Originaltitel: Johnny English 2
Großbritannien 2011
Rowan Atkinson
Gillian Anderson
Dominic West
Regie: Oliver Parker
Verleih: Universal
Nach einem gescheiterten Auftrag in Mosambik zieht sich der MI7-Topspion Johnny English fernab der Zivilisation nach Tibet zurück, um sich von der peinlichen Schmach zu erholen. Doch es dauert nicht lange, bis seine Dienste wieder gefragt sind: Das Leben des chinesischen Premierministers ist in Gefahr, und dadurch droht ein nuklearer Krieg. Gut, dass der Geheimagent sich noch von einem tibetischen Mönch in asiatischer Kampfkunst hat unterweisen lassen. Johnny English ist bereit für seine nächste Mission.

Star-Komiker Rowan Atkinson hat seine kreative Pause genutzt und findet als trotteliger Bond-Verschnitt unter der Regie von Oliver Parker ("Othello") zu alter Stärke zurück.
Wenn man sich für ein Sequel acht Jahre Zeit lässt, dann darf man als Zuschauer einiges erwarten. Und die Fortsetzung der lupenreinen James-Bond-Persiflage, deren Original rund 3,5 Millionen deutsche Besucher in die Kinos lockte, kann sich fürwahr sehen lassen. Denn auch "Johnny English - Jetzt erst recht" (den deutschen Untertitel "lieh" man sich passenderweise vom dritten "Stirb langsam"-Teil) ist erneut voll und ganz auf den britischen Star-Komiker Rowan Atkinson zugeschnitten. Dieser entfacht einmal mehr in bester "Mr. Bean"-Manier ein prächtiges Sketch-Feuerwerk, das schon im Teaser seinen ersten Höhepunkt hat, wenn English in einem tibetischen Kloster Körper und Geist in Einklang zu bringen sucht, indem er unter anderem einen tonnenschweren Stein, der mit einem Seil an seinen Weichteilen befestigt ist, hinter sich her ziehen muss. Derart gestählt gelingt es dem Geheimagenten seiner Majestät dennoch nicht, seine Tollpatschigkeit und Naivität in den Griff zu bekommen. Die Folge sind großartige Solonummern, wenn er etwa am Steuer eines Hubschraubers sitzend mit den Rotorblättern eine ganze Baumallee wegrasiert, die Mutter seiner Chefin auf einem Kindergeburtstag windelweich prügelt, weil er diese mit einer chinesischen Auftragskillerin verwechselt, oder sich in einem mit Turbomotor ausgestatteten Rollstuhl eine wilde Verfolgungsjagd mit der Londoner Polizei liefert.
Oliver Parker, den man aufgrund seiner Vorgeschichte ("Othello", "Das Bildnis des Dorian Gray") nicht unbedingt als erste Wahl für eine Action-Comedy auf dem Zettel gehabt hätte, erweist sich nichtdestotrotz in den Inszenierungen der "lauten" Passagen als sattelfest, während bei den leiseren Tönen sein Gespür für Charakterzeichnung und Schauspielführung zur Geltung kommt - etwa bei "Akte X"-Legende Gillian Armstrong als staubtrockene MI7-Chefin Pegasus, Ex-Bond-Girl (!) Rosamund Pike als freundliche Hypnose-Spezialistin und Daniel Kuluuya als Johnnys bemitleidenswerter Partner Tucker, der nicht nur wegen seines Rollennamens an Jackie Chans "Rush Hour"-Sidekick Chris Tucker erinnert. Durch ihr (Zu-)Spiel bringen sie die Performance von Mr. Atkinson, der wie immer dann besonders gut ist, wenn er dialoglos seine Miene spielen lässt, hervorragend zur Geltung. lasso.
| Darsteller: | Rowan Atkinson | als Johnny English | |
|---|---|---|---|
| Gillian Anderson | als MI7 Agent Pamela Thornton | ||
| Dominic West | als Simon Ambrose | ||
| Rosamund Pike | als Kate Sumner | ||
| Daniel Kaluuya | als Agent Tucker | ||
| Richard Schiff | als Fisher | ||
| Williams Belle | als Ling | ||
| Pik-Sen Lim | als Killer-Putze | ||
| Eric Carte | als Agent One | ||
| Roger Barclay | als Agent Two | ||
| Togo Igawa | als Ting Wang | ||
| Miles Jupp | als Techniker | ||
| Tim McInnerny | als Quartermain | ||
| Eleanor Wyld | als Rezeptionistin 1 | ||
| Mandi Sidhu | als Rezeptionistin 2 | ||
| Margaret Clunie | als Rezeptionistin 3 | ||
| Regie: | Oliver Parker | ||
| Drehbuch: | Hamish McColl | ||
| Produzent: | Tim Bevan | ||
| Chris Clark | |||
| Eric Fellner | |||
| Koproduzent: | Ronaldo Vasconcellos | ||
| Ausf. Produzent: | Rowan Atkinson | ||
| William Davies | |||
| Debra Hayward | |||
| Liza Chasin | |||
| Kamera: | Danny Cohen | ||
| Schnitt: | Guy Bensley | ||
| Musik: | Ilan Eshkeri | ||
| Produktionsdesign: | Jim Clay | ||
| Kostüme: | Beatrix Aruna Pasztor | ||
| Maske: | Graham Johnston | ||
| Casting: | Lucy Bevan | ||
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