Veröffentlicht am 05.09.2013
König von Deutschland Deutschland 2013
König von Deutschland Kinostart 05.09.2013, Deutschland 2013
  • König von Deutschland / Olli Dittrich / Veronica Ferres

  • König von Deutschland / Veronica Ferres / Olli Dittrich

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König von Deutschland - Filmplakat

Hintersinnige Komödie mit Olli Dittrich als durchschnittlichstem Menschen Deutschlands, der zum Orakel für eine Marketingfirma wird. Von Helmut Dietls Sohn David.

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Nicht mehr im Kino Mehr auf video.de Filmstart: 05.09.2013
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Filmkritik zu König von Deutschland

Satire über den durchschnittlichsten Menschen Deutschlands, der zum Orakel für eine Marketingfirma wird.

Thomas guckt am liebsten Fußball und vier Stunden täglich in die Glotze, liest 37 Minuten und unterhält sich 15 Minuten mit der Ehefrau. Zum Höhepunkt braucht er knappe sieben Minuten. Ein wertvolles Objekt für das Marketing. Die Demoskopie für Wirtschaft, Werbung und Politik braucht einen Bürger, der hundertprozentig dem Durchschnitt entspricht. Ein Thema, das David Dietl interessierte. Der gewünschte Proband ist dieser Thomas, der eine stinknormale Ehe mit Frau Sabine führt und sich mit seinem pubertierenden Sohn streitet, ein Eigenheim plant und davon träumt, bei der Rateschau "König von Deutschland" mitzumachen. Als er seinen Job verliert, bricht seine wohlgeordnete Welt zusammen. Doch wie ein Engel bietet ihm ein smarter Marketingmanager eine neue Tätigkeit an. Bald gibt der Naivling Antwort über seine Biermarke, Lieblingsmusik, Krawattenfarbe bis hin zum Lieblingspolitiker, er ist unersetzlich für die Werbung, egal für was. Was er nicht weiß, seine Wohnung ist mit heimlichen Kameras ausgerüstet und total durchwanzt. Totale Überwachung. Spät, aber nicht zu spät, befreit er sich aus der Durchschnittlichkeit.

In vielen kleinen Dingen des Normalos kann sich der Zuschauer wiederfinden, akribisch gesammelte Daten und Statistiken bilden die Basis für diese Satire. Dietls dffb-Abschlussfilm bildet eine Branche ab, die nichts dem Zufall überlässt, wo nicht das Individuum, sondern die Masse zählt, feinste Messmethoden Bedürfnisse herausfinden und lenken. Der maliziöse Film, der trotz absurder surrealer Momente auch etwas bösartiger hätte sein können, arbeitet mit stilisierter Bildsprache und bunten Farben, ordnet den Personen ihr eigenes Universum zu. So wurde die Teeniewelt von Sohnemann und Freundin mit der Handkamera gedreht als Symbol für die (geistige) Beweglichkeit der jungen Leute, das Ehepaar wird oft getrennt in Szene gesetzt, um die emotionale Distanz zwischen ihnen zu unterstreichen, das Marketinginstitut wirkt wie eine kalte Trutzburg und wenn sich Thomas der verehrten Kollegin unter einer alten Eiche nähert, dominieren warme Töne. Die Kombination von Olli Dittrich als graue Maus und Veronica Ferres als gelangweilte Hausfrau mit Lust am Seitensprung funktioniert, die richtige charmant-diabolische Note bringt Wanja Mues als Marketingchef ein. mk.

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Filmhandlung & Hintergrund zu König von Deutschland

Thomas ist in der Midlife-Crisis und hat gerade seinen Job verloren. Ein durchschnittlicher Mensch mit stinklangweiliger Ehe, aufmüpfigen Teenie-Sohn und Traum vom Eigenheim. Der richtige Mann fürs deutsche Marketing. Bald gibt der Naivling Antworten über Biermarke, Lieblingsmusik, Krawattenfarbe bis hin zum Lieblingspolitiker. Was er nicht weiß, er steht unter totaler Überwachung. Es dauert lange, bis er herausfindet, wie er benutzt wird. Spät, aber nicht zu spät befreit er sich aus der Durchschnittlichkeit.



Prädikat wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: WertvollKurztext:

Er hat einen Durchschnittsnamen, sieht durchschnittlich viel Fernsehen, hat einen durchschnittlichen Haarschnitt und seine Familie durchschnittlich gern. Kurzum: Thomas ist Durchschnitt. Für ihn ist das völlig okay, seiner Frau ist das zunehmend egal. Doch für die Marketingindustrie ist Thomas ein Glücksfall. Und so macht sich der aalglatte Werbeunternehmer Sven auf, um Thomas für sein Unternehmen zu gewinnen. Der ist begeistert über seinen neuen Job. Und ahnt nicht, dass er rund um die Uhr ausspioniert wird. Denn was Thomas sagt, macht, denkt und fühlt, soll bald zum Konsum-Standard in Deutschland werden. Als dieser herausfindet, was gespielt wird, gibt es nur einen Ausweg: Aufhören, normal zu sein. Leichter gesagt als getan. David Dietl ist mit seinem Abschlussfilm an der dffb in Berlin eine bissige Satire auf die Werbeindustrie und die Polit-PR gelungen. Ein großartiger Olli Dittrich gibt den naiven Helden Thomas, der ahnungslos in die Falle der Maschinerie stolpert und doch genügend Rückrat besitzt, um sich nicht als Spielzeug der Werbemacher benutzen zu lassen. Veronica Ferres als heuchlerisch brave Ehefrau Sabine und Wanja Mues als zynisch-kalter Werbemacher überzeugen gleichermaßen in ihren Rollen. Dietl legt den Finger auf die Befindlichkeiten einer Gesellschaft, die hin- und her schwankt zwischen normierter Gleichschaltung und dem heftigen Drang, immer besonders und außergewöhnlich zu sein, was inzwischen natürlich auch "ganz normal" ist. Dialoge mit Biss, Schauspieler in Topform und eine beschwingte Inszenierung - deutsches Nachwuchskino, im wahrsten Sinne überdurchschnittlich gut.

Jurybegründung:

KÖNIG VON DEUTSCHLAND behandelt als Satire genau die Themen, die immer und immer wieder aktuell sind, doch selten so politisch brisant waren. So konzentrierte sich z.B. Peter Weirs DIE TRUMAN SHOW auf das Sozialleben bzw. auf die Wirkung der Medien auf das Bewusstsein des Zuschauers. KÖNIG VON DEUTSCHLAND aber ergreift die Gelegenheit, aufs Ganze zu gehen: die gesamte Ausrichtung eines deutschen "Normalos" soll durchleuchtet werden. Dazu konstruiert der Film eine Geschichte, die in ihrer Normalität beispielhaft ist. Und unterstellt eine Dauerversuchsanordnung des durchschnittlichen Deutschen, die absolut glaubwürdig erscheint.
Weder das private noch das soziale oder politische Leben, und mag es auch noch so marginal in seiner Wirkung sein, bleiben unbeobachtet. Dazu wird eine Marketing-Agentur eingeführt, die sich Thomas Müller, so heißt hier der Durchschnittsdeutsche, als Versuchskaninchen hält. Müller, gespielt von Olli Dittrich, weiß davon natürlich gar nichts und wird erst sehr viel später von seinem medienkritischen Sohn darauf hingewiesen, dass er ein Opfer und kein Wortführer ist, wie er selbst gerne vermuten möchte. Denn schließlich hat er im Supermarkt genau das entdeckt, was er sich schon lange wünschte und vor kurzem auch auf seiner Geburtstagsfeier forderte: den Kronkorken mit Schraubdeckel-Verschluss, ein bis dahin unerfüllter Traum des deutschen Biertrinkers.
Das Verdienst des Filmes ist es, dass er seine Figuren ernst nimmt und sie nicht unerträglich überinszeniert. Sowohl Olli Dittrich als Thomas Müller, als auch seine Partnerin Sabine, gespielt von Veronika Ferres, wirken so glaubwürdig durchschnittlich, dass sich mancher Kinogänger hier wiedererkennen mag. Dass der Film in der persönlichen Wunscherfüllung und nicht im politischen Aufbegehren endet, wurde von der Jury teilweise mit Unverständnis zur Kenntnis genommen, findet jedoch in der Glaubwürdigkeit der Figur seine Ursache. Dass der Durchschnittsdeutsche nicht plötzlich über seinen Schatten springt oder sich zum großen Individualisten wandelt, erscheint nur folgerichtig.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel König von Deutschland
OV -
OmU -
Genre Komödie
Filmpreis -
USA-Start -
Kinostart (D) 05.09.2013
Besucher (D) 32.067
Einspielergebnis (D) € 202.148
Bes. (EDI) 32.067
Bes. (FFA) 30.272
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
WWW -
Cast & Crew in König von Deutschland
Regisseur David Dietl Künstlerporträt 804013 Dietl, David Regisseur © Jan Rasmus Voss
Darsteller Olli Dittrich Künstlerporträt 713895 Dittrich, Olli / Deutscher Filmpreis 2012 / LOLA Awards Thomas Müller © Kurt Krieger
Darsteller Veronica Ferres Künstlerporträt 835743 Ferres, Veronica / 64. Berlinale 2014 Sabine Müller © Kurt Krieger
Darsteller Wanja Mues Filmbild 720407 Kommissar Stolberg: Im Dunkeln (ZDF / Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)) / Wanja Mues Stefan Schmidt © ZDF/Kai Schulz
Darsteller Katrin Bauerfeind Künstlerporträt 457494 Bauerfeind, Katrin Ute © RBB / Jenny Sieboldt
Darsteller Jonas Nay Alexander Müller
Darsteller Jella Haase Filmbild 679890 Kriegerin / Jella Haase Mira © Ascot Elite (24 Bilder) / Alexander Janetzko
Darsteller Stephan Grossmann Setbild 820657 Tatort: Die fette Hoppe (MDR) / Stephan Grossmann Kurt Knister © MDR/Andreas Wünschirs
Darsteller Mirco Reseg Filmbild 797300 Inga Lindström: Wer, wenn nicht du (ZDF) / Mirco Reseg Kai Licht © ZDF/Marco Meenen
Drehbuch David Dietl Künstlerporträt 804013 Dietl, David Drehbuch © Jan Rasmus Voss
Weitere Darsteller
Produzent
Produktionsleitung
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Kostüme
Maske
Casting
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