Deutsch-britische Koproduktion über die heroische Tat eines deutschen U-Boot-Kommandanten. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto39/11390158/b150x150.jpg Laconia

Filmdetails

Laconia

Deutsch-britische Koproduktion über die heroische Tat eines deutschen U-Boot-Kommandanten.


Laconia

Drama

Deutschland/Großbritannien 2010

Ken Duken
Andrew Buchan
Jacob Matschenz

Regie: Uwe Janson

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Inhalt

1942 im Atlantik: Das deutsche U-Boot U 156 versenkt den britischen Truppentransporter Laconia. Doch an Bord des Schiffes waren auch Tausende Zivilisten und Kriegsgefangene. Kommandant Hartenstein nimmt die Schiffbrüchigen auf und bittet um internationale Hilfe. Trotz Rot-Kreuz-Flagge wird das U-Boot von einem amerikanischen Bomber angegriffen und muss tauchen. Dennoch hat Hartenstein durch sein beherztes Eingreifen weit über 1000 Menschenleben gerettet.


Kritik

Laconia

Die Geschichte hat ihn vergessen, aber nach Männern wie Oskar Schindler und John Rabe bekommt nun auch Werner Hartenstein sein filmisches Denkmal.

Im September 1942 versenkt das deutsche U-Boot U 156 den britischen Truppentransporter Laconia. Doch an Bord des Schiffes waren auch Tausende Zivilisten und italienische Kriegsgefangene. Obwohl er ahnt, dass er sich damit in der Admiralität nicht nur Freunde machen wird, nimmt Hartenstein so viele Schiffbrüchige wie möglich an Bord und die übrigen Rettungsboote in Schlepptau. Auf offener Funkfrequenz gibt er seine Position durch und bittet um internationale Hilfe. Trotz Rotkreuzflagge wird das U-Boot von einem amerikanischen Bomber angegriffen und muss tauchen. Dennoch hat Hartenstein durch sein beherztes Eingreifen weit über tausend Menschenleben gerettet.

Der 13 Mio. Euro teure Zweiteiler "Laconia" ist die erste fiktionale deutsch-britische Koproduktion seit vielen Jahren. Das Buch stammt von Alan Bleasdale, Regie führt Uwe Janson. Er hat bereits mit der Teamworx-Produktion "Vulkan" gezeigt, dass er auch mit großen Budgets umgehen kann. Gerade seine Theaterfilme ("Baal", "Lulu", Werther") weisen ihn darüber hinaus als ausgezeichneten Schauspielerregisseur aus.

Davon profitiert auch "Laconia". Natürlich hat der Film große Schauwerte zu bieten, aber das ist bei einer internationalen Koproduktion dieser Kategorie Standard. Zu einem Werk über Mitgefühl und Menschlichkeit in Zeiten des Krieges und zum Fernsehereignis aber wird der Zweiteiler durch die herausragenden Darsteller. Ken Duken hat schon in vielen Rollen seine Klasse bewiesen. Durch seine mimisch und vor allem akustisch sparsame, aber dennoch berührende Verkörperung des stets etwas melancholisch wirkenden heroischen Kommandanten etabliert er sich endgültig in der ersten Reihe des deutschen Schauspiels. Mit ähnlicher Zurückhaltung interpretiert Franka Potente die weibliche Hauptrolle: Die Deutsch-Britin Hilda Schmidt ist mit ihrer kleinen Nichte auf der Flucht vor der Gestapo und will unter dem Namen Hilda Smith mit der Laconia nach England reisen. Der britische Offizier Mortimer (Andrew Buchan), der sich um sie kümmert, entdeckt, dass sie Deutsche ist, verrät sie jedoch nicht. Auch Hartenstein stößt auf Hildas Geheimnis. Er müsste sie eigentlich ausliefern, beweist jedoch erneut seinen Anstand. Während die anderen Rettungsboote auf die angekündigte Hilfe warten, wollen die Insassen von Hildas Boot die Hunderte von Seemeilen entfernte Küste Afrikas erreichen; ein so gut wie aussichtsloses Unterfangen.

Die weiteren Rollen sind gleichfalls ausgezeichnet besetzt. Gerade die kammerspielartigen U-Boot-Szenen gehören dank Matthias Koeberlin, Jacob Matschenz und Frederick Lau zu den stärksten Momenten des Films. Einprägsame Auftritte haben zudem Thomas Kretschmann als Admiral Dönitz und Brian Cox als Kapitän der Laconia. Ein deutliches Manko ist allerdings die sprachliche Gleichmacherei. Weil sämtliche Figuren deutsch reden, verpufft zum Beispiel der erhoffte Effekt, wenn sich Hilda als Deutsche zu erkennen gibt, um Mortimer zu retten. Mitunter hat "Laconia" auch deutliche Längen; gerade die individuellen Schicksale der englischen Reisenden scheinen sich stärker an den britischen Sehgewohnheiten zu orientieren. tpg.

Laconia

Darsteller:  Ken Duken   als Kommandant Werner Hartenstein
  Andrew Buchan   als Offizier Thomas Mortimer
  Jacob Matschenz   als Wachoffizier Mannesmann
  Franka Potente   als Hildegard Schmidt / Hilda Smith
  Matthias Koeberlin   als Leitender Ingenieur Rostau
  Frederick Lau   als Funkgast Fiedler
  Lindsay Duncan   als Elizabeth Fullwood
  Josef du Plessis   als Anthony Bates
  Rebekah Nathan   als Charlotte Bates
  Ludovico Fremont   als Vincenzo di Giovanni
  Nicholas Burns   als Captain Ben Coutts
  Ciarán McMenamin   als Declan McDermott
  Lenny Wood   als Billy Hardacre
  Thomas Kretschmann   als Admiral Karl Dönitz
  Simon Verhoeven   als Kapitänleutnant Harro Schacht
  Brian Cox   als Captain Sharp
  Nikolai Kinski   als Drexler
  Morven Christie  
  Danny Keogh   als Captain Hathaway
  Jannes Eiselen   als Captain Richardson
  Grant Swanby   als Colonel Ronin
  Jörg Malchow   als Weber
  Jodi Balfour   als Sarah Fullwood
  Ben Crompton   als Harry Townes
 
Regie:  Uwe Janson  
Drehbuch:  Alan Bleasdale  
Produzent:  Prof. Nico Hofmann  
  Klaus Zimmermann  
  Dr. Jürgen Schuster  
  Sara Geater  
  Jonathan Young  
  Lorraine Heggessey  
Ausf. Produzent:  Giselher Venzke  
Kamera:  Michael Schreitel  
Musik:  Enjott Schneider  
Produktionsdesign:  Knut Loewe  
Kostüme:  Monika Jacobs  
  Wolfgang Ender  
Maske:  Ayten Morgenstern  
Ton:  Steffen Graubaum  
  Michael Bartylak  
Casting:  Nina Haun  
  Rachel Freck  
  Ana Feyder  

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