Jan Plewka
Nicolette Krebitz
Levin Henning
Regie: Anne Høegh Krohn
Verleih: Zorro
Roger und Dinah führen seit Jahren eine glückliche Beziehung und sind mit ihren zwei Kindern eine richtige Bilderbuchfamilie. Ihr Leben verläuft einfach, normal, aber zufrieden. Da erhält Roger eines Tages die vernichtende Diagnose Parkinson, und die Familie muss sich schlagartig mit einer neuen Situation zurechtfinden. Das vormals Selbstverständliche wird zur tagtäglichen Zerreißprobe, Roger verliert Stück für Stück seine Eigenständigkeit. Die einstigen Verantwortlichkeiten als Vater und Ehemann müssen nun neu definiert werden.

Krankheitsdrama und Musikfilm ergänzen sich originell, wenn Nicolette Krebitz und "Selig"-Sänger Jan Plewka als Ehepaar mit einem unheilbaren Leiden umgehen lernen.
Ein ganzes Rockalbum mit gefühlvollen deutschen Texten, gesungen von den beiden Hauptdarstellern, stellt das emotionale Zentrum eines ganz und gar ungewöhnlichen Musicals, das sich im Gewand eines Autorenfilms kleidet. Die Band Selig, die dieses Jahr ihr Comeback feierte, schrieb alle Songs für Regisseurin Anne Høegh Krohn ("Geld macht sexy"), die unter der Ägide des "kleinen Fernsehspiels" ein geerdet-ehrliches Drama über einen schweren Fall von Parkinson inszeniert.
Der Sänger der Band übernimmt den Part des Bauarbeiters Roger, der mit seiner Frau Dinah (Nicolette Krebitz) eine glückliche Liebesehe führt, aus der zwei junge Kinder hervorgegangen sind. Der Metallica-Fan und die Supermarktkassiererin sind Prototypen der Arbeiterklasse, die ihren Traum bei Tanz und Gesang auf der Rock-Bühne ausleben. Ein ominöser Unfall zwingt den wegen eines Jobs zeitweilig getrennt lebenden Roger zur Rückkehr zu seiner alten Baustelle, doch auch dort sorgt unerklärliches Handzittern, das auch mit Alkohol nicht zu beruhigen ist, für ein folgenschweres Unglück, das einen Arzt hellhörig werden lässt. Die niederschmetternde Diagnose: Parkinson. Aus Scham verschweigt Roger seine Krankheit, was nicht nur die Beziehung in eine gefährliche Schieflage bringt, sondern die ganze Familie, die sein Leiden längst herausgefunden hat, vor den Kopf stößt. Roger lügt, ist reizbar und verursacht mit einem Lähmungsanfall eine Beinahekatastrophe, die alle Nerven bloß legt.
Sensibel leistet Krohn Aufklärungsarbeit über ein Leiden, das nicht erst im hohen Alter auftreten kann. Unprätentiös und bis in die umgangssprachlich geprägten Dialoge authentisch gibt sie eine Realität vor, wo Plewka und Krebitz, die nach "Bandits" wieder singt, ihre Emotionen nur im Gesang ausdrücken. Das Spektrum umfasst von Hardrock bis Ballade alle Gefühlsnuancen und spricht jeden an, der deutsche Musik etwa von Xavier Naidoo, Sportfreunde Stille und Silbermond schätzt. Die fantasievollen Musical-Szenen illustrieren Träume, was die Grundüberzeugung, dass Liebe und Verständnis auch schwierige Situationen meistern können, auf einfühlsame, stets angemessene Weise bekräftigt. tk.
| Darsteller: | Jan Plewka | als Roger | |
|---|---|---|---|
| Nicolette Krebitz | als Dinah | ||
| Levin Henning | als Lars | ||
| Elisa Richter | als Marie | ||
| Oliver Bröcker | als Volker | ||
| Stephanie Kämmer | als Gabi | ||
| Milena Dreißig | als Theresa | ||
| Markus Lerch | als Malte | ||
| Antonio Wannek | als Andrei | ||
| Gilbert Mieroph | als Wittkowski | ||
| Selly Packebusch | als Regina | ||
| Julius Rubitzsch | als Bruno | ||
| Frank Jacob | als Olaf | ||
| Reinhard Straube | als Bauleiter | ||
| Kristian Wanzl | als Arzt | ||
| Josef Dragus | als Max | ||
| Regie: | Anne Høegh Krohn | ||
| Drehbuch: | Anne Høegh Krohn | ||
| Produzent: | Helge Albers | ||
| Roshanak Behesht Nedjad | |||
| Sven Boeck | |||
| Kamera: | Matthias Schellenberg | ||
| Schnitt: | Barbara Gies | ||
| Uta Schmidt | |||
| Musik: | Christian Neander | ||
| Kostüme: | Claudia Rössler | ||
| Maske: | Franziska Hüchelheim | ||
| Monique Bredow | |||
| Ton: | Andreas Ruft | ||
| Casting: | Karen Wendland | ||
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