Unterhaltsam-überzogener und verschwenderisch-opulent ausgestatteter Okkult-Thriller, in dem Al Pacino den Teufel in Anwaltsgestalt mimt. http://images.kino.de/flbilder/max00/mbiz00/mbiz08/z0008708/b150x150.jpg Im Auftrag des Teufels

Filmdetails

Im Auftrag des Teufels

Unterhaltsam-überzogener und verschwenderisch-opulent ausgestatteter Okkult-Thriller, in dem Al Pacino den Teufel in Anwaltsgestalt mimt.


Im Auftrag des Teufels
Start: 22.01.1998

Originaltitel: The Devil's Advocate

Thriller / Horror

USA 1997
Laufzeit: 144 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Keanu Reeves
Al Pacino
Charlize Theron

Regie: Taylor Hackford
Verleih: Warner

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

Junganwalt Kevin Lomax glaubt sich am Ziel seiner ehrgeizigen Junganwaltsträume, als er in die Kanzlei des renommierten John Milton in New York aufgenommen wird. Während er die Karriereleiter hinaufklettert, sieht seine Frau Mary Ann Dämonenfratzen in den Frauen seiner Kollegen aufscheinen. Kevin hält sie für verrückt und steckt sie in eine Anstalt. Ein folgenreicher Fehler...


Kritik

Im Auftrag des Teufels

Anwälte müssen mit dem Teufel im Bunde sein - eine geradezu sprichwörtliche Annahme. Der unterhaltsam-überzogene, verschwenderisch und opulent ausgestattete Okkult-Thriller von Taylor Hackford ("Ein Offizier und Gentleman") nimmt diese Vermutung für bare Münze. Somit wird dem Charakter-Spektrum der Filmjuristen, die in Gestalt von Gregory Peck, Tom Cruise und Jim Carrey wahlweise idealistisch, skrupellos, moralfest, ambitioniert, gewissenhaft, linkisch oder schlichtweg verlogen waren, nunmehr mit Al Pacinos exzessiv exaltierter Performance als plutokratischem Kanzlei-Inhaber eine weitere, wahrhaft teuflische Facette hinzugefügt.

Nach seinem superben schauspielerischen Sparring mit Johnny Depp in dem Mob-Infiltrationsdrama "Donnie Brasco" geht Pacino erneut mit einem Nachwuchstalent in die Runde. Diesmal spornt er "Speed"-ster Keanu Reeves, der sich ansonsten nicht gerade als darstellerische Leuchte hervortat, zu einer grundsoliden Leistung an. Reeves mimt den aufstrebenden, jungen Verteidiger Kevin Lomax, der im heimatlichen Gainesville, Florida, noch keinen einzigen seiner 64 Fälle verloren hat. So erhält er von der renommierten Anwaltsfirma John Miltons (Pacino) das lukrative Angebot, in New York zu praktizieren. Lomax klettert dort rapide die Karriereleiter hinauf und wird von seinem Mentor Milton mit allerlei Annehmlichkeiten, wie einem Luxusappartement und einer Partnerschaft in der Firma, belohnt. Kevins einfache Frau Mary Ann (die vielversprechende Neuentdeckung Charlize Theron, die zuletzt in "Trial & Error" die Leinwand erhitzte) hingegen riecht den faulen Braten und erkennt in den Frauen von Kevins Kollegen häßliche Dämonen mit verzerrten Fratzen. Kevin ist jedoch mehr damit beschäftigt, einen steinreichen Klienten, der des dreifachen Mordes beschuldigt ist, zu verteidigen, als sich um seine Frau zu kümmern. So läßt er sie mit tragischen Folgen in eine Irrenanstalt einweisen. In Miltons babylonischer Bleibe kommt es zum infernalen Showdown mit satanischem Sermon.

Die bizarr-theatralische und durch Pacinos ausufernden Auftritt auch augenzwinkernde Kreuzung aus "Rosemaries Baby" und "Die Firma" ist im Kern eine faustische Moralfabel, in der Hedonismus mit dem Bösen gleichgesetzt wird - Eitelkeit verdirbt, Unschuld wird korrumpiert. Nur die Selbstaufopferung erlöst. Mittels Kevins tiefgläubiger Mutter (Judith Ivey) werden ein paar treffliche Bibelzitate eingeflochten, die sich hervorragend in den religiösen Kontext einfügen. Die übernatürlichen Elemente aus der Romanvorlage von Andrew Neiderman wurden von den Drehbuchautoren Tony Gilroy ("Dolores") und Jonathan Lemkin auf ein Minimum zurückgestutzt, was für Pacino Bedingung war, um den Part anzunehmen. Die Spezialeffekte für die verbleibenden mystischen Momente - darunter eine zum Leben erweckte riesige Wandskulptur - sind funktionell, teils ein wenig kitschig ausgefallen. Der Score liefert den adäquaten Audio-Bombast, wie man ihn von einer aufwendigen Produktion erwartet. Der Erzählton wirkt nicht immer fließend, das Kommen und Gehen einiger Charaktere mutet oft ein wenig unvermittelt an. Die Inkaufnahme einer gewissen Absurdität ist Voraussetzung, um sich an dem Over-The-Top-Okkult-Thriller zu vergnügen. Das US-Publikum jedenfalls gab am Startwochenende dem klassischen Teenager-Horror-Flick "I Know What You Did Last Summer" klar den Vortritt. ara.

Im Auftrag des Teufels

Darsteller:  Keanu Reeves   als Kevin Lomax
  Al Pacino   als John Milton
  Charlize Theron   als Mary Ann Lomax
  Jeffrey Jones   als Eddie Barzoon
  Judith Ivey   als Mrs. Lomax
  Connie Nielsen   als Christabella
  Craig T. Nelson   als Alexander Cullen
  Tamara Tunie   als Jackie Heath
  Ruben Santiago-Hudson   als Leamon Heath
  Debra Monk   als Pam Garrety
  Vyto Ruginis   als Weaver
  Laura Harrington   als Melissa Black
  Pamela Gray   als Diana Barzoon
  George Wyner   als Meisel
  Chris Bauer   als Gettys
  Heather Matarazzo   als Barbara
 
Regie:  Taylor Hackford  
Drehbuch:  Jonathan Lemkin  
  Tony Gilroy  
Produzent:  Arnold Kopelson  
  Anne Kopelson  
  Arnon Milchan  
Koproduzent:  Stephen Brown  
Ausf. Produzent:  Taylor Hackford  
  Michael Tadross  
  Erwin Stoff  
  Barry Bernardi  
  Steve White  
Buchvorlage:  Andrew Neiderman  
Kamera:  Andrzej Bartkowiak  
Schnitt:  Mark Warner  
Musik:  James Newton Howard  
Produktionsdesign:  Bruno Rubeo  
  Dennis Bradford  
Kostüme:  Judianna Makovsky  

Jason Statham als knallharter Meisterdieb

Parker wandelt schon seit 1962 durch den Büchermarkt. Jetzt soll der Profigangster einen Kinofilm bekommen.

Großansicht Neue Herausforderungen warten auf Jason Statham (Foto: Universum Film)

Neue Herausforderungen warten auf Jason Statham (Foto: Universum Film)

"Transporter"-Star Jason Statham ist für die Rolle des Meisterdiebs "Parker" im Gespräch. Regie wird Taylor Hackford führen, der für Filme wie "Ray" und "Im Auftrag des Teufels" bekannt ist. Das Drehbuch schreibt "Black Swan"-Autor John McLaughlin. "Parker" beruht auf der gleichnamigen Krimiserie von Donald E. Westlake, unter dessen Pseudonym Richard Stark die "Parker"-Geschichten erschienen sind.

Parker ist ein rauflustiger Mann, der in die wildesten Storys gezogen wird und das Geld vorwiegend von den Reichen nimmt. Vom Gutmenschen aber ist diese Figur weit entfernt, da Gewalt zu seinem täglichen Einmaleins gehört.

Jason Statham lässt es wieder krachen

1962 betrat Parker zum ersten Mal die literarische Welt mit "Jetzt sind wir quitt" (Original "The Hunter"). Darin wird Parker als wieder belebter Profigangster eingeführt, der nach mehreren Schüssen doch nicht tot ist und nun Rache an den Obergaunern nehmen will. Der letzte Band der Reihe wurde im Jahr 2008 unter dem Titel "Das Geld war schmutzig" veröffentlicht. Dann starb der Autor am Silvesterabend an einem Herzinfarkt.

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