Deutsch-deutsche Liebeskomödie über einen Wessi-Teenager, der einen Ausflug in die DDR macht und "drüben" bleiben muss. http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz30/z0430509/b150x150.jpg Kleinruppin Forever

Filmdetails

Kleinruppin Forever

Deutsch-deutsche Liebeskomödie über einen Wessi-Teenager, der einen Ausflug in die DDR macht und "drüben" bleiben muss.


Kleinruppin Forever
Start: 09.09.2004

Komödie / Drama

Deutschland 2004
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Tobias Schenke
Anna Brüggemann
Michael Gwisdek

Regie: Carsten Fiebeler
Verleih: Senator

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Mitte der 80er Jahre reist der 19-jährige Tim (Tobias Schenke), seines Zeichens angehender Tennisprofi und Schwarm aller Mädels seiner Jahrgangstufe, mit der Schulklasse in die DDR. Dort wird er von seinem ihm bislang unbekannten Zwillingsbruder aus Neuruppin kurzerhand ausgeknockt und in seiner Person beerbt. Zurückgelassen hinterm eisernen Vorhang bleibt dem verwöhnten Tim nichts anderes übrig, als sich mit dem real existierenden Sozialismus zu arrangieren.

Charme, Einfallsreichtum und jede Menge nostalgischer 80er-Rückblick könnten Carsten Fiebelers deutsch-deutsche Teeniekomödie zum Sleeperhit an den Kinokassen machen.


Kritik

Geld oder Liebe? In dem nostalgischen Ost-West-Spaß lernt Tobias Schenke Licht- und Schattenseiten dies- und jenseits der Mauer kennen.

Großansicht In der DDR ist so einiges anders (Foto: Senator)

In der DDR ist so einiges anders (Foto: Senator)

Man gehe 20 Jahre zurück und stelle sich vor, die Mauer stünde noch. Als Wessi befindet man sich auf Klassenfahrt in der DDR und wird dort blöderweise vergessen. Ein Albtraum!

So ähnlich ergeht es dem angehenden Tennisprofi Tim (Tobias Schenke) aus Bremen. Der 19-Jährige läuft im Osten zufällig seinem Zwillingsbruder Ronnie, von dessen Existenz er bis dato gar nichts wusste, über den Weg.

Ronnie (ebenfalls von Schenke gespielt), nutzt seine Chance, haut Tim eins über die Rübe und geht an seines Bruders Statt in den Westen.

Großansicht Tim ist der Coole von der Schule (Foto: Senator)

Tim ist der Coole von der Schule (Foto: Senator)

Der gute, alte Osten

Der verdutzte Tim muss sich fortan mit der nervigen Stasi, einem trotteligen Ersatzvater (zum Knuddeln: Michael Gwisdek) und gescheiterten Fluchtversuchen herumärgern.

Als er aber eines Tages der wunderbaren Jana (Anna Brüggemann) begegnet, muss Tim sich entscheiden: Karriere im Westen oder Liebe im Osten?

Mit viel Liebe zum Detail und jeder Menge "ostalgischer" Erinnerungen hat der gebürtige Zwickauer Carsten Fiebeler eine charmante Liebeskomödie inszeniert, angesiedelt zwischen dem frivolen Humor von "Sonnenallee" und dem hintersinnigen Spaß aus "Good Bye, Lenin!". Hitverdächtig!

Kleinruppin Forever

Darsteller:  Tobias Schenke   als Tim/Ronnie
  Anna Brüggemann   als Jana
  Michael Gwisdek   als Erwin
  Uwe Kockisch   als Vater
  Tino Mewes   als René
  Toni Snétberger   als Niklas
  Florian Panzner   als Heiko Koslowski
  Sebastian Kroehnert   als Max
  Tobias Kasimirowicz   als Mathieu
  Michael Kind   als Koslowski
  Heike Jonca   als Mutter
  Alexander Hörbe   als Trainer
 
Regie:  Carsten Fiebeler  
Drehbuch:  Sebastian Wehlings  
  Peer Klehmet  
  A. Kühne  
Produzent:  Dirk Beinhold  
Koproduzent:  Dr. Stefan Gärtner  
  Katrin Holetzeck  
Kamera:  Bernhard Jasper  
Schnitt:  Antje Zynga  
Produktionsdesign:  Björn Nowak  
Kostüme:  Aenne Plaumann  

"Niemand sagt nein, wenn Hollywood ruft"

Pubertäts-Klamotten wie "Harte Jungs" und Psycho-Dramen à la "Ein Leben lang kurze Hosen" - Tobias Schenke ist einer der vielseitigsten Schauspieler Deutschlands und fängt jetzt erst richtig an!

Großansicht Tobias Schenke in "Kleinruppin Forever": Doppelrolle als "Ossi" und "Wessi" (Foto: Senator)

Tobias Schenke in "Kleinruppin Forever": Doppelrolle als "Ossi" und "Wessi" (Foto: Senator)

» Von den "Harten Jungs" nach "Kleinruppin forever". Ein ziemlicher Sprung.

TOBIAS SCHENKE:

"Kleinruppin forever" ist eine andere Schiene, ein anderer Humor. Bei "Harte Jungs" gab es Slapstick satt, ein großer kommerzieller Erfolg. Diese Komödie war für mich ein Geschenk und hat mir geholfen, bekannt zu werden, aber letztendlich auch das Leben etwas schwerer gemacht für den Weg, den ich eigentlich gehen wollte.

» Wohin führt der?

Ich will vielfältig bleiben, mich nicht auf ein Genre festlegen, sondern vieles ausprobieren. Seit meinem 12. Lebensjahr drehe ich, mir ist das Glück in den Schoß gefallen. Jetzt hoffe ich auf weitere interessante Angebote, vielleicht auch mal Richtung Fantasy wie "Der Herr der Ringe" oder Science Fiction.

Großansicht Der große Durchbuch kam mit "Harte Jungs" (Foto: Constantin)

Der große Durchbuch kam mit "Harte Jungs" (Foto: Constantin)

» Ruft Hollywood bereits?

Nicht unbedingt. Ich arbeite gerne hier, bin aber auch gerne in der Welt unterwegs und möchte schon mal raus, internationale Set-Luft schnuppern. Niemand sagt nein, wenn Hollywood anklingelt, aber man sollte nicht darauf bauen oder sich zu große Illusionen machen.

» Du wurdest auf dem Schulhof in Kleinmachnow entdeckt, die Angebote folgten Schlag auf Schlag. Wie bist du mit dem frühen Ruhm zurechtgekommen?

Am Anfang war ich schrecklich schüchtern. Die Begeisterung meiner Eltern hielt sich in Grenzen, sie ließen mich aber machen. Fünf Jahre habe ich quasi am Stück gedreht und unheimlich viel erlebt, wahnsinnig gute Leute getroffen. In der Schule fühlte ich mich eine Zeitlang nicht mehr so wirklich wohl, aber ich habe immer noch Freunde von früher. Ich bin eigentlich ein ganz normaler Typ mit Lust auf Leben, das heißt mal durch Scheiße gehen, mal glückliche Momente auskosten.

Großansicht Tobias als Timo in der Milieu-Komödie "Der letzte Lude" (Foto: Constantin)

Tobias als Timo in der Milieu-Komödie "Der letzte Lude" (Foto: Constantin)

» In "Kleinruppin forever" spielst du in einer Doppelrolle einen "Osssi" und einen "Wessi". Was bedeuteten dir die Figuren?

Ich fand beide total spannend. Da ich aus dem Osten komme, konnte ich den "Ossi" natürlich freier spielen. Da brauchte mir der Regisseur nicht viel sagen. Bei dem Wessi mit dieser Popperkultur aus den 80er Jahren musste ich mich etwas einfinden. Mir gefällt es, dass da einer aus dem Westen im Osten etwas dazulernt, plötzlich ganz andere Dinge zählen.

» Am Ende gibt der Wessi aus Liebe alles auf. Könntest du dir so etwas vorstellen?

Der ganze Film ist etwas märchenhaft, aber da gibt es schon eine Wahrheit. Ich finde es toll, dass ein Typ wegen einer Frau auf fetten Luxus verzichtet und in ein fremdes Land zurückkehrt. Das könnte auch Afrika oder sonst wo sein. Er gehorcht seinem Gefühl, was kann ihm besseres passieren?

Großansicht "Kleinruppin Forever": Egal ob Ossi oder Wessi - die Polizei kontrolliert jeden (Foto: Senator)

"Kleinruppin Forever": Egal ob Ossi oder Wessi - die Polizei kontrolliert jeden (Foto: Senator)

» Nervt dich dieses "Ossi"-"Wessi"-Gerede?

Ich bin so Fifty-Fifty: in der DDR aufgewachsen, habe viel im Westen gedreht und lebe jetzt in Kreuzberg. Als die Mauer fiel war ich acht Jahre alt, der Westen kam nicht zackzack, sondern das dauerte. Ich kannte Ladas und Trabis, wusste wie die Wurst im Osten schmeckte und konnte eine wunderbare Kindheit genießen. Als anarchistisch veranlagter Mensch fühle mich weder als Ossi, Wessi oder Deutscher, sondern als eine Person, die auf diesem Planeten lebt. Nichts gegen Zusammenwachsen, aber es lebe der Unterschied!

Star

Tobias Schenke

In zwei Filmen konnte er sein bestes Stück nicht unter Kontrolle bringen und musste feststellen, das ER das Zepter in der Hand hält: "Harte...

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Anna Brüggemann

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