Originaltitel: Cellular
USA 2004
Kim Basinger
Chris Evans
Jason Statham
Regie: David R. Ellis
Verleih: Warner
Surfer Ryan (Chris Evans), seines Zeichens nicht gerade der offizielle Erfinder des Verantwortungsbewusstseins, hätte eigentlich genug damit zu tun, seine entnervte Ex-Freundin Chloe (Jessica Biel) zurück zu erobern. Stattdessen jagt er wie ein Verrückter - so jedenfalls sieht es für die anderen aus - durch L.A., um einer völlig fremden Dame namens Jessica (Kim Basinger) beizustehen, die das Opfer von brutalen Entführern wurde und nun per Mobilfunk allein zu Ryan Kontakt knüpfen konnte.
Larry Cohen, altgedienter Genre-Experte und Autor des ähnlich angelegten "Nicht auflegen!", schlägt wieder mit dem Handy zu in diesem hochkarätig besetzten Thriller aus der Produktionsschmiede von Emmerich-Kumpan Dean Devlin.
Kim Basinger gerät in David Ellis' Hochspannungsthriller in die Hände einer mörderischen Kidnappergang.
"Nicht auflegen!" hieß der letzte Film von Drehbuchautor Larry Cohen. Nicht auflegen! heißt auch die Devise in seinem neuesten Thriller, der einmal mehr beweist, dass ohne Handys heutzutage einfach nichts mehr geht.
Als das Entführungsopfer Jessica Martin (Kim Basinger) nämlich aus ihrem Gefängnis verzweifelt nach draußen telefoniert, erwischt sie zufällig den Taugenichts Ryan (Chris Evans) auf dessen Handy.
Fortan hält der Schutzengel wider Willen das Leben von Jessicas gesamter Familie, die von korrupten Polizisten festgehalten wird, in der Hand. Denn sollte die Verbindung zwischen Jessica und Ryan abreißen, ist nicht nur die Leitung tot...
Taugenichts Ryan denkt zum ersten Mal in seinem Leben nicht nur an sich selbst (Foto: Warner)
Oscar-Gewinnerin Kim Basinger ("L.A. Confidential") überzeugt in David Ellis' ("Final Destination 2") fulminantem Actionthriller als Mutter, die auch vor den ganz harten Jungs, darunter "The Transporter" Jason Statham, keine Angst hat.
In seiner bislang härtesten Rolle brilliert zudem William H. Macy ("Fargo") als kleiner Cop mit großem Kämpferherz, der dafür sorgt, dass bei "Final Call - Wenn er auflegt, muss sie sterben" nicht nur das Action-Publikum in der Leitung bleiben wird.
| Darsteller: | Kim Basinger | als Jessica Martin | |
|---|---|---|---|
| Chris Evans | als Ryan | ||
| Jason Statham | als Ethan | ||
| Eric Christian Olsen | als Chad | ||
| Matt McColm | als Deason | ||
| Noah Emmerich | als Jack Tanner | ||
| William H. Macy | als Mooney | ||
| Brendan Kelly | als Mad Dog | ||
| Eric "Kaos" Etebari | als Dimitri | ||
| Caroline Aaron | als Marilyn Mooney | ||
| Adam Taylor Gordon | als Ricky Martin | ||
| Richard Burgi | als Craig Martin | ||
| Rick Hoffman | als Anwalt | ||
| Dat Phan | als Vietnamesischer Artist | ||
| Valerie Cruz | als Bayback | ||
| Eddie Driscoll | als Ronnie | ||
| Bryan Holly | als Janitor | ||
| Adam Lieberman | als 2. Kunde | ||
| Rob Nagle | als Sanitäter | ||
| Regie: | David R. Ellis | ||
| Drehbuch: | Larry Cohen | ||
| Chris Morgan | |||
| Produzent: | Dean Devlin | ||
| Lauren Lloyd | |||
| Koproduzent: | Marc Roskin | ||
| Ausf. Produzent: | Douglas Curtis | ||
| Toby Emmerich | |||
| Richard Brener | |||
| Keith Goldberg | |||
| Kamera: | Gary Capo | ||
| Schnitt: | Eric Sears | ||
| Musik: | John Ottman | ||
| Produktionsdesign: | Jaymes Hinkle | ||
| Domenic Silvestri | |||
| Kostüme: | Christopher Lawrence | ||
| Ton: | Art Rochester | ||
| Casting: | Roger Mussenden | ||
So prüde es in den USA auch zugehen mag, die englische Sprache kennt einige drastische Ausdrücke.
Provozieren mit dem bösen F-Wort: Ashton Kutcher mag "Fuck Buddies" (Foto: Kurt Krieger)
"Fuck Buddies" ist so eine Formulierung: Wenn es Männlein und Weiblein nur um Sex geht, sich beide zwar mögen und gut verstehen, aber keinerlei Romantik und Herzklopfen im Spiel ist, dann sind die beiden eben "Fickfreunde".
Genau um diese Art von Zweierbeziehung geht es im neuen Film von Ashton Kutcher. Seine "Fickfreundin" spielt dabei Natalie Portman. Allerdings ist "Fuck Buddies" nur der Arbeitstitel der Komödie. Ashton Kutcher befürchtet, dass am Ende ein anderer Filmtitel vom Plakat prangen wird:
"Ich habe gerade die letzte Szene eines Films namens 'Fuck Buddies' abgedreht, der aber wahrscheinlich gar nicht so heißen wird, keine Ahnung warum! Ich glaube, dass die Leute heiß auf einen Film wären, der 'Fuck Buddies' heißt. Wenn ich selbser ein Plakat sehen würde, auf dem 'Fuck Buddies' steht, würde ich sagen 'Hey, da bin ich dabei, den will ich sehen!' Ich hoffe daher, sie nehmen den Titel, er wäre perfekt!"
Ashton Kutcher, der auch selbst als Produzent arbeitet, kennt dabei natürlich die Mechanismen in Hollywood: Keiner will den möglichen Erfolg eines Films mit einem Titel riskieren, der die konservative Zielgruppe irritieren könnte. Zudem die Komödie von "Ghostbusters"-Regisseur Ivan Reitman ohnehin familienfreundlicher ist, als der Arbeitstitel glauben macht. Denn natürlich bleibt es zwischen Natalie Portman und Ashton Kutcher nicht bei der reinen Zweckbeziehung zum gemeinsamen Lustgewinn, sondern es entwickeln sich echte Gefühle. So vergisst Profi Ashton Kutcher auch nicht, das Wichtigste zu betonen:
"Der Film ist wirklich sehr, sehr lustig! Jedesmal, wenn ich an ihn denke, muss ich laut lachen." Ob das Werk auch in Deutschland ins Kino kommt, ist zwar noch nicht klar, aber bei zwei derart hochkarätigen Stars so gut wie sicher.
Wie auch immer dann der englische Titel lauten wird - die deutsche Übersetzung macht es vermutlich noch schlimmer. Schlechte Beispiele gibt es genug: Aus "Lethal Weapon" wurde "Zwei stahlharte Profis", aus "Mo' Money" "Meh' Geld", "Finding Neverland" wurde zu "Wenn Träume fliegen lernen" verkompliziert, das geniale "Meet the Fockers" zu "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" verflacht und bei "Cellular" wurde im deutschen "Final Call - Wenn er auflegt, muss sie sterben" gleich die komplette Handlung verraten ...
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