Prominent besetzte Neuverfilmung von Victor Hugos Klassiker über Haß und Vergebung. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz37/z0237040/b150x150.jpg Les Misérables

Filmdetails

Les Misérables

Prominent besetzte Neuverfilmung von Victor Hugos Klassiker über Haß und Vergebung.


Les Misérables
Start: 24.12.1998

Drama

USA 1997
Laufzeit: 133 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Liam Neeson
Geoffrey Rush
Uma Thurman

Regie: Bille August
Verleih: Constantin

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Gestohlenes Brot bringt Jean Valjean 19 Jahre in Haft. 1812 entlassen, muß er erst den Menschen in sich wiederfinden. Doch die Vergangenheit holt ihn ein, als sein früherer, haßerfüllter Aufseher den erfolgreich Resozialisierten zur Flucht zwingt. 10 Jahre lebt Valjean unerkannt in Paris, bis sich sein Weg mit dem des Erzfeindes erneut kreuzt.


Kritik

Les Misérables

Knapp zwanzigmal wurde es schon verfilmt, Victor Hugos Epos über das Jahrzehnte umspannende Duell zwischen Ex-Sträfling Valjean und seinem zum Polizeiinspektor aufsteigenden Aufseher Chavert. Die jüngste Version des Dänen Bille August garantiert eine grundsolide, wenngleich etwas biedere Umsetzung des Klassikers, die dank prominenter, verschiedene Generationen ansprechender Namen gerade zum avisierten Weihnachtsstart auf gute Zuschauerzahlen hoffen darf.

Eine Verbesserung des Zuspruchs erhofft sich der Verleih schon mit der Maßnahme, für den Film mit der Beliebtheit des gleichnamigen, 1985 uraufgeführten Musicals zu werben, weil dem Roman wohl eine Publicity-wirksame Präsenz nicht mehr zugetraut wird. Eine mögliche Präventiv-Reaktion auf ein potentielles Sättigungsgefühl des Publikums, das die indischen, japanischen, ägyptischen oder russischen Versionen des Stoffes kaum gesehen haben dürfte, dem aber die Geschichte durch Hollywoods bekannteste Verfilmung (mit Charles Laughton) oder Frankreichs Antworten darauf (mit Jean Gabin oder Lino Ventura) vielleicht nicht vertraut, doch zumindest bekannt sein dürfte. Eine Einschätzung, die denkbar auch verhinderte, daß Claude Lelouchs jüngste, ins 20. Jahrhundert verlegte Adaption (mit Jean-Paul Belmondo) trotz des Golden Globe als bester ausländischer Film nie in die deutschen Kinos kam. Bille Augusts auf einem Drehbuch des als sehr seriös geschätzten Autors Rafael Yglesias ("Fearless") basierende Fassung bietet im Unterschied zu Lelouch keinen originellen Neuansatz, sondern eine geraffte, wenngleich mit 133 Minuten Laufzeit nicht gerade gehetzte Umsetzung des Romans, die in der düster-atmosphärischen Fotografie an Yves Angelos "Le Colonel Chabert" erinnert und dank gut gewählter und agierender Darsteller die Dramatik von Hugos Epos über opulentes Ausstattungskino setzt. Liam Neeson ist ein glaubwürdiger Valjean, der nach 19jähriger Zwangsarbeit nur noch Tier ist, durch die Güte eines Geistlichen aber den Menschen in sich wiederentdeckt. Der Kontrapunkt zu Hugos unerschütterlichem Glauben an die Veränderbarkeit des Individuums ist der tyrannische Aufseher Javert, der, getrieben von den Dämonen seiner Biografie, Valjean verfolgt, selbst als dieser zum geachteten Fabrikbesitzer und Bürgermeister einer Kleinstadt gereift ist. Geoffrey Rush ist einer der besten Interpreten, die diese komplexe Figur je erfahren durfte: skrupellos, aber fast ähnlich bedauerns- wie verachtenswert in ihrem auf tiefem Minderwertigkeitsgefühl gründenden Haß. Obwohl August gewohnt statisch inszeniert, und Actionszenen unverändert nicht zu seinen Stärken zählen, überzeugt "Les Miserables" mehr als seine bisherigen Großprojekte "Das Geisterhaus" und "Fräulein Smillas Gespür für Schnee". Deren Zuschauerzahlen aber ohne die Publicity eines aktuellen Beststellers kaum erreichbar scheinen. kob.

Les Misérables

Darsteller:  Liam Neeson   als Jean Valjean
  Geoffrey Rush   als Javert
  Uma Thurman   als Fantine
  Claire Danes   als Cosette
  Hans Matheson   als Marius
  Reine Brynolfsson   als Kapitän Beauvais
  Peter Vaughan   als Bischof
  Mimi Newman   als achtjährige Cosette
 
Regie:  Bille August  
Drehbuch:  Rafael Yglesias  
Produzent:  Sarah Radclyffe  
  James Gorman  
Koproduzent:  Caroline Hewitt  
Buchvorlage:  Victor Hugo  
Kamera:  Jörgen Persson  
Schnitt:  Janus Billeskov Jansen  
Musik:  Basil Poledouris  
Produktionsdesign:  Anna Asp  
  Peter Grant  
Kostüme:  Gabriella Pescucci  
Ton:  David John  

Julianne Moore ganz ohne Motiv

Freut sich auf Richard Gere: Julianne Moore

Freut sich auf Richard Gere: Julianne Moore

Vielbeschäftigt und unersättlich zeigt sich derzeit Julianne Moore. Gerade erst ist ihr aktueller Film "Dem Himmel so fern" in den USA gestartet. Demnächst wird sie in "The Hours" neben Nicole Kidman und Meryl Streep zu sehen sein. Und die Verhandlungen zu ihrem neuen Projekt sind auch schon in der Endphase.

In "Without Apparent Motive" wird die elegante Schönheit neben Richard Gere die Leinwand schmücken. Dabei ist sie alles andere als nur ein hübsches Accessoire. Julianne Moore wechselt nämlich die Fronten und wandelt auf den Pfaden ihres ehemaligen Widersachers Hannibal Lecter. Als Femme Fatale aus gehobenen Kreisen gerät sie unter Verdacht, Businessmänner serienmäßig ins Jenseits zu befördern.

Inszeniert wird der Thriller von dem dänischen Regisseur Bille August, der bereits "Les Misérables" und "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" glanzvoll in Bilder umgesetzt hat. Mit "Without Apparent Motive" feiert er zudem seinen Einzug in Hollywood. Da heißt es: anstrengen!

Star

Liam Neeson

Top-Mime und Jedi-Ritter: Der hoch gewachsene (1,90 m) Schauspieler aus Nordirland ist zwar durch seine Rolle des über tausend Juden rettenden...

Star

Geoffrey Rush

Kostümrollen und exzentrisch-exaltierte Charaktere, komische und liebenswert verrückte Gestalten wie aus den Dramen William Shakespeares sind...

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