Joachim Król
Nadja Uhl
Christian Berkel
Regie: Mennan Yapo
Verleih: X Verleih (Warner)
Auftragsmörder Viktor (Joachim Król) hat sich auf das schwere Gebiet der Kronzeugenbeseitigung spezialisiert und weiß, wie man Observationstechniken der Polizei ins Leere laufen lässt. Womit er sich noch nicht so toll auskennt, ist die Liebe. Als ihm bei seinem neusten Auftrag Nina (Nadja Uhl) in die Quere kommt und er ihr nicht augenblicklich den hübschen Schädel wegbläst, ist es um ihn geschehen. Ein schlechter Zeitpunkt für eine Romanze, zieht doch gerade ein nur für ihn eingerichtetes Sonderkommando die Schlinge um seinen Hals immer enger.
Mal keine spröde Beziehungskiste aus deutschen Landen, sondern ein Killerthriller nach Hollywood-Vorbild. Gute Gelegenheit für Król, mal seine physischen Qualitäten auszuspielen. Tom Tykwer produzierte.
Ein Profikiller, gejagt von einem genialen Profiler, begeht den Fehler seines Lebens: Er verliebt sich in eine geheimnisvolle Frau. Und ist bereit, alles zu riskieren...
Vor den Augen der Polizei dringt der Auftragskiller Viktor (Joachim Król) in eine überwachte Wohnung ein und tötet sein Opfer - ohne jedes Geräusch.
Doch diesmal ist das Opfer nicht allein: Nina (Nadja Uhl), eine junge Frau, schläft in seinem Bett. Ihre Unschuld rührt den Killer und er lässt sie am Leben. Der Auftragsmörder und sein erster Fehler, das ist die klassische Ausgangsposition für einen guten Thriller.
Viktors bisherige Welt gerät ins Wanken. Das erkennt auch der hartnäckige Polizei-Profiler Lang (Christian Berkel), der seine Spur aufnimmt und seine Auftrageber, die ihn liquidieren wollen. Und Viktor selbst, der aber noch einen letzten Auftrag ausführen muss.
Nur Eines hat Viktor dabei nicht eingeplant - die Liebe. Er heftet sich an Ninas Fersen, lernt sie kennen, und allmählich entspinnt sich eine Liebesgeschichte zwischen dem Killer und der vermeintlichen Zeugin. Doch kann er ihr trauen?
Victor ist bereit, alles zu riskieren, doch die Schlinge zieht sich immer enger um ihn zusammen.
Mit fesselnden Bildern erzählt Regisseur Mennan Yapo diese Geschichte um Vertrauen und Verrat. Ein packender, intelligent gemachter Thriller über einen Killer, der alle Sympathien auf seiner Seite hat.
| Darsteller: | Joachim Król | als Viktor | |
|---|---|---|---|
| Nadja Uhl | als Nina | ||
| Christian Berkel | als Lang | ||
| Rudolf Martin | als Strassmann | ||
| Lisa Martinek | als Gerwin | ||
| Peter Fitz | als Hinrich | ||
| Mehmet Kurtulus | als Sicherheitschef | ||
| Wilhelm Manske | als "Russe" | ||
| Jale Arikan | als Die Kettenraucherin | ||
| Michael Rast | als Georg | ||
| Regie: | Mennan Yapo | ||
| Drehbuch: | Lars-Olav Beier | ||
| Produzent: | Stefan Arndt | ||
| Tom Tykwer | |||
| Ausf. Produzent: | Alexander Stigler | ||
| René Richter | |||
| Kamera: | Torsten Lippstock | ||
| Schnitt: | Dirk Vaihinger | ||
| Musik: | Gary Marlowe | ||
| Ben Mono | |||
| Produktionsdesign: | Simon Boucherie | ||
| Kostüme: | Katharina Ost | ||
| Ton: | Alexander von Zündt | ||
| Casting: | Annette Borgmann | ||
Mit der Thriller-Lovestory "Lautlos" gibt Mennan Yapo sein Regiedebüt. Für die DVD hat er noch mal ganze Arbeit geleistet.
Extrem wichtig. Die DVD soll widerspiegeln, wie aufwändig unser Film gemacht ist, obwohl uns kein üppiges Budget zur Verfügung stand. Gleichzeitig soll sie ein Tribut an alle Beteiligten sein. Deshalb haben wir uns für die DVD sehr viel Zeit genommen.
Mir war es auch wichtig, dass das Making-of zum Film - der ja doch schwerer und ruhiger ist - ein bisschen dagegen hält. Natürlich war es sehr konzentrierte Arbeit, aber trotzdem hat man seinen Spaß gehabt.
Ein halbes Jahr hat mich die Zusammenstellung schon in Anspruch genommen. Um die Aufnahmen, den Schnitt und die Interviews hat sich Valentin Werner aufopfernd gekümmert.
Ich wollte, dass die Beteiligten, vor allem die Hauptdarsteller Joachim Król, Nadja Uhl und Christian Berkel, über den fertigen Film sprechen. Es ist einfach etwas anderes, ob man während dem Dreh über seine Arbeit spricht oder wenn man den fertigen Film vorliegen hat.
Wir hatten am Schluss 60 Stunden Material. Über Monate hinweg haben wir dann daraus das Essentielle gefiltert. Mir war es wichtig zu zeigen, was hinter dem Film steckt. Ich wollte dem DVD-Käufer die Idee des Films transparenter machen und nicht nur Anekdoten erzählen. Und die Deluxe-Ausgabe wird dem Projekt absolut gerecht.
Perspektivenwechsel: Wenn eine Tötungsmaschine Gefühle entwickelt (Foto: X Verleih (Warner))
Ja, absolut. Ich habe Valentin von Anfang an unterstützt. Er war jeden Tag beim Dreh dabei und konnte sich so richtig in das Material vertiefen. Ich finde, dass man das auch sieht.
Für mich ist die große Chance bei der DVD, dass man das Filmemachen dem Zuschauer ein Stückweit näher bringen kann. Deshalb war es mir schon wichtig, dass wir von Anfang an auf die DVD achten, dass wir für die DVD alles haben, was man nur haben kann. Von Aufnahmen des Storyboards bis zum Final Grading.
Der Killer hinterlässt seine Spuren und macht sich verwundbar (Foto: X Verleih (Warner))
Schnitt, Musik und Szenenbild waren mir sehr wichtig. Außerdem wollte ich die Vorbereitung zur Arbeit mit den Waffen zeigen. Nicht, weil das etwa 'ne Jungssache ist, sondern weil ich zeigen wollte, dass wir in diesem Bereich wirklich akkurat und mit Profis gearbeitet haben.
Klar entdeckt man Fehler. Vom Buch bis zum Schnitt. Nichts Konkretes. Manchmal beim Schnitt, manchmal bei der Umsetzung. Dann denkt man sich, da hätte ich schneller inszenieren können, da hätte ich mit der Kamera anders arbeiten können...das sind viele Kleinigkeiten, die mir auffallen. Aber das ist normal. Das spiegelt den Wissensstandpunkt des Drehens wider. Es wäre eher traurig, wenn man sagen könnte: Mein Film ist rundum perfekt.
Mennan Yapo zusammen mit Hauptdarstellerin Nadja Uhl (Foto: Norbert Kesten, André Poling)
Das kommt meiner Meinung nach auf die Konstellation an. In meinem Fall war die Kinofassung der Director's Cut. Die Deleted Scenes auf der DVD sind Szenen, die ich selbst gekürzt hatte. Der Film ist so, wie er ist. Ich würde ihn nicht mehr ändern wollen. Ich hatte das Glück, den Film so abliefern zu können, wie ich wollte.
In Amerika ist es natürlich anders. Da kann es schon passieren, dass das Studio so einen Druck ausübt und der Regisseur Szenen herausnehmen muss, die er eigentlich gar nicht herausnehmen will. Also geben sie dir dort die Chance, die eigentliche Fassung auf der DVD in Form eines Director's Cut zu verwirklichen. Das ist in Ordnung, finde ich. Wenn ein Regisseur meint, er wollte das ursprünglich schon immer anders haben, dann kann er das auch auf der DVD so zeigen.
Es war eine einzigartige Erfahrung und eine riesige Herausforderung. Die Truppe ist durch Dick und Dünn gegangen und hat alle Schwierigkeiten bravourös gemeistert. Wir haben von allen Seiten viel Lob erhalten.
Der Film funktioniert auch über die deutschen Grenzen hinaus. Das war mein Ziel. In vier Wochen sind wir noch auf dem AFI-Festival und erst kürzlich haben wir auf dem internationalen Polizei-Filmfestival in Weinheim den ersten Preis gewonnen. Filmemachen muss meiner Meinung nach eine Herausforderung sein. Sowohl filmisch als auch inhaltlich.
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