Romantisches Drama mit Liv Taylor, die unter Bernardo Bertoluccis Regie ein junges Mädchen im Selbstfindungsprozeß spielt. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz35/z0235082/b150x150.jpg Gefühl und Verführung - Stealing Beauty

Filmdetails

Gefühl und Verführung - Stealing Beauty

Romantisches Drama mit Liv Taylor, die unter Bernardo Bertoluccis Regie ein junges Mädchen im Selbstfindungsprozeß spielt.


Gefühl und Verführung - Stealing Beauty
Start: 26.09.1996

Originaltitel: Stealing Beauty

Drama

Italien/Großbritannien/Frankreich 1996
Laufzeit: 118 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Liv Tyler
Sinéad Cusack
Donal McCann

Regie: Bernardo Bertolucci
Verleih: Jugendfilm (Central)

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Inhalt

Nachdem sich ihre Mutter umgebracht hat, verbringt die junge Amerikanerin Lucy den Sommer bei Freunden in einer Villa in der Toskana. Sie hofft, dort ihren leiblichen Vater zu finden und Niccolo, einer ehemaligen Ferienliebe wiederzubegegnen. Zugleich erfrischt sie mit ihrer unbeschwerten und offenen Art die lethargischen Mitbewohner der Villa und gewinnt die erste bedeutsame sexuelle Erfahrung.


Kritik

Gefühl und Verführung - Stealing Beauty

Nach der Fertigstellung seiner "orientalischen Trilogie" wollte Bernardo Bertolucci wieder einen Film in seiner Heimat Italien realisieren. Er beauftragte die US-Schriftstellerin Susan Minot, aus seiner flüchtigen Ideen-Skizze ein Drehbuch zu gestalten. Aus dieser fast poetischen Vorlage schuf der Meister eine leichte, lichtdurchflutete Sommerromanze, in deren Mittelpunkt das 19jährige amerikanische Schauspieler-Talent Liv Tyler steht.

Vor allem zwei Gründe hat die junge Amerikanerin Lucy Harmon (sensationell: Liv Tyler), den Sommer bei Freunden in der Toskana zu verbringen: Zum einen will sie, nach dem Selbstmord ihrer Mutter, dort versuchen, ihren biologischen Vater zu finden und zum anderen will sie den Nachbarsjungen Niccolo wiedersehen, in den sie sich bei einem Besuch vor vier Jahren unsterblich verliebt hat. Bei ihrer Rückkehr in die USA wird sie tatsächlich ihrem Vater begegnet sein und ihre Jungfräulichkeit verloren haben - allerdings nicht an Niccolo.

Dazwischen liegt eine Zeit lustvoller Unschuld, emotionaler Verwirrung und diffuser Sehnsucht, eine Zeit der Empfindsamkeit also, die geradewegs aus Lucys Poesiealbum stammen könnte. Mit ihrer frischen Art und naiven Offenheit beflügelt Lucy immer mehr auch die anderen, in ihrer selbstgefälligen Toskana-Lethargie vor sich hindümpelnden Bewohner der Villa.

Vor allem in dieser Figuren-Konstellation blitzen Bertolucci-typische "Themen" wieder auf: Da gibt es den zynischen Kunsthändler (Jean Marais), den todkranken Dichter (hervorragend: Jeremy Irons), das heiter-abgedrehte Künstler-Ehepaar (Donald McCann & Sinead Cusack) samt ihrer sexuell äußerst attraktiven Tochter (Rachel Weisz) und deren egoistischem Lover (D.W. Moffett). Geschickt kontrastiert Bertolucci deren leergelebte Welt aus melancholischer Luft und Ennui mit Lucys Suche nach den Geheimnissen des Lebens. Identitätsstarre versus Lebensfreude! Hier treffen Menschen aufeinander, die von allem den Preis wissen und von (fast) nichts mehr den Wert. Es ist schon erstaunlich, mit welchem großen Einfühlungsvermögen sich der 56jährige Bertolucci in die Psyche eines 19jährigen Mädchens hineinversetzt. Seiner sensiblen Regie vor allem ist es zu verdanken, daß Lucys Selbstfindungsprozeß nicht zu einer soft-voyeuristischen Altmännerfantasie verkommt. In diesem Zusammenhang soll die kongeniale Kameraarbeit von Darius Khondji ("Seven", "Stadt der verlorenen Kinder") nicht unerwähnt bleiben. Wie er sich nicht nur den ausgelutschten Toskana-Klischees verweigert, sondern immer wieder neue Bilder findet, und wie er vor allem Liv Tyler fotografiert hat, ist schlicht meisterhaft. Mit der unverkrampften Art, mit der Bertolucci seinen romantischen Sommernachtstraum inszeniert hat, ist es gut möglich, daß er sich ein völlig neues, vor allem jüngeres und unbelasteteres Publikum erschließt. Und vielleicht kann man dem Werbeslogan auf den Plakaten in Cannes zustimmen: "The most beautiful place to be is in love". ull.

Gefühl und Verführung - Stealing Beauty

Darsteller:  Liv Tyler  
  Sinéad Cusack  
  Donal McCann  
  Jeremy Irons  
  Jean Marais  
  Rachel Weisz  
  D.W. Moffett  
  Stefania Sandrelli  
  Carlo Cecchi  
  Ignazio Oliva  
  Rebecca Valpy  
  Roberto Zibetti  
  Joseph Fiennes  
  Jason Flemyng  
  Leonardo Treviglio  
 
Regie:  Bernardo Bertolucci  
Drehbuch:  Susan Minot  
  Bernardo Bertolucci  
Produzent:  Jeremy Thomas  
Ausf. Produzent:  Mario Cotone  
  Yves Attal  
Kamera:  Darius Khondji  
Schnitt:  Pietro Scalia  
Musik:  Richard Hartley  

Hermine-Darstellerin plant Nacktszene

In Hogwarts ist sie vom frechen Gör längst zur jungen Frau gereift. Deswegen darf es für sie in der Zeit nach "Harry Potter" auch ruhig richtig zur Sache gehen...

Großansicht Will nicht ewig nur als Hermine gesehen werden: Emma Watson (Foto: Warner)

Will nicht ewig nur als Hermine gesehen werden: Emma Watson (Foto: Warner)

Emma Watson, besser bekannt als die schlaue Hermine Granger aus den "Harry Potter"-Filmen, strickt eifrig an ihrer Karriere nach dem anstehenden Abschluss an der Zauberschule Hogwarts. Unter den vielen Rollenangeboten ist auch eins von Regie-Altmeister Bernardo Bertolucci, der für seine sinnlichen Bilderwelten bekannt ist. "Für ihn würde ich mich sogar ausziehen", hat Watson dazu überraschend erklärt.

Eilig hat es die Jungschauspielerin damit allerdings nicht. "Ich nehme es mir nicht direkt vor, aber es ist einfach Teil meines Jobs." Bertolucci erregte zuletzt mit ebenso schönen wie schonungslosen Nacktszenen des späteren Bond-Girls Eva Green in "Die Träumer" Aufsehen. Davor zeigte sich für ihn auch Elbenkönigin Liv Tyler in "Gefühl und Verführung" im Eva-Gewand. Nacktszenen mit der gerade 18-jährigen Emma Watson würden aber sicher für noch größeren Wirbel sorgen...

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