Schwarze Komödie: Eine ehemalige Prostituierte, inzwischen grundsolide Ehefrau und Mutter, hat plötzlich zwei Leichen am Hals, die sie zwecks Entsorgung zerlegt, eintuppert und nach und nach an den Familienhund verfüttert... http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz42/z0242057/b150x150.jpg Männer häppchenweise

Filmdetails

Männer häppchenweise

Schwarze Komödie: Eine ehemalige Prostituierte, inzwischen grundsolide Ehefrau und Mutter, hat plötzlich zwei Leichen am Hals, die sie zwecks Entsorgung zerlegt, eintuppert und nach und nach an den Familienhund verfüttert...


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Kritik

Männer häppchenweise

Vermutlich ist die Redensart von der Leiche im Keller älter als der Film "Arsen und Spitzenhäubchen". In Frank Capras Klassiker des schwarzen Humors brachten zwei eigentlich reizende alte Damen ihre Besucher um. Auch die Mörderin aus "Männer häppchenweise" macht auf den ersten Blick einen eher unbescholtenen Eindruck. Und streng genommen ist sie ja auch gar keine Mörderin. Wenn die Männer ihr unter der Hand wegsterben, dann eher aus Versehen. Eigentlich verteidigt Hausfrau Doris (Gruschenka Stevens) bloß ihr Familienglück; das allerdings wie eine Löwin.

Alles beginnt mit dem Umzug in ein neues Heim. Dummerweise entpuppt sich der fiese Nachbar Reinhart (Hansa Czypionka) als alter Bekannter: Bevor Doris in Klaus (Arnd Klawitter) den Mann fürs Leben fand, war sie Callgirl. Reinhart gehörte zu ihren Stammkunden. Das letzte Stelldichein endete für ihn eher unsanft, nun will er Revanche. Sein Tod ist alles andere als geplant, kommt Doris aber nicht ungelegen, denn sie hat nie den Mut gefunden, ihren Mann über ihre Vergangenheit aufzuklären. Kurzentschlossen wird Reinhart mit Hilfe von Elektromesser und Fleischwolf in Häppchen zerlegt und eingefroren; sehr zur Freude des Königspudels.

Regisseurin Vivian Naefe erzählt die makabre Geschichte mit wunderbar leichter Hand, konnte aber auch auf ein überaus abwechslungsreiches Drehbuch vertrauen. Immer wieder verblüfft Autorin Saskia Kuipers mit überraschenden Wendungen. So lässt sich zum Beispiel Nachbarin Helga (Ulrike Kriener), Reinharts lustige Witwe, auf eine innige Beziehung mit einem jungen Mann (Oliver K. Wnuk) ein. Prompt gerät sie in den Verdacht des Gattenmords, bis sich herausstellt, dass der junge Verehrer Polizist ist. Später wird Helga dann zu Doris' Komplizin, denn mit fast schon aufreizender Beiläufigkeit bringen Kuipers und Naefe einen zweiten Kandidaten für die Tiefkühltruhe ins Spiel: Bei der nächtlichen Entsorgung sperriger Körperteile kommt Doris ausgerechnet einem Serienkiller, dem so genannten Mülltonnenmörder, in die Quere.

Geschickt verpackt Kuipers die höchst vergnügliche Handlung in eine lange Rückblende: Der Film beginnt mit Doris' Überführung durch einen fast schon bemitleidenswerten Kommissar (Heinrich Schmieder), dem sie immer wieder durch die Maschen schlüpft und dem sie nun die ganze Geschichte erzählt. Doch auch dieses Geständnis ist noch lange nicht das Ende... tpg.

Männer häppchenweise

Darsteller:  Gruschenka Stevens   als Doris Engel
  Arnd Klawitter   als Klaus Engel
  Ulrike Kriener   als Helga
  Heinrich Schmieder   als Kommissar Forchert
  Hansa Czypionka   als Reinhart
  Janos Körtge   als Tobias
  Isabella Duisberg   als Lotti
  Katharina Müller-Elmau   als Polizeirätin Schmücking
  Oliver K. Wnuk   als Polizist Günther
  Eckard A. Wachholz   als Serienmörder
 
Regie:  Vivian Naefe  
Drehbuch:  Saskia Kuipers  
Produzent:  Mischa Hofmann  
  Philip Voges  
Kamera:  Peter Döttling  

Star

Arnd Klawitter

Arnd Klawitter startete seine Schauspielkarriere am Theater, machte sich aber schnell auch als Film- und Fernsehschauspieler einen Namen...

Star

Ulrike Kriener

Ihr Aussehen ist eher unauffällig, ihre Figuren sind Alltagspersonen wie Lehrerinnen oder Witwen, dafür kultiviert sie häufig jene ironisch...

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