Veröffentlicht am 19.12.2013
Genug gesagt Enough Said, USA 2013
Genug gesagt Enough Said, Kinostart 19.12.2013, USA 2013
  • Genug gesagt / Enough Said / James Gandolfini

  • Genug gesagt / Enough Said / James Gandolfini

  • Genug gesagt / Enough Said / Toni Collette

  • Genug gesagt / Enough Said / Catherine Keener

  • Genug gesagt / Enough Said

  • Genug gesagt / Enough Said / James Gandolfini

  • Genug gesagt / Enough Said / James Gandolfini

  • Genug gesagt / Enough Said / Toni Collette

  • Genug gesagt / Enough Said / Catherine Keener

  • Genug gesagt / Enough Said

Genug gesagt - Filmplakat

Wunderbar leichtfüßige und ehrliche Independentkomödie um die Beziehungsnöte Geschiedener. Letzte Hauptrolle von James Gandolfini!

2 Filmbewertungen
  • Gesamt
  • Action
  • Humor
  • Romantik
  • Spannung
  • Anspruch
5/5
Bereits im Kino seit 0 1 7 Wochen Filmstart: 19.12.2013
Jetzt Film bewerten
  • Gesamt
  • Action
  • Humor
  • Romantik
  • Spannung
  • Anspruch
Filmkritik zu Genug gesagt

Nicole Holofcener bleibt ihrem Walking-and-Talking-Stil treu in ihrer bisher reifsten Beziehungskomödie zwischen Woody Allen und Eric Rohmer.

Nachdem sich Nicole Holofcener mit ihrer letzten Komödie "Please Give", die 2010 in Sundance und auf der Berlinale gezeigt wurde, zuletzt in ihre Geburtsstadt New York gewagt hatte, kehrt die Filmemacherin mit ihrer fünften Regiearbeit wieder zurück in heimische Gefilde, in die sonnendurchfluteten Upper-Middle-Class-Wohngebiete von Los Angeles, wo sie selbst seit ihrem achten Lebensjahr lebt und die zwei Filme davor gespielt hatten. Es ist also nur passend, dass die 53-jährige Stieftochter des ehemaligen Woody-Allen-Produzenten Charles H. Joffe, die bislang stets ihre enge Freundin Catherine Keener als eine Art Alter Ego für ihre humorvollen Betrachtungen der weiblichen Psyche eingesetzt hat, hier mit Julia Louis-Dreyfus - auf immer und ewig die Stadtneurotikerin Elaine aus "Seinfeld", zuletzt aber auch in der HBO-Serie "Veep" brüllend komisch - eine archetypische New Yorkerin an die Westküste verpflanzt hat.

Als Fremde in einer fremden Welt ist sie die Idealbesetzung für die vom Leben überforderte Masseuse Eva, die sich seit ihrer Scheidung aus der Bahn geworfen fühlt und mit nachhaltiger Einsamkeit konfrontiert sieht, wenn ihre flügge gewordene Tochter in Kürze aufs College geht und ihr Zuhause verlässt. Auf einer schicken Cocktailparty kommt sie mit einem Mann ins Gespräch, der äußerlich mit seinem dicken Bauch und seinem schütteren Haar so gar nicht Evas Typ ist. Auch Albert ist gerade geschieden und muss seine Tochter in Kürze ziehen lassen, aber vor allem ist er witzig und unterhaltsam und einfühlsam, sodass sich Eva zu einem Rendezvous mit ihm trifft und dabei in ihn verliebt. Das erweist sich nur deshalb als Problem, weil Eva auf besagter Cocktail-Party auch die esoterische Dichterin Marianne - eine Freundin von Joni Mitchell, wie sie sagt! - kennengelernt hat, die all das verkörpert und ausstrahlt, was Eva sich unter dem Idealbild einer starken, modernen Frau vorstellt. Weil sie so geblendet ist von deren souveränem Auftreten, realisiert Eva viel zu spät, dass ausgerechnet ihr Albert der geschiedene Mann von Marianne ist, über den sie sich unentwegt lustig macht.

Trotz aller dramatischer Verflechtungen ist es ein leichter Film mit guten Lachern und viel Wahrheit, der sich vor den Komplexitäten des Lebens nicht verschließt: So wie die Figuren ihre verletzten Seelen hinter ihren Marotten und Unsicherheiten verbergen, nutzt der Film seine lustigen Verstrickungen wie einen Schutzwall, hinter dem sich sein sanftes und zartes Herz versteckt. Also kann man lachen über die amüsierten Beobachtungen und bestechenden Dialoge, aber auch Anteil nehmen am romantischen Schicksal seiner Protagonisten. Vor allem aber ist "Genug gesagt" ein großes Geschenk von Nicole Holofcener an ihre Schauspieler, das sie danken annehmen. Julia Louis-Dreyfus gelingt ein bestechendes Porträt einer Frau, die es allen recht machen will und am Ende völlig allein dastehen könnte. Aber wirklich gehören tut der Film dem großen James Gandolfini in seiner vorletzten Rolle: Er spielt seinen Albert mit einem Höchstmaß an Einfühlungsvermögen und Zärtlichkeit als Gegenentwurf zu seiner Paraderolle des Tony Soprano. Sein komisches Timing könnte nicht besser sein. Ein schöner Schauspielerfilm mit entspanntem Kalifornienfeeling und großem Herz. ts.

  • 0
  • 0
2 Filmbewertungen
  • Gesamt
  • Action
  • Humor
  • Romantik
  • Spannung
  • Anspruch
Filmhandlung & Hintergrund zu Genug gesagt

Die geschiedene Masseurin Eva macht bei einer Gartenparty neue Bekanntschaften. Mit Gedichteschreiberin Marianne versteht sie sich so gut, dass sie nicht nur eine neue Kundin gewinnt, sondern auch bald eine Freundin. Eva wird auch Albert vorgestellt, von dem sie nicht besonders beeindruckt ist. Doch er will sie besser kennenlernen. Eva lässt sich auf ein erstes Date ein, ihr gefällt sein Humor, wie sie ist er geschieden und hat eine Tochter im gleichen Alter. Sie verlieben sich. Doch dann entdeckt Eva, dass Albert Mariannes Ex ist, über dessen Gewohnheiten sie ständig lästert.



Die geschiedene Masseurin Eva macht neue Bekanntschaften. Dichterin Marianne versteht sie sich so gut, dass sie nicht nur eine neue Kundin gewinnt, sondern auch bald eine Freundin. Eva wird auch Albert vorgestellt, von dem sie nicht besonders beeindruckt ist. Doch er will sie besser kennenlernen. Eva lässt sich auf ein erstes Date ein, ihr gefällt sein Humor, wie sie ist er geschieden und hat eine Tochter im gleichen Alter. Doch dann entdeckt Eva, dass Albert Mariannes Ex ist, über dessen Gewohnheiten sie ständig lästert.



Eine geschiedene Masseurin verliebt sich neu - und freundet sich ausgerechnet auch noch mit dessen Ex an. Wunderbare, ebenso leichtfüßige wie ehrliche Independentkomödie um die Beziehungsnöte Geschiedener.



Prädikat besonders wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: Besonders wertvollEva ist geschieden, hat eine Tochter, die bald ins College geht und hat als Masseurin ihren festen und treuen Kundenkreis. Doch irgendwie fehlt Eva doch ein Mann in ihrem Leben. Das ändert sich, als sie auf einer Party Albert kennenlernt. Albert ist freundlich, witzig und ebenfalls geschieden. Und obwohl er gar nicht Evas Typ ist, verliebt sie sich Stück für Stück in ihn. Alles könnte so schön sein. Doch dann macht Eva eine Entdeckung, die sie ganz schnell die rosarote Brille abnehmen lässt. In Nicole Holofceners romantischer Komödie stimmt einfach alles. Das Timing der spritzigen Dialoge, die Figuren, die so herrlich unperfekt daherkommen und ihre großen und kleinen Probleme mit sich tragen und natürlich die rührend-komische Geschichte rund um eine zweite Chance auf die große Liebe. Julia Louis-Dreyfus ist bezaubernd entwaffnend als Eva, ihr zur Seite steht der großartige James Gandolfini in einer seiner letzten Rollen. Regisseurin Nicole Holofcener erzählt wunderbar unaufgeregt von diesen beiden Menschen und ihrem emotionalen Gepäck. Die großen Gefühle sind da, doch sie vermitteln sich ganz subtil, wie nebenbei und berühren doch tief. Ganz nah dran am wirklichen Leben, leicht erzählt und doch mit Tiefgang - besser kann ein Film nicht unterhalten.

Jurybegründung:

Eva ist allein erziehende Mutter und Single wider Willen, bis sie auf einer Party Albert begegnet, der auf den ersten Blick so gar nicht der Mann ihrer Träume ist. Da sie aber den gleichen Humor teilen, lassen sie sich auf ein Date ein und es entwickelt sich eine romantische Beziehung. Bis Eva erfährt, dass ihre Kundin und neue gute Freundin Marianne Alberts Exfrau ist. Ihre intimen Geschichten über Alberts Macken wecken Zweifel in Eva, bis es zum Bruch kommt.
In ihrer neuen, äußerst liebenswerten und lebensnahen Romantic Comedy beobachtet Nicole Holofcener sehr genau, wie sich Menschen Mitte 40 verhalten, wenn sie sich doch noch mal auf eine Romanze einlassen, die sich zur neuen großen Liebe auswachsen könnte. Die Leichtigkeit, mit der Holofcener ihren Film inszeniert hat und den sympathischen, überzeugenden Cast führt, wecken das Interesse an dieser kleinen und doch so großen Geschichte mitten aus dem Leben.
Die ansteckende Lebensfreude von Eva ist dabei ebenso überzeugend gespielt wie ihre kleinen Sticheleien, die sich nach und nach zu einem peinlichen Vorführen Alberts auswachsen. Julia Louis-Dreyfus bereichert ihre Figur mit ihrem nuancenreichen Spiel, gibt ihr Tiefe. Dem gegenüber spielt James Gandolfini seinen Albert mit einem Understatement, wie man es nur selten zu sehen bekommt. Gerade darin drückt sich das große Können dieses herausragenden Schauspielers aus. Jede Geste, jeder Blick sitzt, nichts ist zuviel.
GENUG GESAGT ist ein Film, der den Zuschauer berührt, da er so nachvollziehbar und mitten aus dem Leben erscheint, das Drehbuch fein beobachtete soziale Konstrukte und Konflikte aufgreift und durchexerziert und dabei doch stets leicht und unterhaltsam daher kommt. Er regt zum Lachen wie zur Selbstreflexion an. Der Zuschauer wird mit einem angenehmen Gefühl und jeder Menge Gesprächsstoff aus dem Kino entlassen und so kann der Film noch lange nachhallen.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


  • 0
  • 0
Originaltitel Enough Said
OV -
OmU -
Genre Komödie / Drama
Filmpreis -
USA-Start 18.09.2013
Kinostart (D) 19.12.2013
Besucher (D) 66.123
Einspielergebnis (D) € 425.200
Bes. (EDI) 66.123
Bes. (FFA) 61.284
FSK ab 6 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Genug gesagt
Regisseur Nicole Holofcener Künstlerporträt 549551 Nicole Holofcener / Berlinale 2010 Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller Julia Louis-Dreyfus Künstlerporträt 847612 Julia Louis-Dreyfus / unite4:humanity Event Eva © Kurt Krieger
Darsteller James Gandolfini Künstlerporträt 215007 Gandolfini, James / 62. Filmfestspiele Venedig 2005 / Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica Albert © Kurt Krieger
Darsteller Catherine Keener Künstlerporträt 621704 Catherine Keener Marianne © Kurt Krieger
Darsteller Toni Collette Künstlerporträt 357143 Collette, Toni / 60. Filmfestival Cannes 2007 Sarah © Kurt Krieger
Darsteller Tavi Gevinson Chloe
Darsteller Ben Falcone Will
Darsteller Tracey Fairaway Ellen
Darsteller Eve Hewson Tess
Drehbuch Nicole Holofcener Künstlerporträt 549551 Nicole Holofcener / Berlinale 2010 Drehbuch © Kurt Krieger
Produzent
Ausf. Produzent
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
  • 0
  • 0
News & Stories zu Genug gesagt
1240 16.04.2014 0 'Stirb Langsam 6' mit Samuel L. Jackson 'Stirb Langsam 6' mit Samuel L. Jackson Der "Avengers"-Star soll ein zweites Mal an der Seite von Bruce Willis ein "Die Hard"-Erlebnis bekommen. mehr ›
  • 0 10.04.2014 Die Bestimmung - Divergent Film der Woche: Die Gesellschaft der Zukunft ist in fünf Fraktionen gespalten. Doch die junge Tris vereint alle in sich. Packende Verfilmung der Bestseller. mehr >
  • 0 10.04.2014 The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro Superhelden-Tipp: Action satt beim Kampf in 3D gegen Jamie Foxx als Hochspannungs-Fiesling Electro. mehr >
  • 0 10.04.2014 Sabotage Action-Tipp: Arnie Schwarzenegger als Leader eines SWAT-Teams, das von Kartellkillern ins Visier genommen wird. mehr >
  • 0 14.04.2014 Noah Satte Fantasy-Action statt Bibelgeschichte: Russell Crowe als etwas anderer Noah, der mit "Harry Potter"-Star Emma Watson ums Überleben kämpft. mehr >
0 31.12.2002 0 Julianne Moore küsst lieber Frauen Julianne Moore küsst lieber Frauen Frauen riechen besser, schmecken besser und sind viel weicher - das sagt zumindest Julianne Moore nach ihrem Filmkuss mit Toni Collette. mehr ›
1313 12.12.2013 0 Golden Globe-Chance für Daniel Brühl Golden Globe-Chance für Daniel Brühl Für seine Rolle als Niki Lauda in "Rush" wurde Daniel Brühl für den Golden Globe nominiert. Die Konkurrenz allerdings ist hochkarätig. mehr ›
0 14.02.2014 0 Blake Lively zieht alle Valentinsregister Blake Lively zieht alle Valentinsregister Gute Nachrichten für Ryan Reynolds. Gattin Blake Lively verwöhnt ihn am Valentinstag mit Kuchen & Krimi. mehr ›
  • 0
  • 0
Reviews und Kommentare zu Genug gesagt
Kommentare: 0
Hier läuft Genug gesagt in den Kinos
Haben Sie Ihren facebook-Account bereits mit kino.de verbunden?

Dann loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich mit einem Klick auf den Button!

Bitte melden Sie sich an, um eine Bewertung abzugeben

Loggen Sie sich bitte hier mit Ihrem facebook-Account ein. Wenn Sie noch keinen facebook-Account haben,
können sie sich mit einem Klick auf den Button auch neu registrieren.

Sie haben den Film bereits bewertet.

Wollen Sie an den Filmstart erinnert werden

Wir erinnern Sie gerne daran, wenn der Film im Kino anläuft, damit Sie ihn nicht verpassen

Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.

E-Mail Adresse