Spaßiges, mit Comic-Gewalt und -Humor bestückte Genre-Spiel über den Dreh eines Genre-Films. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz29/z0229037/b150x150.jpg Kai Rabe gegen die Vatikankiller

Filmdetails

Kai Rabe gegen die Vatikankiller

Spaßiges, mit Comic-Gewalt und -Humor bestückte Genre-Spiel über den Dreh eines Genre-Films.


Kai Rabe gegen die Vatikankiller
Start: 26.11.1998

Komödie / Kriminalfilm

Deutschland 1998
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Steffen Wink
Klaus J. Behrendt
Sandra Speichert

Regie: Thomas Jahn
Verleih: Warner

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

Film ist Mord. Das bekommt Regisseur Rufus gleich bei seiner ersten Kinoproduktion "Die Vatikankiller" zu spüren. Starlet Carla, das ihrem Regisseur bereitwillig bis ins Bett folgt, wird ermordet. Das ruft Mordkommissar Bernd an den Set, der sich mit dem Star des Films, Kai Rabe, feuchfröhlich verbrüdert und mit Hauptdarstellerin Maria anbändelt statt zu ermitteln.


Kritik

Kai Rabe gegen die Vatikankiller

In einem Blitzstart nach Maß legte Thomas Jahn sein Regiedebut "Knockin' on Heaven's Door" hin. Mit seinem zweiten Film beweist er, daß er keine Eintagsfliege ist. In einer Mischung aus Sex, Crime und schwarzem Humor decouvriert er die glamouröse Filmbranche als Hort des Bösen, in der jeder gegen jeden kämpft und im wahrsten Sinne des Wortes die Messer wetzt. Schließlich geht es nicht um das Gute im Menschen, sondern nur um Geld.

"Film ist Krieg, mein Freund" hieß es in Helmut Dietls "Rossini", bei Thomas Jahn geht es schon rabiater ans Eingemachte, lautet die Devise "Film ist Mord". Im wahrsten Sinne des Wortes. Am Set von Regisseur Rufus Lindner (Stefan Jürgens) geht es zu wie im Irrenhaus. Ein deutscher Star namens Kai Rabe ("Noch"-Schimanski-Assi Steffen Wink), der mehr Jack Daniels im Blut hat als rote Blutkörperchen, bringt durch Nuschelei den Tonmann zur Verzweiflung, eine junge Nachwuchsdarstellerin wird bestialisch ermordet, Kommissar Krüger (als liebenswerter Loser Klaus J. Behrendt) führt die Ermittlungen, kann aber nicht verhindern, daß Kai Rabe vor laufender Kamera mit scharf geladener Waffe für einen zweiten Mord sorgt. Damit nicht genug, heuert der um sein Leben fürchtende Rabe zwei israelische Bodyguards an, die nichts Besseres zu tun haben, als zwei Groupies ins Jenseits zu befördern. Produzent und Sex-Maniac Lütter (Heinz Hoenig) reibt sich die Hände, Mord belebt das Geschäft, da spart man Werbung, auch wenn Rabes Agentin (Hannelore Elsner) den letzten Pfennig aus ihm herauspreßt. In diesem Sodom und Gomorrha erscheint der versoffene Kommissar Krüger, der sich mit roten Ohren und klopfenden Herzen in die Hauptdarstellerin (Sandra Speichert) verliebt, noch als hehre Lichtgestalt. Ob die Vatikankiller, die schon Marilyn Monroe, Malcom X, Jim Morrison und Janis Joplin abmurksten, ihre Hände im Spiel haben, der berühmte Gärtner, oder ein Crew-Mitglied, bleibt bis zum Ende offen.

Thomas Jahn haut fest auf den Putz, benutzt Klischees und führt sie gleichzeitig ad absurdum, seine Typen sind Prototypen. Dabei schlachtet er genußvoll Heilige Kühe, kennt keine Tabus - vor allem nicht sprachlich. Da wimmelt es von "Kultkrähen", "four letter words" und von Sprüchen wie "Wer was werden will, geht immer durchs Unterholz". Besonders Heinz Hoenig läßt kein verbales Fettnäpfchen ungenutzt, kommt auch taktil schnell zur Sache. "Kai Rabe" gewinnt sicherlich keinen Preis für subtile Zwischentöne, sondern startet einen populären Angriff auf das Zwerchfell mit einer Mischung aus Klamauk und Komik, die sich teilweise zur Satire und zur zynischen Abrechnung mit dem Filmgeschäft entwickelt - außen hui, innen pfui. Hervorragend die Schauspieler: Allen voran Hannelore Elsner, die - hier mehr Beast als Beauty - alle raffiniert finanziell über den Tisch zieht, Heinz Hoenig, der als skrupelloser Produzent nur Dollarzeichen sieht und über Leichen geht, und Klaus J. Behrendt, der als ehrliche Haut aus seiner Tatort-Vergangenheit schöpft. Die Melange aus bekannten Stars und Newcomern (Sönke Wortmann hat einen Cameo-Auftritt) verleiht der kruden Komödie neben schrägen Dialogen den notwendigen Pep. Rund 50 Prozent des Stabes waren schon bei "Knockin'" mit von der Partie, auch Knockin'-Veteranen wie Thierry von Werveke, Huub Stapel oder Jan Josef Liefers geben sich ein Stelldichein. Feinsinnigen Zeitgenossen bereitet dieses 100%ige Popcorn-Movie unter dem Motto Tarantino meets Rodriguez sicherlich Qual, bei den Kids im Saturday-Night-Fever sollte es einschlagen wie eine Bombe. Lütters alias Hoenig im Film geäußerte Prognose "Die Kinokassen tanzen Tango" könnte in Erfüllung gehen. mk.

Kai Rabe gegen die Vatikankiller

Darsteller:  Steffen Wink   als Kai Rabe
  Klaus J. Behrendt   als Bernd Krüger
  Sandra Speichert   als Maria Rall
  Stefan Jürgens   als Rufus Lindner
  Heinz Hoenig   als Egon Lütter
  Hannelore Elsner   als Hilde Strassburger
  Jan Josef Liefers   als Marc Hohlmann
  Mirco Nontschew   als Salomon
  Ercan Durmaz   als Hesekiel
  Edgar Selge   als Michael Walner
  Anna Loos   als Esther
  Thierry van Werveke   als Aufnahmeleiter
  Markus Knüfken   als Kurzte
  Dietmar Bär   als Produzent
  Bernd Michael Lade   als Autor
  Huub Stapel   als Karl Bresser
  Brion James   als Mönch
  Gunda Ebert   als Carla Kralski
  Andreas Schmidt   als F/X-Mann
  Steffen Schult  
  Ellen ten Damme   als Stefanie Rabe
  Jeanne Tremsal  
  Camilla Renschke   als Freundin
  Robert Stadlober   als Junge 1
  Roman Sauer   als Junge 2
  Maurice Kumar   als Junge 3
  Wolfgang Kaven   als Pathologe
  Christopher Zumbült   als Kadettfahrer
  Gottfried Vollmer   als Gerichtsvollzieher
  Mazerinné Holskamp   als Franz Krüger
  Tom Jahn   als Taxifahrer 1
  Jürgen Bierfreund   als Taxifahrer 2
  Lolita Wopendzik   als Groupie
  Falko Freitag   als Nachtportier
  Rachael Crawford   als Maskenbildnerin
  Thomas Huber  
  Nicole Ansari   als Redakteurin
  Christof Wackernagel   als Arzt
  Oliver Kalkofe   als Oliver Kalkofe
  Peter Kloeppel   als Peter Kloeppel
  Sönke Wortmann   als Sönke Wortmann
  Cherno Jobatey   als Cherno Jobatey
  Roger Willemsen   als Roger Willemsen
  Susan Atwell   als Susan Atwell
  Andreas Lukoschik   als Andreas Lukoschik
  Bärbel Schäfer   als Bärbel Schäfer
  Kai Böcking   als Kai Böcking
  Tito Larriva   als Bandmitglied
  Nadine Krüger   als Nadine Krüger
 
Regie:  Thomas Jahn  
Drehbuch:  Thomas Jahn  
Produzent:  Oliver Stoltz  
  Michael Souvignier  
  Thomas Jahn  
Kamera:  Piotr Lenar  
Schnitt:  Andrea Mertens  
Musik:  Tito Larriva  
Produktionsdesign:  Monika Bauert  
Kostüme:  Andreas Janczyk  
Ton:  Dirk Jacob  

Hinter den Kulissen: So wurde "Spirit" Leben eingehaucht

"Spirit - Der wilde Mustang" ist ein mitreißender Zeichentrickfilm über ein unzähmbares Wildpferd, der beweist, dass die traditionelle Zeichentrickkunst alles andere als traditionell ist.

<br />Spirit in typischer Pose


Spirit in typischer Pose

Die Geschichte über den Mustang Spirit, der in der Weite der amerikanischen Prärie lebt, ist der technologisch anspruchsvollste Zeichentrickfilm, den Dreamworks bisher realisiert hat und die perfekte Kombination von modernster Computeranimation und klassischer Trickfilmkunst.

Allerdings, ob nun 2D oder 3D oder beides miteinander kombiniert: Pferde sind extrem schwer zu zeichnen und naturgetreu in Szene zu setzen. Die stark ausgeprägte Muskulatur, die bei jeder Bewegung sichtbar wird, unterschiedliche Gangarten etc.: Das alles stellt jeden Zeichner vor eine besondere Herausforderung.

Dies sind wohl auch die Gründe dafür, dass vor Spirit kein Pferd eine Hauptrolle in einem Zeichentrickfilm übernehmen durfte. Das Animationsteam hatte, bevor es Spirit auf die Leinwand galoppieren ließ, die vielen Besonderheiten der Bewegung und der Anatomie ausgiebig studiert.

Davor wurde das lebende &quot;Objekt&quot; eifrig studiert

Davor wurde das lebende "Objekt" eifrig studiert

Musik und Bilder statt vieler Worte

Jeder Gedanke, jedes Gefühl musste ausschließlich durch Körpersprache, Mimik und Wiehern - das von echten Pferden aufgenommen wurde - ausgedrückt werden. Denn die Pferde im Film können nicht sprechen.

Entstanden ist "Spirit" wie ein Stummfilm: Sprechertext, Musik und Songs wurden erst nach Fertigstellung der Bilder hinzugefügt. Von Anfang an sollte die Geschichte vor allem visuell erzählt werden, nur Spirits Gedanken sind manchmal zu hören: Steffen Wink leiht als Ich-Erzähler den Gefühlen des Hengsts in den Schlüsselszenen seine Stimme.

Liebe, Trauer, Angst, Sehnsucht - das alles drückt sich dazu auch in den einfühlsamen Songs von Hartmut Engler und der bewegenden Musik von Hans Zimmer aus.

Beim gro&szlig;en Cannes-Event sang Bryan Adams die Original-Songs live zum Film

Beim großen Cannes-Event sang Bryan Adams die Original-Songs live zum Film

Die Liebe zum Wilden Westen

Die Landschaft des amerikanischen Westens ist als Heimat der Wildpferde ein wichtiger Bestandteil des Films, auch wenn auf geografische Authentizität weitestgehend verzichtet wurde.

Kühle Blau- und Grüntöne vermitteln das Gefühl von Freiheit und Freude. Gedämpfte warme Farben wie Gelb und Braun wurden eingesetzt, um eine bedrückende Stimmung zu schaffen. Die offene Prärie und die Wüste, die sich bis zum Horizont erstrecken, und die herrlichen Bergketten der weiten Canyons des amerikanischen Westens ergeben jeweils ein wunderbares Panorama.

Die amerikanische Pr&auml;rie: Mit viele Liebe zum Detail gezeichnet

Die amerikanische Prärie: Mit viele Liebe zum Detail gezeichnet

Monumentales Zeichnen

Um den Herausforderungen einer überzeugenden Naturdarstellung auf der Leinwand gerecht zu werden, gab es für die Filmemacher nur eine Wahl: Es musste in Cinemascope gedreht werden.

Für das Animationsteam bedeutete das bis zu vierzig Prozent mehr Trickszenen. Mit vierundzwanzig Einzelbildern pro Sekunde war das sowohl für die traditionellen Animatoren als auch für die digitalen Künstler ein gutes Stück Arbeit.

Dafür wurde eigens der "ToonShooter", entwickelt: Er erlaubte den Animatoren, handgezeichnete Trickvorlagen einzuscannen und sie mit anderen Elementen wie Figuren, Hintergründe und Effekte zu kombinieren.

Die Illusion einer unendlichen, abwechslungsreichen Umgebung, die als perfekter Hintergrund der Geschichte diente, entstand.

<br />Steffen Wink und Hartmut Engler<br />im Tonstudio


Steffen Wink und Hartmut Engler
im Tonstudio

Die deutschen Stimmen

Steffen Wink, der Erzähler, begeisterte als jugendlicher Partner von Götz Georges "Schimanski" in den 90ern die Fernsehzuschauer. Mit Filmen wie "Bin ich schön??" von Doris Dörrie und "Kai Rabe gegen die Vatikankiller" von Thomas Jahn eroberte der Wahl-Münchner auch die Leinwand.

Wie sein amerikanisches Alter Ego Matt Damon, der seine Rolle so verstand, als säße er mit seinem kleinen Neffen am Lagerfeuer und erzähle ihm die Geschichte vom Mustang Spirit, vermag auch er mit seiner Stimme Spirit zum Leben zu erwecken.

Für alle, denen der Mustang und der Wilde Westen gar nicht aus dem Kopf gehen, gibt es übrigens ein Spiel zum Film für den virtuellen Ritt in die unendliche Weite des Wilden Westens.

Star

Steffen Wink

Steffen Wink machte Ende der 1990er-Jahre in Kinofilmen wie "Bin ich schön?" und "Kai Rabe gegen die Vatikankiller" auf sich aufmerksam. Ab...

Star

Klaus J. Behrendt

1988 feierte Klaus J. Behrendt in der Rolle des Jupp Kowalla in der Ruhrpott-Saga "Rote Erde II" seinen Durchbruch im TV-Geschäft....

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

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