Finnisches Roadmovie um einen Chaoten, der mit seinen zwei Kumpels in die Nacht aufbricht und seiner Frau beweisen will, dass er kein Nichtsnutz ist. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto37/11371241/b150x150.jpg Helden des Polarkreises

Filmdetails

Helden des Polarkreises

Finnisches Roadmovie um einen Chaoten, der mit seinen zwei Kumpels in die Nacht aufbricht und seiner Frau beweisen will, dass er kein Nichtsnutz ist.


Helden des Polarkreises
Start: 12.01.2012

Originaltitel: Napapiirin sankarit

Komödie / Drama

Finnland/Island/Schweden 2010
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Pamela Tola
Jussi Vatanen
Jasper Pääkkönen

Regie: Dome Karukoski
Verleih: Pandastorm Pictures (Kinostar)

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Inhalt

Schon lange ist Janne arbeitslos und hat es sich als vollendete Couchpotato im Wohnzimmer seiner Freundin Inari bequem eingerichtet. Deshalb kriegt er auch nicht auf die Reihe, ihr einen Digitalempfänger für die anstehende Abschaltung des Analogfernsehens zu kaufen. Angefressen stellt sie ihm das Ultimatum, bis zum nächsten Morgen damit anzukommen, sonst ist Schluss. Ein intriganter Verehrer wartet nur auf diese Gelegenheit, und Janne stürzt mit seinen Kumpels Ralle und Kanne in die Winternacht, um seine angeknackste Beziehung zu retten.


Kritik

Helden des Polarkreises

Finnischer Komödienspaß um einen Slacker, der mit seinen zwei Buddys zu einer abenteuerlichen Winter-Odyssee aufbricht, um seine angeknackste Beziehung zu retten.

Der treffendere Titel von Dome Karukoskis (schwarz)humorigem Roadtrip hätte "Anti-Helden des Polarkreises" lauten müssen, denn der arbeitslose Slacker Janne kann nicht mal die kleinste Aufgabe erledigen. Deshalb stellt ihm seine angefressene Freundin Inari ein Ultimatum: Wenn er bis zum nächsten Morgen keinen Digitalempfänger - das Analog-Fernsehen wird in ihrem Dorf abgeschaltet - heimbringt, ist Schluss. Weil die vollendete Couchpotato im ersten Versuch das ausgehändigte Geld für Alkohol verprasst, bricht er mit seinen beiden Kumpels Ralle und Kanne panisch auf in die nächste Stadt. So beginnt eine abenteuerliche Odyssee zur Digibox durch eine lange und kalte Winternacht Lapplands.

Die tragikomische Loser-Story beginnt zwar mit einem in der fünften Generation genutzten Selbstmörderbaum wie eine Hommage an Aki Kaurismäki, wandelt sich dann aber zum eigenständigen, munteren Slacker-Roadmovie, bei dem Pointen und Timing stimmen. Dabei dekonstruiert Karukoski kräftig das Männerbild, aber auf fröhliche Art, denn er hat ein Herz für Verlierer. Mag dieser Janne in seinem selbstbetrügerischen Stolz auch durchaus unsympathische Züge entwickeln, rasch genug stellt er sich als famoser Verlierertyp heraus, dessen Idiotie nur noch von seiner Verzweiflung überboten wird, Geld und Gerät aufzutreiben, um den Beziehungsschaden zu kitten.

Damit ist - vor allem - Janne zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen, geht keinem Hindernis aus dem Weg und legt sich mit jedem an. Mit chaotischem Ergebnis: Zwischen den Tücken des Winters, einem schwedischen Damen-Unterwasser-Rugby-Team, schießwütigen Russen und einem Ex-Pin-Up-Girl müssen die Lappen sich endlich trauen, ihren Mann stehen. Das droht nicht nur an der eigenen Unfähigkeit, sondern auch an einem intriganten Verehrer, der sich bei Inari einschleicht, zu scheitern - was Karukoski aus teilnehmender Distanz beobachtet. So verhindert er eine Chaos-Klamotte und ermöglicht einen gefühlvollen Aufopferungsgang für die wahre Liebe voller absurder Verwicklungen.

tk.

Helden des Polarkreises

Darsteller:  Pamela Tola   als Inari
  Jussi Vatanen   als Janne
  Jasper Pääkkönen   als Kapu
  Timo Lavikainen   als Räihänen
  Kari Ketonen   als Pikku-Mikko
  Miia Nuutila   als Marjukka
  Moa Gammel   als Anna
  Kari Hietalahti   als Kittilän Runkkari
 
Regie:  Dome Karukoski  
Drehbuch:  Pekko Pesonen  
Produzent:  Aleksi Bardy  
Koproduzent:  Dominic Wright  
  Martin Persson  
  Jacqueline Kerrin  
Ausf. Produzent:  Olli Haikka  
Kamera:  Pini Hellstedt  
Schnitt:  Harri Ylönen  
Musik:  Lance Hogan  

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