Regie: Erwin Wagenhofer
Verleih: Delphi
Wenn Banken mit dem Spruch "lassen Sie ihr Geld arbeiten" locken, geben wir uns einer Illusion hin: Geld arbeitet nicht. Menschen arbeiten. Spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Tagelöhner vermehren unser Geld, während sie selbst arm bleiben. Sobald wir ein Konto eröffnen, sind wir beteiligt - denn die Finanzwelt ist global. Für Zinsen und Rendite unserer Altersversorgung pressen Unternehmer und Spekulanten fremde Länder aus.
Die Spur der Scheine: Nach seinem famosen "We Feed the World" klärt uns Erwin Wagenhofer über das weltweite Finanzsystem auf. Seine aufrüttelnde Dokumentation dringt in die verschiedenen Ebenen der internationalen Geldwirtschaft ein - und zeigt, wie Gier Ungerechtigkeit erzeugt.
Mit seiner hochbrisanten Dokumentation zeigt "We Feed the World"-Macher Erwin Wagenhofer auf, wem die Menschheit die weltweite Finanzkrise zu verdanken hat.
Es dürfte hinlänglich bekannt sein, dass die USA den Irak-Krieg nicht deshalb führten, um die Menschheit von einem grausamen Diktator zu befreien, sondern um die Herrschaft über die gewaltigen Erdöl-Ressourcen zu gewinnen. Denn das flüssige Gold hat dem gleichnamigen Edelmetall auf der Werte-Skala längst den Rang abgelaufen.
Trotzdem beeindrucken Erwin Wagenhofers Bilder der Gegensätze: Er bringt verödete Baumwollplantagen in Afrika und zu gigantischen Hotelruinen mutierte Spekulationsobjekte an der spanischen Mittelmeerküste in Zusammenhang mit den chromblitzenden Finanzzentralen in London, New York und Frankfurt. Dort sorgen mit allen Wassern gewaschene Herren in feinem Zwirn dafür, dass die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden.
Nach seinem Doku-Hit "We Feed the World - Essen global" legt Wagenhofer nun nach mit einem an aktueller Brisanz kaum zu übertreffenden Dokumentarfilm über die Art und Weise, wie findige Köpfe immer abstrusere Finanzierungsmodelle erfinden, um den Profit für einige wenige Privilegierte zu steigern.
| Regie: | Erwin Wagenhofer | ||
|---|---|---|---|
| Drehbuch: | Erwin Wagenhofer | ||
| Produzent: | Helmut Grasser | ||
| Kamera: | Erwin Wagenhofer | ||
| Schnitt: | Paul M. Sedlacek | ||
| Musik: | Helmut Neugebauer | ||
| Ton: | Lisa Ganser | ||
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