Tragische Komödie über die Probleme einer Familie nach dem überraschenden Tod der Mutter. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz33/z0233504/b150x150.jpg Kleine Missgeschicke

Filmdetails

Kleine Missgeschicke

Tragische Komödie über die Probleme einer Familie nach dem überraschenden Tod der Mutter.


Kleine Missgeschicke
Start: 26.09.2002

Originaltitel: Små ulykker

Drama / Komödie

Dänemark 2001
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Jorgen Kiil
Maria Würgler Rich
Jannie Faurschou

Regie: Annette K. Olesen
Verleih: Senator

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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lau

Inhalt

Nach dem Unfalltod von Mutter Ulla tritt der Familienclan zusammen, um bei Kaffee und Kuchen alte Wunde aufzureißen, neue zu schaffen und die Fronten im Verwandschaftsgeflecht zu klären. Tochter Eva (Jannie Faurschou), Künstlerin und schwarzes Schaf der Familie, macht keinen Hehl daraus, der Verstorbenen keine Träne nachzuweinen, während Nesthäkchen Marianne (Maria Würgler Rich) so tief in der Trauer steckt wie ihre streitlustigen Brüder in der Beziehungskrise. Als der Verdacht aufkommt, Marianne habe etwas mit ihrem eigenen Vater, scheint das Tischtuch endgültig zerschnitten.

Skurrile Typen, Menschlichkeit und staubtrockener Humor kennzeichnen diese ausnahmsweise nicht im Dogma-Stil angerichtete Familienkomödie aus dem kleinen aber feinen Filmland Dänemark.


Kritik

Kleine Missgeschicke

Die Dänen kriegen es immer wieder fertig, aus ganz normalen Geschichten spannendes und menschliches Kino zu machen. Von Familienkatastrophen und anderen Kleinigkeiten erzählt Annette K. Olesen in ihrem glänzenden Spielfilmdebüt - traurig, herzerfrischend und komisch. Am Ende mag man diese skurrile und sympathische Mischpoke.

Wer "Italienisch für Anfänger" liebt, wird auch "Minor Mishaps" (Kleine Missgeschicke) und seine Family-Members ins Herz schließen. Nach dem plötzlichen Unfalltod der Mutter rückt die Familie in Kopenhagen zusammen. Da ist Papa John, ein Spaßvogel, der beim Essen schon mal mit dem Kopf in den Teller kippt, was aber niemanden stört, seine Scherze sind nicht neu. Nesthäkchen Marianne, die den Vater bemuttert und per Anzeige einen Partner sucht, die ältere Schwester Eva, die vom Haiku-Dichten zur Malerei schwenkt und jedesmal aufs Klo muss, wenn sie vor der Leinwand steht, Bruder Tom, ein erfolgreicher Architekt, der Familie und Beruf nicht unter den Hut bekommt und Onkel Soren, der es sich nach einem Arbeitsunfall vor dem Fernseher bequem gemacht hat und entdeckt, dass seine Frau aus Frust fremdgeht. Harmonie und heile Welt bröckeln, jeder versucht auf seine Weise, das aus den Fugen geratene Leben wieder in den Griff zu bekommen. Was nur schwer gelingt, denn das Trüppchen tappt immer in selbst gestellte Gefühlsfallen. Und wenn dann noch das liebevolle Verhältnis zwischen Vater und jüngster Tochter als inzestuös missgedeutet wird, kracht's laut im Familiengebälk. Aber weit entfernt von der Härte eines Lars von Trier, rauft man sich hier wieder zusammen und startet noch einmal durch. Unter neuem Vorzeichen. In dieser Familienidylle mit kleinen Fehlern kämpfen die Protagonisten um ihre Lebensträume, die mal zerplatzen und dann sich wieder erfüllen. Man nimmt Schicksalsschläge nicht auf die leichte Schulter, suhlt sich aber auch nicht in Selbstmitleid. Olesen inszenierte diese Tragikomödie nicht nach strengen Dogma-Regeln, sondern orientiert sich am direkten Stil des britischen Regisseurs Mike Leigh: das Projekt beginnt ohne Skript, die Schauspieler erfinden Figuren und reichern sie mit eigenen Erfahrung an, letztendlich wird ein Charakter pro Schauspieler ausgewählt, aus Improvisationen und Rollenspielen destilliert sich die endgültige Handlung. "Kleine Missgeschicke" ist ein Feelgood-Movie mit Widerhaken, staubtrockenem Humor und hohem Menschelfaktor. Am Ende fühlt man sich rundum glücklich. Bleibt zu hoffen, dass dieses Glücksgefühl auch bald dem Zuschauer im Kino zuteil wird. mk.

Kleine Missgeschicke

Darsteller:  Jorgen Kiil   als John
  Maria Würgler Rich   als Marianne
  Jannie Faurschou   als Eva
  Henrik Prip   als Tom
  Jesper Christensen   als Sören
  Karen-Lise Mynster   als Hanne
  Tina Gylling Mortensen   als Ellen
  Julie Wieth   als Lisbeth
  Heine Ankerdal   als Peter
  Kristian Leth   als Pelle
  Vigga Bro   als Ulla
  Jesper Hyldegaard   als Anders
  Mads Michael Wille   als Junger Mann
  Pia Rosenbaum   als Hekla
  Oliver Appelt Nielsen   als Martin
  Gustav Sögaard Jakobsen   als Hasse
  Martin Madsen   als Zeitungsangestellter
  Lars Oluf Larsen   als Kirchenangestellter
  Petrine Agger   als Britt
 
Regie:  Annette K. Olesen  
Drehbuch:  Kim Fupz Aakeson  
Produzent:  Ib Tardini  
Ausf. Produzent:  Peter Aalbæk Jensen  
Kamera:  Morten Søborg  
Schnitt:  Nicolaj Monberg  
Musik:  Jeppe Kaas  
Produktionsdesign:  Trine Padmo Olsen  
Kostüme:  Helle C. Nielsen  
Ton:  Anne Jensen  

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