Sir Ben Kingsley
Candice Bergen
Edward Fox
Regie: Lord Richard Attenborough
Verleih: unbekannt
56 der 79 Lebensjahre Mohnadas Karamchad Gandhis, von seinem Volk liebevoll Mahatma - große Seele - genannt. Gandhi geht nach seinem Studium in England 1893 mit 23 Jahren nach Südafrika, praktiziert dort erstmals - konfrontiert mit den Apartheid-Gesetzen - den gewaltlosen Widerstand. 1915 kehrt er in seine Heimat zurück, wo er sein eigentliches Ziel verfolgt: Indiens Unabhängigkeit vom britischen Empire. Über 40 Jahre vergehen, bis die Kolonie endlich frei wird, allerdings geteilt in einen Hindi- und einen moslemischen Staat. 1948 fällt Mahatma einem Attentat zum Opfer.

Der Monumentalfilm, an dessen Realisierung Richard Attenborough zwanzig Jahre lang arbeitete, wurde mit einem 22-Millionen-Dollar-Budget sechs Monate lang überwiegend an Originalschauplätzen in Indien und Großbritannien gedreht. Allein 300.000 Komparsen sind in der Begräbnisszene zu sehen - die größte Menschenansammlung in der Geschichte des Films. Vor allem aber waren es die herausragenden darstellerischen Leistung Ben Kingsleys, mit denen der Film etwas von der Ausstrahlung Gandhis und seiner Ideale der Gewaltlosigkeit, der Würde des Menschen und des Friedens auf Erden vermittelte. Das Werk wurde 1983 mit acht Oscars ausgezeichnet.
| Darsteller: | Sir Ben Kingsley | als Mahatma Gandhi | |
|---|---|---|---|
| Candice Bergen | als Margaret Bourke-White | ||
| Edward Fox | als General Dyer | ||
| Rohini Hattangadi | als Kasturba Gandhi | ||
| Sir John Gielgud | als Lord Irwin | ||
| Trevor Howard | als Richter Broomfield | ||
| Sir John Mills | als Vizekönig | ||
| Martin Sheen | als Vince Walker | ||
| Günther Maria Halmer | als Dr. Hermann Kallenbach | ||
| Regie: | Lord Richard Attenborough | ||
| Drehbuch: | John Briley | ||
| Produzent: | Lord Richard Attenborough | ||
| Kamera: | Billy Williams | ||
| Ronnie Taylor | |||
| Schnitt: | John Bloom | ||
| Musik: | Ravi Shankar | ||
| George Fenton | |||
| Produktionsdesign: | Stuart Craig | ||
| Robert W. Laing | |||
| Michael Seirton | |||
| Kostüme: | John Mollo | ||
| Bhanu Athaiya | |||
Wer hätte Mahatma Gandhi besser verkörpern können als Krishna Bhanji?
Dem Filmfan ist der britische Schauspieler mit indischen Wurzeln wohl besser bekannt als Ben Kingsley. In Richard Attenboroughs Leinwandepos "Gandhi" über den indischen Friedens- und Freiheitskämpfer verschmolz er so sehr mit seiner ersten großen Rolle, dass er seinem Vorbild wie aus dem Gesicht geschnitten wirkte. Von der verblüffenden Ähnlichkeit konnte sich auch das deutsche Publikum ab dem 18. Februar 1983 überzeugen.
Für Kingsley bedeutete der Film direkt den großen Durchbruch in Hollywood, seine Leistung wurde auch prompt mit einem Oscar gewürdigt. Dabei standen ursprünglich bereits bekannte Darsteller wie Alec Guinness, Anthony Hopkins und Dustin Hoffman auf der Wunschliste für die Hauptrolle. Doch die ersten beiden hatten keine Zeit oder kein Interesse, und Hoffman schlüpfte in "Tootsie" lieber in Frauenkleider, als sich einer strengen Diät zu unterziehen.
Der indische Staatsgründer und Pazifist "Gandhi" in Richard Attenboroughs Epos (1982), für das er mit dem Oscar ausgezeichnet wurde,...
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