Originaltitel: Fanny och Alexander
Schweden/BRD/Frankreich 1982
Bertil Guve
Ewa Fröling
Gunn Wallgren
Regie: Ingmar Bergman
Verleih: Tobis
Ein Jahr nach dem Tod von Oscar Ekdahl heiratet seine Witwe den fanatischen Bischof Vergérus. Fanny und Alexander, die beiden Ekdahl-Kinder, haben bald unter der Herrschaft ihres strengen Stiefvaters zu leiden. Hilfe kommt, als der Jude Isaak, ein Freund der Familie, die Kinder entführt. In Isaaks Haus entdeckt Alexander den 16jährigen Ismael, der wegen seiner magischen Fähigkeiten verborgen gehalten wird. Ismael weist Alexander auf seine eigenen, unheimlichen Kräfte hin - und am nächsten Tag wird die verkohlte Leiche Vergérus in dessen Bett gefunden.

Der letzte Kinofilm Ingmar Bergmans ist eine psychologisch genaue, detaillierte Milieustudie, die die Mitglieder einer Familie nach der Jahrhundertwende in Schweden zeigt, denen es nach dem Tod des Ehemannes und Vaters schwer fällt, zu sich und zueinander zu finden. Unter Bergmanns meisterhafter Regie erstarrt die aus der Perspektive eines Kindes geschilderte Geschichte nicht in eintöniger Tristesse, sondern wird zu einer facettenreichen Metapher voller eindrucksvoller Bilder und magischer Momente. Ursprünglich als vierteilige Fernsehserie mit etwa fünf Stunden Laufzeit gedreht, wurde der Film für die Kinofassung auf drei Stunden gekürzt.
| Darsteller: | Bertil Guve | als Alexander Ekdahl | |
|---|---|---|---|
| Ewa Fröling | als Emilie Ekdahl | ||
| Gunn Wallgren | als Helena Ekdahl | ||
| Allan Edwall | als Oscar Ekdahl | ||
| Erland Josephson | als Isak Jacobi | ||
| Kristian Almgren | als Putte | ||
| Gunnar Björnstrand | als Filip Landahl | ||
| Harriet Andersson | als Justina | ||
| Lena Olin | als Rosa | ||
| Pernilla August | als Maj | ||
| Regie: | Ingmar Bergman | ||
| Drehbuch: | Ingmar Bergman | ||
| Produzent: | Jörn Donner | ||
| Kamera: | Sven Nykvist | ||
| Schnitt: | Sylvia Ingemarsson | ||
| Musik: | Daniel Bell | ||
| Produktionsdesign: | Anna Asp | ||
| Susanne Lingheim | |||
| Kostüme: | Marik Vos | ||
"Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen" - Mit "Apocalypse Now" ist jetzt passenderweise ein Antikriegsepos zum besten Film der letzten 25 Jahre gewählt worden. Neben Robert Duvalls berühmtem Ausspruch ist in Francis Ford Coppolas Meisterwerk auch einen betrunkener Martin Sheen beim Zertrümmern einer Zimmereinrichtung zu bewundern.
Auf die Plätze kamen Robert de Niros oscarprämierte Boxer-Biografie "Wie ein wilder Stier" und Ingmar Bergmans Vermächtnis, die beklemmende Familientragödie "Fanny und Alexander". Anstelle von "Star Wars" hält "Blade Runner" (Platz 7) die Fahne des Science Fiction hoch - weil George Lucas' erster Film der Sternensaga mit 1977 ein Jahr zu früh gedreht wurde. Doppelheld Harrison Ford wird's gelassen sehen.
Gewählt haben 50 englische Filmkritiker, Journalisten und Fachautoren. Ihr Favorit "Apocalypse Now" ist eine teilweise höchst experimentelle Verfilmung von Joseph Conrads Roman "Heart of Darkness" aus dem Jahr 1902. Aus der Filmfassung von 1979 mussten wegen der Kritik an der US-Außenpolitik seinerzeit viele Szenen herausgeschnitten werden. Diese Aufnahmen konnten Kinofans erst 22 Jahre später in "Apocalypse Now Redux" (2001) sehen: Captain Willards Bootsreise in den Dschungel tritt in der neuen Fassung wesentlich in den Vordergrund, wie auch in Conrads Roman die Reise eines französischen Handlungsreisenden den Kongo hinauf im Mittelpunkt steht.
Das Projekt verschlang damals unerhörte 40 Mio. Dollar: Die Schwierigkeiten bei der Produktion sind legendär: So fegte beispielsweise ein Tornado sämtliche Kulissen hinweg und Robert Duvall (als durchgeknallter Hardliner Kilgore) erlitt einen Herzinfarkt.
Die Top Ten der besten Filme der letzten 25 Jahre:
Ein Mann des Skrupels, Zweifels und der Skepsis war der 1923 geborene Schwede Erland Josephson neben Max von Sydow der ideale...
Sie wurde auf einen Schlag mit der Rolle der attraktiv sinnlichen Fotografin und Malerin in der Milan-Kundera-Verfilmung "Die unerträgliche...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.