Zweiteiliges Dokumentarspiel um den Vertrag von Versailles. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto06/10060670/b150x150.jpg Gewaltfrieden - Die Legende vom Dolchstoß und der Vertrag von Versailles

Filmdetails

Gewaltfrieden - Die Legende vom Dolchstoß und der Vertrag von Versailles

Zweiteiliges Dokumentarspiel um den Vertrag von Versailles.


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Gewaltfrieden - Die Legende vom Dolchstoß und der Vertrag von Versailles

Während die Hauptfigur des Filmes, der Zentrumspolitiker Matthias Erzberger, nach Compiègne aufbricht, um über einen Waffenstillstand zu verhandeln, revoltieren in Kiel die Matrosen. Sie tragen die Revolution nach Berlin und ins gesamte Reich. Der Kaiser wird zur Abdankung gezwungen, Erzberger muss auf Weisung Hindenburgs ein außergewöhnlich hartes Waffenstillstandsabkommen unterzeichnen, das bereits Vorbote des harten Vertrages von Versailles ist. Eine weitere Hauptfigur, der Matrose Wöllke, beteiligt sich am Aufstand der Matrosen in Kiel. Später macht er sich auf nach Berlin zu seiner hungernden Familie und wird in die Straßenkämpfe von 1918/1919 verwickelt. Scheidemann und Liebknecht rufen am 9. November die Republik aus. Vor den Augen der Protagonisten um Erzberger und den scharfsichtigen liberalen Beobachter Harry Graf Kessler entspinnen sich die Konflikte der Revolutionszeit zwischen Sozialdemokraten, Freikorps, den Räten und später den Spartakisten sowie den konservativen Eliten des Heeres und der Verwaltung. Die neuen sozialdemokratischen Machthaber um Reichspräsident Ebert und Reichswehrminister Noske schmieden eine Allianz mit den alten konservativen Kräften des Heeres, um die Revolution von links niederzuschlagen. Nach der Ermordung der Spartakisten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg droht die junge Republik auseinander zu brechen...

Noske lässt Aufstände von links im ganzen Reich mit Gewalt niederschlagen - auch Wöllke fällt dieser brutalen Repression zum Opfer. Die Republik muss immer härtere Waffenstillstandsbedingungen akzeptieren. Doch die schwerste Probe kommt am 7. Mai, als die Alliierten einen Friedensvertrag vorlegen, den Politiker aller Lager empört ablehnen. "Welche Hand müsste nicht verdorren, die sich und uns in solche Fesseln legt", ruft Ministerpräsident Scheidemann der Nationalversammlung zu. Die alliierten Truppen stehen am Rhein, zur Annahme des Vertrages bleibt nicht viel Zeit. Die Verhandlungen zwischen Alliierten und der deutschen Regierung in den Monaten Mai und Juni verlaufen hoch dramatisch. Mehrmals droht eine deutsche Ablehnung, die Besetzung und Zerschlagung des deutschen Reiches scheint unausweichlich. Alle Lager eint die empörte Ablehnung jener "Schmachparagraphen", die alle Schuld für den Krieg dem deutschen Reich aufbürden und die Auslieferung des deutschen Kaisers verlangen. Dokumente, die diese Schuld belegen, werden vom deutschen Kabinett schließlich zurück gehalten. Während Hauptprotagonist Matthias Erzberger, der Erniedrigte von Compiègne und gemäßigte Militärs wie Groener dennoch für die Annahme eintreten, wollen die Generäle um Lüttwitz und Reinhardt lieber kämpfend untergehen. Doch das Reich hat niemanden mehr, der kämpfen könnte. Unter der Last des Konfliktes tritt das Kabinett Scheidemann zurück, die Alliierten stellen ein Ultimatum von 24 Stunden. Als am 28. Juni 1919 die deutsche Delegation im Spiegelsaal von Versailles den Vertrag unterzeichnet, ist das Narrativ vom "Schand- und Diktatfrieden" geboren und die Legende vom Dolchstoß und den "Novemberverbrechern" zementiert. Reaktionäre Militärs und Politiker wie Kapp, Pabst, Lüttwitz und Ludendorff rüsten zum Angriff auf die Republik, die sich den "alliierten Tyrannen" so schmachvoll gebeugt hat...

Quelle: BR, 13.10.2009

Gewaltfrieden - Die Legende vom Dolchstoß und der Vertrag von Versailles

Darsteller:  Jürgen Tarrach   als Friedrich Ebert
  Mathieu Carrière   als Ulrich Graf Brockdorff-Rantzau
  Alexander Held   als Wilhelm Groener
  Hans-Michael Rehberg   als Walther Freiherr von Lüttwitz
  Roland Renner   als Harry Graf Kessler
  Hans Hohlbein   als Matthias Erzberger
  Christian Hoening   als Erich Ludendorff
  Stephan Boden   als Otto Landsberg
  Serge Avedikian   als Ferdinand Foch
  George Meyer-Goll   als Philipp Scheidemann
  Torsten Münchow   als Gustav Noske
  Dominik Bender   als Prinz Max von Baden
  Rainer Basedow   als Paul von Hindenburg
  Mark Alexander Solf   als Johannes R. Becher
  Volker Ranisch   als Paul Cassirer
  Marion Mitterhammer   als Tilla Durieux
  Uwe Poppe   als Karl Liebknecht
  Adriana Altaras   als Rosa Luxemburg
  André Röhner   als Waldemar Pabst
  Bruno F. Apitz   als Gustav Bauer
  Talin Lopez   als Heinz von Pflugk-Harttung
  Norbert Hülm   als Johann Giesberts
  Markus Boniberger   als George Grosz
  Jochen Drechsler   als John Heartfield
  Benedikt Figel   als Wieland Herzfelde
  Bernd Heine   als Wolfgang Kapp
  Klaus Rätsch   als Walther Reinhardt
  Veit Stiller   als Hermann Müller
  Gotthard Langen   als Emil Barth
 
Regie:  Bernd Fischerauer  
Drehbuch:  Bernd Fischerauer  
  Klaus Gietinger  
Produzent:  Martin Choroba  
Kamera:  Markus Fraunholz  
Schnitt:  Uschi Erber  
Musik:  Hannes Michael Schalle  
Produktionsdesign:  Rudi Czettel  
Kostüme:  Thomas Oláh  
Maske:  Gerhard Nemetz  
  Renate Bauer  
  Udo Riemer  
Ton:  Quirin Böhm  

Star

Jürgen Tarrach

Er gehört zu den Spezialisten für Schräges, geht mit robusten Nerven durch die absurdesten Situationen, hat Sinn für Groteskes und...

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Mathieu Carrière

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