Originaltitel: Double Indemnity
USA 1944
Barbara Stanwyck
Fred MacMurray
Edward G. Robinson
Regie: Billy Wilder
Verleih: unbekannt
Phyllis Dietrichson verführt den jungen Versicherungsvertreter Walter Neff und überredet ihn, ihr bei der Ermordung ihres Mannes, für den sie eine hohe Lebensversicherung abschließt, behilflich zu sein. Obwohl ihr Plan zunächst aufzugehen scheint und alles für einen Unfalltod spricht, schaltet sich ein auf Betrügereien spezialisierter Kollege Neffs, Barton Keyes, ein. Es gelingt Keyes, der Wahrheit auf die Spur zu kommen, weshalb Neff Phyllis ermorden will, bevor der Verdacht auch auf ihn fällt. Als die beiden aufeinandertreffen, schießt sie jedoch zuerst und verwundet ihn. Nachdem er sie umgebracht hat, schleppt er sich mit letzter Kraft in das Büro Keyes', wo er sein Geständnis auf Band spricht.

Mit seinem dritten Film gelang Regisseur Billy Wilder ein Meisterwerk des film noir, das sich durch eine erstklassige Regie, ein hervorragendes Drehbuch und großartige schauspielerische Leistungen auszeichnet. Der als Rückblende angelegte Film, dessen Drehbuch von Wilder selbst zusammen mit Krimi-Autor Raymond Chandler verfaßt wurde, präsentiert auf ungeschminkte Weise eine skrupellose, verdorbene Gesellschaft, in der es keinen einzigen good guy mehr gibt. Im Mittelpunkt steht dabei - mit blonder Perücke - Barbara Stanwyck als gewissenlose femme fatale, der auf dem Weg zum Reichtum alle Mittel recht sind.
| Darsteller: | Barbara Stanwyck | ||
|---|---|---|---|
| Fred MacMurray | |||
| Edward G. Robinson | |||
| Tom Powers | |||
| Porter Hall | |||
| Jean Heather | |||
| Regie: | Billy Wilder | ||
| Drehbuch: | Billy Wilder | ||
| Raymond Chandler | |||
| Ausf. Produzent: | Joseph Sistrom | ||
| Buchvorlage: | James M. Cain | ||
| Kamera: | John F. Seitz | ||
| Musik: | Miklós Rózsa | ||
| Produktionsdesign: | Hal Pereira | ||
Die sagenhafte Filmkarriere der Barbara Stanwyck dauerte über 59 Jahre. Zuletzt stand sie für die Fernseh-Serie "Die Colbys" vor der Kamera und gewann dafür einen Emmy.
Einen Emmy-Award hat Jennifer Garner für "Alias" noch nicht erhalten, aber im Gegensatz zu Barbara Stanwyck begann ihre Karriere beim Fernsehen. Die großen Rollen in Hollywood erhält die 32-Jährige erst seitdem. So kämpfte sie als Elektra gegen "Daredevil" Ben Affleck und darf nun sogar in einem Spin-off wieder die Superheldin mimen.
Die Superheldin Hollywoods vergangener Tage war Barbara "Missy" Stanwyck, deren Leben nun in einem biografischen Film dargestellt werden soll.
Jennifer Garner übernimmt dabei die Rolle der arbeitssüchtigen Barbara, die im Zenith ihrer Karriere bis zu sechs Filme pro Jahr drehte. Barbara Stanwyck starb 1990 im Alter von 83 Jahren und wirkte bis dahin in über 93 Kinofilmen mit.
Ihre Filmchronik liest sich daher wie ein Lexikon der Kinogeschichte: "Frau ohne Gewissen", "The Bitter Tea of General Yen" unter der Regie von Frank Capra oder "Die Falschspielerin an der Seite von Henry Fonda ließ sie in die Herzen der Zuschauer einkehren.
Die Presse beschreibt die "Königin des goldenen Zeitalters" als "so verführerisch wie jede Frau, und so knallhart wie jeder Mann". Kollegen, Regisseure und Produzenten kannten sie auch genau so, denn die allürenlose Stanwyck gab immer 110 Prozent, was sich auch in ihren Filmen zeigte. Trotz ihrer schauspielerischen Leistung blieb sie jahrzehntelang fast ungeehrt, so wurde sie oft als "beste Schauspielerin, die nie einen Oscar gewann" bezeichnet. Die Jury zeichnete sie nämlich erst 1982 für ihre Lebenswerk mit der goldenen Statue aus.
Bis dahin ist es noch ein weiter Weg für Jennifer Garner, bleibt zu hoffen, dass ihr die Schuhe von Barbara Stanwyck auch passen.
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