neeson) an die Fersen eines Mannes (Richard Gere).

Großansicht Liam Neeson (l.) ist hinter Richard Gere her (Foto: UIP/Fox)

Liam Neeson (l.) ist hinter Richard Gere her (Foto: UIP/Fox)

Als "Ein Mann für gewisse Stunden" wurde Richard Gere noch ausschließlich von Frauen verfolgt und deren Motive lagen deutlich zutage. In "Seraphim Falls" wird ein 1,90 langer Nordire hinter ihm her sein: Schauspieler-Kollege Liam Neeson ("Schindlers Liste", "Michael Collins") soll den Part übernehmen. In der Rolle eines Colonel der US-Armee kurz nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs werden seine Absichten weniger zart sein: Er will seinen Gegner nicht nur fangen, sondern anschließend umbringen.

Die Gründe für die Jagd liegen noch im Dunkeln. Die Beteiligten versprechen jedenfalls nicht nur eine Action-satte Verfolgung ohne Rücksicht und quer durch den immer noch "Wilden Westen" der aufstrebenden Nation, sondern ein psychologisches Drama zwischen den beiden Mannsbildern.

Wieder eine Chance für den Regie-Nachwuchs

David Von Ancken hat das Drehbuch zu "Seraphim Falls" geschrieben und wird zum ersten Mal fürs Kino Regie führen. Inszenierungserfahrung bringt Von Ancken gleichwohl mit: Bislang hat er für US-amerikanische Fernsehen gearbeitet, beispielsweise für die Serie "CSI: New York".

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Liam Neeson

Top-Mime und Jedi-Ritter: Der hoch gewachsene (1,90 m) Schauspieler aus Nordirland ist zwar durch seine Rolle des über tausend Juden rettenden...

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Aidan Quinn

* 08.03.1959

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