Originaltitel: One, Two, Three
USA 1961
James Cagney
Horst Buchholz
Liselotte Pulver
Regie: Billy Wilder
Verleih: United Artists
Im noch ungeteilten Berlin der späten 50er Jahre muß C.R. MacNamara, Statthalter des mächtigen Coca-Cola-Konzerns zu Germany, voller Entsetzen zur Kenntnis nehmen, daß seine einzige Tochter von einem charmanten Kommunisten aus dem falschen Teil der Stadt geschwängert wurde und diesen auch noch zu heiraten beliebt. Keinen noch so miesen Griff in die Trickkiste scheuend macht sich MacNamara daran, den Bolschewisten auf kapitalistischen Kurs zu trimmen und die Familienehre zu retten.

Turbulente Screwball-Comedy vom Erfolgsteam Wilder/Diamond rund um die Wirrungen des Kalten Krieges, die ja bekanntlich besonders anschaulich in der deutschen Hauptstadt zu beobachten waren. Neben James Cagney als grimmig-jovialem US-Unternehmer zeigen deutsche Stars wie Horst Buchholz, Lilo Pulver (sexy wie MM) und Carl Lieffen, was aus ihnen hätte werden können, wenn die hiesige Filmnation eine solche wäre. Wegen des unmittelbar folgenden Mauerbaus fanden die Kinobesucher den Film dann nicht mehr ganz so komisch, doch 30 Jahre später erlebte Wilders kleines Meisterwerk ein triumphales Comeback.
| Darsteller: | James Cagney | als C.R. MacNamara | |
|---|---|---|---|
| Horst Buchholz | als Otto Ludwig Piffl | ||
| Liselotte Pulver | als Ingeborg | ||
| Arlene Francis | als Phyllis MacNamara | ||
| Ralf Wolter | als Borodenko | ||
| Pamela Tiffin | als Scarlett Hazeltine | ||
| Hanns Lothar | als Schlemmer | ||
| Karl Lieffen | als Fritz | ||
| Hubert von Meyerinck | als von Doste-Schattenburg | ||
| Howard St. John | |||
| Friedrich Hollaender | |||
| Regie: | Billy Wilder | ||
| Drehbuch: | Billy Wilder | ||
| I. A. L. Diamond | |||
| Produzent: | Billy Wilder | ||
| Buchvorlage: | Ferenc Molnár | ||
| Kamera: | Ernst Wild | ||
| Hugh Crawford | |||
| Daniel L. Fapp | |||
| Musik: | André Previn | ||
Der deutsche Schauspieler Horst Buchholz ist tot. Laut Pressemeldungen ist der international renommierte Kino- und Fernsehdarsteller am Montag Nachmittag im Alter von 69 Jahren in der Berliner Charité verstorben.
Wie gestern Abend bekannt wurde erlag Horst Buchholz "einer schweren Krankheit". Er habe zwar die optimale Therapie erhalten, die Erkrankung sei jedoch schon zu weit fortgeschritten gewesen, gab eine Sprecherin der Charité bekannt. Erst Mitte Februar war Buchholz wegen eines Oberschenkelhalsbruchs nach einem wochenlangen Aufenthalt in einer Reha-Klinik entlassen worden.
Nachdem Buchholz bereits mit Paraderollen in "Die Halbstarken" und "Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" ein nationaler Star war, gelang ihm 1959 mit dem Film "Tiger Bay" auch der internationale Durchbruch. Seine große Zeit hatte das ehemalige Teenie-Idol in den 60er-Jahren, wo er unter anderem für Billy Wilder in "Eins, zwei, drei" vor der Kamera stand und den Westernklassiker "Die glorreichen Sieben" drehte.
Zuletzt lebte Buchholz sehr zurückgezogen und trat nur noch gelegentlich im Fernsehen und auf der Bühne auf. Seinen letzten großen Kinoerfolg feierte "Hotte" in Roberto Benignis "Oscar"-prämierten Meisterwerk "Das Leben ist schön".
Sein "Sitzenmachen!" als Coca-Cola-Manager in Berlin in Billy Wilders Kalter-Kriegs-Groteske "Eins, Zwei, Drei!" (1961) bleibt einer der...
"Karriere kam klotzig über mich", sagte er einmal im Rückblick. Der von Verehrern liebevoll "Hotte" genannte Berliner vom Prenzlauer Berg...
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