Psycho-Thriller über eine New Yorker Professorin, die eine Affäre mit einem Polizisten hat, der den Mord an ihrer Nachbarin untersucht. http://images.kino.de/flbilder/max04/auto04/auto30/04300596/b150x150.jpg In the Cut

Filmdetails

In the Cut

Psycho-Thriller über eine New Yorker Professorin, die eine Affäre mit einem Polizisten hat, der den Mord an ihrer Nachbarin untersucht.


In the Cut
Start: 30.09.2004

Thriller

USA/Australien 2003
Laufzeit: 118 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Meg Ryan
Mark Ruffalo
Jennifer Jason Leigh

Regie: Jane Campion
Verleih: Senator

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Englisch-Professorin Frannie Avery (Meg Ryan) wird Augenzeugin eines Geschlechtsaktes zwischen einer jungen Frau und einem mysteriösen Herren mit auffälliger Handgelenktätowierung. Kurz darauf klopft der auffällig am Handgelenk tätowierte Mordfahnder Malloy (Mark Ruffalo) an ihre Tür und bittet sie um Mithilfe in einem Mordfall betreffend die junge Frau, die Frannie eben noch beobachtet hat. Trotz ihrer Verwirrung und allerhand weiterer privater Konfliktstoffe lässt sich Frannie auf eine verhängnisvolle Affäre mit dem Ordnungshüter ein.

Jane Campion ("Das Piano") gibt Hollywoods ausgewiesener Sauberfrau Meg Ryan ("Schlaflos in Seattle") in diesem obsessionsgetränkten Erotikthriller in bester Hitchcock-Tradition Gelegenheit zum verruchten Imagewechsel.


Kritik

Im undurchsichtigen Mark Ruffalo findet sexy Meg Ryan ihren Mr. Right und stürzt sich in eine heiße Affäre, Mord inbegriffen.

Großansicht Noch fühlen sie sich sicher: Frannie und ihre Schwester (Foto: Senator)

Noch fühlen sie sich sicher: Frannie und ihre Schwester (Foto: Senator)

Frannie (Meg Ryan) ist Single und hat nichts gegen Sex, aber Mr. Right in New York ist so etwas wie die Stecknadel im Heuhaufen. Zufällig beobachtet die von ihren Studenten umschwärmte Literaturdozentin in einer düsteren Bar einen Blow Job und bemerkt auf dem Handgelenk des Mannes ein Tattoo.

Das sieht sie einen Tag später bei Detective Malloy (Mark Ruffalo) wieder, der einen brutalen Mord aufklären soll. Opfer: das Mädchen aus der Bar.

Obgleich sie den coolen Typen eigentlich unsympathisch findet und weitere Frauenmorde die Nachbarschaft in Aufruhr versetzen, lässt sie sich auf eine heiße Affäre mit dem Cop ein.

Großansicht Cop Malloy ist überall (Foto: Senator)

Cop Malloy ist überall (Foto: Senator)

Reife Leistung

Ein erotischer Metropolen-Thriller, ein Trip in die Abgründe der Seele, die Herzen der Frauen und die dunklen Ecken Manhattans.

Das Finale: ein spannender Countdown mit überraschender Lösung. In Jane Campions ("Das Piano") Comeback gibt Meg Ryan die beste Darstellung ihrer Karriere. Atemberaubend.

In the Cut

Darsteller:  Meg Ryan   als Frannie Avery
  Mark Ruffalo   als Detective James A. Malloy
  Jennifer Jason Leigh   als Pauline
  Nick Damici   als Detective Richard Rodriguez
  Sharrieff Pugh   als Cornelius Webb
  Kevin Bacon   als John Graham
  Michael Nuccio   als Frannies junger Vater
  Alison Nega   als Verlobte von Frannies Vater
  Patrice O'Neal   als Hector
  Arthur Nascarella   als Captain Crosley
  James Firo   als Detective Halloran
  Nancy La Scala   als Baby Doll Dancer
 
Regie:  Jane Campion  
Drehbuch:  Jane Campion  
  Susanna Moore  
Produzent:  Laurie Parker  
  Nicole Kidman  
Ausf. Produzent:  Effie T. Brown  
  François Ivernel  
Buchvorlage:  Susanna Moore  
Kamera:  Dion Beebe  
Schnitt:  Alexandre de Franceschi  
Musik:  Hilmar Örn Hilmarsson  
Produktionsdesign:  David Brisbin  
Kostüme:  Beatrix Aruna Pasztor  
  Alexis Scott  
Ton:  Ken Ishii  
Casting:  Mark Bennett  
  Billy Hopkins  
  Suzanne Smith  
  Kerry Barden  

Sexy, nackt und düster: Die neue Meg Ryan

Eigentlich funktioniert Hollywood genau andersherum: In jungen Jahren zeigt Frau viel Haut, um sich später auf Komödie oder Drama zu verlegen.

Großansicht "In the Cut": Meg Ryan ungeschminkt (Foto: Senator)

"In the Cut": Meg Ryan ungeschminkt (Foto: Senator)

Nun stellt ausgerechnet Meg Ryan die Gesetze der Glitzerstadt auf den Kopf. Einst als Zuckerschnäuzchen der leichten Herzschmerz-Stoffe beliebt oder belächelt, geht sie mit dem hocherotischen Thriller "In the Cut" in die Vollen: Mit 42 zeigt sich Meg nun nackt, durchlebt mit vollem Körpereinsatz auf der Leinwand, was sie in "Harry und Sally" nur stimmlich vortäuschte.

Schon die Buchvorlage von Susanna Moore hatte 1995 mit ausführlich beschriebenen Liebeszenen großes Aufsehen erregt. In der Verfilmung sollte ursprünglich Nicole Kidman die Hauptrolle spielen. Ihr traute man den offenherzigen Part problemlos zu, hatte sie doch schon für Stanley Kubrick in "Eyes Wide Shut" im Dienste einer anspruchsvollen erotischen Story alle Hüllen fallen lassen. Doch die Australierin musste letztlich wegen Terminschwierigkeiten passen.

In mancher Bar bleibt's nicht bei höflicher Konversation... (Foto: Senator)

In mancher Bar bleibt's nicht bei höflicher Konversation... (Foto: Senator)

Fehlbesetzung?

Als dann plötzlich Meg Ryan als Ersatz ins Gespräch kam, zog man in Hollywood verwundert die Augenbrauen hoch: Ausgerechnet Miss "Schlaflos in Seattle" als Literaturprofessorin auf erotisch-kriminellen Abwegen? Unpassend!

Doch als die ersten Ausschnitte im Netz auftauchten, verstummte die Kritik: Ungeschminkt, mit glatten langen Haaren, finsterem Blick und unheimlicher Präsenz kämpfte sich da eine völlig verwandelte Meg Ryan durch einen Sumpf aus Lügen, Gewalt, psychotischen Männern und sexueller Verheißung.

Großansicht Niedliches Sonnenscheinchen in "Kate & Leopold": So kannte man Meg bisher (Foto: Senator)

Niedliches Sonnenscheinchen in "Kate & Leopold": So kannte man Meg bisher (Foto: Senator)

Seelische Abgründe

"Als ich das erste mal das Drehbuch las, war mir diese Frau irgendwie vertraut", sinnierte Ryan nun anlässlich des US-Kinostarts am 22. Oktober vor versammelter Journalistenschar. "Sie sprach etwas in meinem Unterbewusstsein an, das ich lange verschlossen gehalten habe."

Ungewohnt offen und nachdenklich wirkte Meg Ryan im Interview - weniger Makeup, weniger Styling, weniger Glamour als sonst. Wenn sie ihre Filmfigur Franny Thorstin beschreibt, eine alleinstehende Literaturprofessorin in New York, dann klingt das fast wie ein schauspielerisches Selbstbekenntnis:

Detective Malloy ist selbst tatverdächtig (Foto: Senator)

Detective Malloy ist selbst tatverdächtig (Foto: Senator)

Nichts wird gut

"Franny glaubt nicht mehr an dieses '...und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende'. Sie ist an einem Punkt im Leben angekommen, an dem derart naive Vorstellungen keinen Platz mehr haben. Ich glaube, dass es heute vielen so geht: Es gibt keinen Partner, der einem alles in Ordnung bringt. Es gibt keinen, mit dem alles gut wird. Also probiert Franny eben etwas Neues aus.

Im Film schlittert Meg Ryan damit sehenden Auges in einen Strudel aus Gefahr und Begierde: Alles beginnt, als sie in einer schummrigen Bar Zeugin wird, wie sich ein Pärchen öffentlich dem Oralverkehr hingibt. Dabei fällt ihr eine Tätowierung am Handrücken des Mannes auf. Als am nächsten Morgen ein Detective (Mark Ruffalo) mit eben jener Tätowierung vor ihrer Tür steht, um den Mord an der Frau aufzuklären, die ihn nachts zuvor beglückt hatte, müssten bei Franny eigentlich die Alarmglocken läuten.

Gefährliche Anziehung (Foto: Senator)

Gefährliche Anziehung (Foto: Senator)

Höhepunkt

Doch sie ist fasziniert von James Malloy - auch als weitere Morde geschehen und der ermittelnde Cop nach wie vor dem Kreis der Tatverdächtigen zuzurechnen ist. Franny lässt sich auf eine gefährliche Affäre mit dem undurchsichtigen Detective ein, der sie aus irgendeinem Grund sexuell zu erwecken vermag und ihr ungeahnte körperliche Erfüllung beschert.

Für Ryan war die Rolle ein Risiko: Die Einspielergebnisse bewiesen stets, dass man die Vorzeigeblondine lieber schmachtend in "E-Mail für Dich" als leidend in "When a Man Loves a Woman" oder gar in "Mut zur Wahrheit" kämpfend als Captain der US-Army im Golfkrieg sah. Nun heißt es unter den Kritikern einhellig, "In the Cut" zeige "die beste Meg Ryan, die es je gab."

Großansicht Sieht Franny den Wald vor lauter Bäumen nicht? (Foto: Senator)

Sieht Franny den Wald vor lauter Bäumen nicht? (Foto: Senator)

Frauen unter sich

Dieses Kompliment gibt Ryan brav an die Regisseurin weiter. Jane Campion, sonst eher für leise Töne wie in "Das Piano" oder der Henry James-Verfilmung "Portrait of a Lady" bekannt, inszenierte den düsteren Thriller. Bei der Frage, ob es leichter sei, Sexszenen zu drehen, wenn eine Frau hinter der Kamera steht, wich Meg Ryan allerdings gekonnt aus:

"Jane holt einfach das Beste aus ihren Darstellern heraus. Am ersten Drehtag sagte sie zu uns: 'Es macht am meisten Spaß, wenn wir versuchen, dass jeder Tag ein bedeutsamer Tag wird - und, dass sich jeder am Set wohlfühlt...' Jane ist eine verdammt mutige Regisseurin - und das steckt an. Klar ist es auch eine Frage des Vertrauens, wenn man derart heiße Liebesszenen dreht. Wir haben eben vorher viel über Sex gesprochen, Jane und ich..."

Star

Meg Ryan

Amerikanische Schauspielerin. Eine der Königinnen der amerikanischen romantischen Komödie ("Schlaflos in Seattle", "French Kiss"), bildete Meg Ryan als...

Star

Mark Ruffalo

Amerikanischer Schauspieler. Der Mann mit dem stechenden Blick, den leicht gekräuselten Haaren und den breiten Lippen jagte als Police...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.