Originaltitel: Fanfan, la tulipe
Frankreich/Italien 1952
Gérard Philipe
Gina Lollobrigida
Marcel Herrand
Regie: Christian-Jaque
Verleih: unbekannt
Der junge Fanfan, der mit seinem Mundwerk ebensogut umgehen kann wie mit seinem Degen, trifft die hübsche Zigeunerin Adeline, die ihm eine goldene Zukunft weissagt, da er die Tochter von König Ludwig XV. heiraten werde. Vorher aber hat er zahlreiche Abenteuer zu überstehen: er rettet Madame Pompadour vor Wegelagerern, kommt in den Kerker und wird zum Tode verurteilt, kann jedoch fliehen. In der Zwischenzeit adoptiert der König Adeline, der Erfüllung ihrer Weissagung steht also nichts mehr im Wege...
Mit viel Mut und Eleganz kombiniert das Drehbuch dieses berühmten Unterhaltungsklassikers verschiedene altbewährte Abenteuer- und Romantikelemente, wobei dem Geschehen auch eine Kritik der Feudalherrschaft und des Militarismus unterlegt ist. In Erinnerung bleibt der Film jedoch in erster Linie aufgrund der erfrischend frechen Darstellung des Titelhelden durch Gérard Philipe, wobei an seiner Seite Gina Lollobrigida neben ihren vielgepriesenen Formen auch schauspielerisches Talent zeigen kann. Durch ihre Leistungen werden selbst die haarsträubendsten Wendungen der Geschichte mitreißend und äußerst vergnüglich.
| Darsteller: | Gérard Philipe | als Fanfan | |
|---|---|---|---|
| Gina Lollobrigida | als Adeline | ||
| Marcel Herrand | als Ludwig XV. | ||
| Noel Roquevert | als Fier-à-Bras | ||
| Olivier Hussenot | als Tranche-Montagne | ||
| Nerio Bernardi | als La Franchise | ||
| Geneviève Page | als Madame Pompadour | ||
| Sylvie Pelayo | |||
| Regie: | Christian-Jaque | ||
| Drehbuch: | Henri Jeanson | ||
| Christian-Jaque | |||
| René Wheeler | |||
| Rene Fallet | |||
| Produzent: | Francis Cosne | ||
| Kamera: | Christian Matras | ||
| Schnitt: | Jacques Desagneaux | ||
| Musik: | Georges Van Parys | ||
| Maurice Thiriet | |||
Der Eröffnungsfilm der diesjährigen Filmfestspiele in Cannes steht fest: Mit Gerard Krawczyks Neuverfilmung des Klassikers "Fanfan la Tulipe" fällt am 14. Mai der Startschuss zur 56. Ausgabe des Festivals an der Côte d'Azur.
Der im 18. Jahrhundert angesiedelte Historienfilm erzählt die abenteuerliche Geschichte des unbekümmerten Schürzenjägers Fanfan und wurde insgesamt schon dreimal verfilmt (1907, 1926, 1952; bekannt unter dem Titel "Fanfan, der Husar").
In den Titelrollen der Mantel und Degen-Romanze sind Vincent Pérez und Penélope Cruz zu sehen, das Drehbuch stammt aus der Feder von Frankreichs Star-Filmemacher Luc Besson, der auch als Co-Produzent fungierte.
Die Version von Krawczyk ("Taxi")stützt sich auf die Verfilmung von 1952, deren Regie in den Händen von Christian-Jaque lag. Kein schlechtes Omen - der 1994 verstorbene Franzose erhielt für seinen "Fanfan" in Cannes eine Auszeichnung als bester Regisseur.
Diesen Coup wird Krawczyk mit seinem Remake allerdings nicht wiederholen können - der Eröffnungsfilm läuft in Cannes traditionsgemäß außer Konkurrenz.
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