Jana Münster
Sophia Münster
Heino Ferch
Regie: Julia von Heinz
Verleih: Universal
Endlich sind die Sommerferien vorbei und die Zwillinge Hanni und Nanni können in ihr geliebtes Lindenhof zurückkehren. Dort hat sich einiges verändert. Weil Frau Theobald verreisen muss, hat nun Mademoiselle Bertoux das Ruder übernommen, es gibt drei neue Schülerinnen, von denen eine angeblich eine Prinzessin ist, Hockey wurde wegen der chronischen Geldknappheit vom Lehrplan gestrichen und Philippe, der hübsche Neffe von Mademoiselle, der als Fechtlehrer aushilft, verdreht den pubertierenden Mädels den Kopf.

Die Fortsetzung des Internatsabenteuers nach Enid Blyton macht da weiter, wo das Original aufgehört hat - mit frech-frivolen Episödchen für kleine und etwas größere Mädchen.
Nach "Hanni und Nanni" legen die Macher zwei Jahre später eine Fortsetzung des modernisierten Zwillingsschwestern-Internatsabenteuers nach den Jugendbuchabenteuern von Enid Blyton nach. Dabei blieb man dem Muster des Originals treu, tauschte lediglich Regisseurin Christine Hartmann gegen Kollegin Julia von Heinz aus. Diese setzt denn auch mit dem nahezu identischen Schauspiel-Personal und prominenten Gastauftritten auf möglichst viel Wortwitz und klassischen Slapstick und garniert ihre durch peppige Musiknummern aufgelockerte Reihe von netten Sketchen mit frech-frivolen kurzen Episoden aus dem Mädchenpensionat. Das weichgezeichnete, mit viel Sommersonnenlicht durchflutete Friede-Freude-Eierkuchen-Paradies wird diesmal durch eine dramatische und eine kriminelle Nuance erweitert. So gibt die Ehekrise zwischen den Sullivans (Anja Kling, Deutschlands Mama der Nation, und Heino Ferch) den Anlass für ein kurzes Räsonieren über die Probleme von Scheidungskinder. Und zudem gerät der TV-bekannten Komikerin Carolin Kebekus als falscher Lehrerin Frau Goethe bei dem Versuch, eine Prinzessin zu entführen, stattdessen Nanni ins Netz. Aber auch hier werden die lustigen und nicht die spannenden Momente betont, Kebekus stellt sich beim Kidnappen reichlich dämlich an.
Weil die Zeit für Jana und Sophie Münster, die erneut die Zwillingsschwestern spielen, nicht stehengeblieben ist, wirkt auch "Hanni und Nanni 2" insgesamt reifer, erwachsener. Das spürt man etwa beim Liebesgeplänkel mit den adretten Neffen von Mademoiselle Bertoux (erneut mit kräftigem französischen Akzent gespielt von Katharina Thalbach). Freizügige Szenen hat Barbara Schöneberger als Daphne Diehl, eine Caterin, die Heino Ferchs Vater, der als Koch auf Gut Lindenhof aushilft, öfters ihr Dekollete präsentiert als ihm lieb ist.
Und weil am Ende Girlie-Star LaFee ordentlich rockt und ein exotischer Fürst eine majestätische Spende für Lindenhof bereithält, ist der Fortbestand des Internats ebenso garantiert wie ein Happy End, das ganz kleine und vielleicht auch etwas größere Mädchen so richtig glücklich nach Hause gehen lassen wird. lasso.
| Darsteller: | Jana Münster | als Hanni | |
|---|---|---|---|
| Sophia Münster | als Nanni | ||
| Heino Ferch | als George Sullivan | ||
| Suzanne von Borsody | als Frau Mägerlein | ||
| Anja Kling | als Jule Sullivan | ||
| Katharina Thalbach | als Mademoiselle Bertoux | ||
| Carolin Kebekus | als Frau Goethe | ||
| Barbara Schöneberger | als Daphne Diehl | ||
| Hannelore Elsner | als Direktorin Theobald | ||
| Martin Ontrop | als dünner Mann | ||
| Aleen Jana Kötter | als Erika | ||
| Joyce Abou-Zeid | als Cosi | ||
| Nele Guderian | als Daniela | ||
| Luisa Spaniel | als Lilly | ||
| Sven Gielnik | als Philippe | ||
| Monika Manz | als Frau Hubertus | ||
| Nasrollah Sagheb | als Fürst von San Bolero | ||
| Regie: | Julia von Heinz | ||
| Drehbuch: | Jane Ainscough | ||
| Christoph Silber | |||
| Produzent: | Prof. Nico Hofmann | ||
| Dr. Jürgen Schuster | |||
| Gesa Tönnesen | |||
| Hermann Florin | |||
| Buchvorlage: | Enid Blyton | ||
| Kamera: | Felix Poplawsky | ||
| Schnitt: | Andreas Radtke | ||
| Florian Miosge | |||
| Produktionsdesign: | Jörg Baumgarten | ||
| Kostüme: | Nici Zinell | ||
| Maske: | Anette Keiser | ||
| Agnes Ellert | |||
| Silke Dotzauer | |||
| Ton: | Ben Krüger | ||
| Casting: | Nina Haun | ||
| Jacqueline Rietz | |||
Den Beinamen "der deutsche Bruce Willis" hört er nicht gern, obwohl Heino Ferch in Statur, Gestik und ironischem Understatement mit...
Sie mag schwierige Rollen, erotische Freibeuterinnen und zwiespältige Frauen. Obwohl sie nie eine Schauspielschule besuchte,...
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