Unterhaltsame Dokumentation von Kevin MacDonald über den wohl bekanntesten Vertreter des Reggae.
Oscar-Preisträger Kevin Macdonald setzt dem King of Reggae ein fulminantes Filmdenkmal aus Konzertausschnitten, Interviews und bislang teils unveröffentlichtem Archivmaterial.
Bob Marley liebte Frauen, Fußball und Marihuana und war überzeugter Anhänger der Rastafari-Bewegung. Der Sänger, Gitarrist und Songwriter machte mit seiner Band "The Wailers" den Reggae weltbekannt, schuf mit "No Woman, No Cry" oder "I Shot The Sheriff" Klassiker des Genres. Am 11. Mai 1981 starb er nur 36-jährig. So viel ist bekannt, wer mehr über den Musikpionier erfahren will, muss "Marley" sehen, Kevin Macdonalds zweieinhalb Stunden lange Dokumentation, bei der Martin Scorsese als Regisseur vorgesehen war, das Projekt aber aus Zeitmangel an Jonathan Demme weitergab. Der machte ein paar Aufnahmen, führte einige Interviews und gab, weil er keinen Ansatz fand, auf.
Hier kam der für seinen Olympia-Attentats-Film "One Day in September" Oscar-prämierte Macdonald ins Spiel. Sein Produzent Steve Bing ("Shine a Light") hatte mit der Familie Marley über die Filmrechte verhandelt, den Zuschlag bekommen und damit Zugang zu bisher unveröffentlichtem Archivmaterial.
Zurück in den Geburtsort des Ausnahmemusikers, nach Nine Mile, ein Nest in den saftig grünen Hügeln Jamaikas, geht's zunächst. Verwandte und Dorfbewohner werden aufgesucht. Es gibt keine Bilder von Marley, auf denen er jünger als 16 Jahre ist, kein Filmmaterial über die ersten elf Jahre seiner Karriere. Film als "oral history". Die Mutter ist Jamaikanerin, der Vater, der ihm den Hautkrebs vererbte, britischer Offizier. Auf einem Foto sieht man diesen hoch zu Ross - in Kolonialherrenpose. Vielleicht hat Marley deshalb sein Leben lang ungern mit weißen Journalisten gesprochen.
Mit seiner Musik will Marley der Armut entfliehen, wenn er nicht begeistert - und krankhaft ehrgeizig - Sport treibt, übt er Gitarre, komponiert, textet. Er "übersetzt" was er sieht in Noten und Worte - ob Alltag, Liebe oder Politik. Kumpels aus dem Ghetto von Kingston kommen zu Wort, Ex-Liebhaberinnen wie Cindy Breakspeare, die Miss World 1976, Chris Blackwell, der Boss von Island Records, und der als schwierig bekannte, letzte lebende Original-Wailer Neville "Bunny" Livingston. Nicht zu vergessen Dudley Sibley, der einst im legendären Studio One sauber machte und sich ein Zimmer mit Marley teilte - er weiß ein paar wirklich gute Anekdoten zu erzählen. Seltene Musikaufnahmen und hautnahe Konzertmitschnitte runden dieses faszinierende Porträt ab, bei dem natürlich auch auf das Attentat auf Marley und dessen letzten Tage in der Rottach-Egerner Ringbergklinik des umstrittenen Alternativmediziners Josef Issels eingegangen wird. Marley war eine Ikone des Empowerment und Gigant der Popkultur - Macdonald beweist warum. geh.
Er liebte Frauen, Fußball und Marihuana und war überzeugter Anhänger der Rastafari-Bewegung: Bob Marley. Doch über allem stand die Musik. Sie war für den 1945 geborenen Sohn eines britischen Offiziers und einer Jamaikanerin Ausweg aus der bitteren Armut in den Townships von Kingston. Der Sänger, Gitarrist und Songwriter machte mit seiner Band The Wailers den Reggae weltbekannt, schuf mit Hits wie "No Woman, No Cry" oder "I Shot the Sheriff" Klassiker des Genres. Am 11. Mai 1981 starb der King of Reggae im Alter von 36 Jahren an Krebs.
| Originaltitel | Marley |
| OV | - |
| OmU | Ja |
| Genre | Dokumentarfilm / Musik |
| Filmpreis | - |
| USA-Start | 20.04.2012 |
| Kinostart (D) | 17.05.2012 |
| Besucher (D) | 37.480 |
| Einspielergebnis (D) | € 265.928 Bes. (EDI) 37.480 Bes. (FFA) 39.278 |
| FSK | ab 6 Jahre |
| WWW | - |
Alvin Patterson
Musiker
Jimmy Cliff
Musiker
Clive Chin
Produzent
Chris Blackwell
Gründer von "Island Records"
Aston Barrett
Bassgitarist
Bob Andy
Studiomusiker
Dudley Sibley
Sänger und Hausmeister
Neville Garrick
künstlerischer Direktor
Rita Marley
Bobs Frau und Sängerin
Danny Sims
Bobs Manager und Verleger
Cindy Breakspeare
Mutter von Damian Marley
Edward Seaga
jamaikanischer Ministerpräs...
Dr. Conroy Cooper
Pianist
Steve Bing
Produzent
Charles Steel
Produzent
Ziggy Marley
Ausf. Produzent
Chris Blackwell
Ausf. Produzent
Mike Eley
Kamera
Alwin H. Kuchler
Kamera
Wally Pfister
Kamera
Dan Glendenning
Schnitt
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