Originaltitel: Bring It On
USA 2000
Kirsten Dunst
Eliza Dushku
Jesse Bradford
Regie: Peyton Reed
Verleih: Studiocanal
Die Toro Cheerleaders fiebern der nationalen Meisterschaft entgegen, bei der sie zum sechsten Mal gewinnen wollen. Doch ihr Captain entdeckt im letzten Moment, dass ihre Choreografie von einer konkurrierenden Gruppe, den Clovers, geklaut ist. Die haben mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: Sie müssen erst noch das Geld für die Reise zur Meisterschaft zusammenbekommen.

Nachdem die heißen Barmiezen aus der feucht-fröhlichen Teenfantasy "Coyote Ugly" am amerikanischen Boxoffice schon weitgehend wieder ausgetanzt haben, wird den kleinen Jungs mit der in den USA ab 13 Jahren freigegebenen Cheerleader-Komödie jetzt die nächste körperbetonte Augenweide geboten. Junge Mädchen sowie das afroamerikanische Publikum fühlten sich am Startwochenende ebenfalls angesprochen, und so konnte die locker-flockige Teenunterhaltung der leichten Sorte mit 17,1 Mio. Dollar ebenso überraschend wie mühelos die Boxoffice-Krone erringen.
Cheerleader, des sind jene gelenkigen Mädels am Spielfeldrand, die ihre Sportteams mit Tanzeinlagen und Sprechchören zu Höchstleistungen zu motivieren versuchen. Oder aber man sieht sie als, wie es eine der Figuren im Film beschreibt, "Tänzerinnen, die verblödet sind". Dem Connaisseur amerikanischen Kulturguts ist bekannt, dass - sei es Horrorfilm oder Highschoolkomödie - die Cheerleaderin durchweg das hübscheste und begehrteste (wenn auch nicht unbedingt intelligenteste) Mädchen ihrer Schule ist. Dieses althergebrachte Stereotyp trifft auch haarscharf auf die Protagonistin von "Bring It On" zu. Torrance (Kirsten Dunst hat sich seit "Interview mit dem Vampir" sichtbar fortentwickelt) wird zum Captain ihres Cheer-Squads erhoben und handelt sich kurz vor der Vorentscheidung zur Nationalmeisterschaft jede Menge Kopfschmerzen ein. So bricht sich eines der Mädchen den Fuß und muss ersetzt werden. Ihre Nachfolgerin ist Missy (muss man sich merken: Eliza Dushku), die bei den wohlbehüteten suburbanen Giftzähnen als hippe Großstadtpflanze aneckt. Doch die ehrgeizige und faire Torrance setzt sich gegen die anderen durch und Missy ist drin. Allerdings hat sie für Torrance gleich den nächsten Dämpfer parat: ein Abstecher nach Los Angeles zum Training der schwarzen East Compton Clovers beweist, dass die vorherige Teamführerin alle ihre Bewegungsabläufe und cheers geklaut hat. So bleiben den fleißigen Mädels nur noch wenige Wochen, sich ein gänzlich neues Programm für die bevorstehenden Meisterschaften einfallen zu lassen.
Die Rivalität mit den unterpriviligierten, aber supertalentierten Clovers verleiht dem Regiedebüt von Peyton Reed den nötigen Spannungstreibstoff, so dass "Bring It On" sich mit ausreichend Power zu den eigentlichen Wettbewerben rettet, die mit atemberaubender Luftakrobatik, exakten Tanzchoreographien und unterlegt mit fetzigen Popsongs mehr als sehenswert sind. Für die romantische Seite ist ebenfalls gesorgt, weil Torrance ihren widerlich schnöseligen Boyfriend für den hübschen Punkverschnitt Cliff (Jesse Bradford) in die Wüste schickt. Ob der getanzte Klassen/Rassenkampf Chancen im deutschen Kino hat, lässt sich aufgrund der sehr spezifischen Sportart, die dem Film zugrunde liegt, schwer sagen. Sicher ist jedoch, dass der gerade einmal zehn Mio. Dollar teure Film schon jetzt schwarze Zahlen schreibt. ara.
| Darsteller: | Kirsten Dunst | als Torrance Shipman | |
|---|---|---|---|
| Eliza Dushku | als Missy Pantone | ||
| Jesse Bradford | als Cliff Pantone | ||
| Gabrielle Union | als Isis | ||
| Clare Kramer | als Courtney | ||
| Nicole Bilderback | als Whitney | ||
| Tsianina Joelson | als Darcy | ||
| Rini Bell | als Kasey | ||
| Ian Roberts | als Sparky Polastri | ||
| Richard Hillman | als Aaron | ||
| Lindsay Sloane | als Big Red | ||
| Cody McMains | als Justin Shipman | ||
| Regie: | Peyton Reed | ||
| Drehbuch: | Jessica Bendinger | ||
| Produzent: | Marc Abraham | ||
| Thomas A. Bliss | |||
| John Ketcham | |||
| Koproduzent: | Patricia Wolff | ||
| Jessica Bendinger | |||
| Ausf. Produzent: | Armyan Bernstein | ||
| Max Wong | |||
| Caitlin Scanlon | |||
| Paddy Cullen | |||
| Kamera: | Shawn Maurer | ||
| Schnitt: | Larry Bock | ||
| Musik: | Christophe Beck | ||
| Produktionsdesign: | Sharon Lomofsky | ||
| Timothy Whidbee | |||
| Kostüme: | Mary Jane Fort | ||
| Ton: | Robert Trevor Black | ||
Sie ist für ihre Nabelschauen berühmt, denn in kaum einem ihrer Filme lässt sich Kirsten Dunst die Gelegenheit entgehen, ihren süßen...
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