Tragikomödie um einen geistig zurückgebliebenen Vater und seine pubertierende Tochter, die mit dem allmählichen Rollentausch in ihrer Beziehung zurechtkommen müssen. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto37/11371373/b150x150.jpg Einer wie Bruno

Filmdetails

Einer wie Bruno

Tragikomödie um einen geistig zurückgebliebenen Vater und seine pubertierende Tochter, die mit dem allmählichen Rollentausch in ihrer Beziehung zurechtkommen müssen.


Einer wie Bruno
Start: 12.04.2012

Drama / Komödie

Deutschland 2011
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Christian Ulmen
Lola Dockhorn
Lucas Reiber

Regie: Anja Jacobs
Verleih: Movienet (24 Bilder)

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Inhalt

Seit dem Tod ihrer Mutter lebt die 13-jährige Radost mit ihrem geistig zurückgebliebenen Vater Bruno in einer kleinen Wohnung. Das Jugendamt führen sie listig an der Nase herum, denn eigentlich betreut der Teenager den Erzeuger, und nicht umgekehrt. Als sie sich in den neuen Schulschwarm Benny verknallt, wird das Versteckspiel zur Qual und mit einsetzender Pubertät steigert ihre Sehnsucht nach einem normalen Leben das Konfliktpotenzial. Das labile Vater-Tochter-Verhältnis gerät aus den Fugen.


Kritik

Einer wie Bruno

Christian Ulmen liefert eine große Show als geistig behinderter Vater in einer tragikomischen Coming-of-Age-Geschichte mit vertauschten Rollen.

Ob Ulmens outriertes Spiel dem Verhalten eines geistig auf dem Stand eines sechsjährigen Gebliebenen wirklich gerecht wird, ist Ansichtssache. Aber sein Hang zu schrägen Typen krönt er mit einer mit Verve dargebotenen Show zwischen liebenswertem Kind und randalierendem Rüpel. Klar, dass seine Filmtochter Radost (eine echte Entdeckung: Lola Dockhorn in ihrer ersten Hauptrolle), die sensibel und zurückhaltend einen idealen Kontrapunkt darstellt, sich nichts sehnlicher wünscht, als einen normalen Vater zu haben.

In Anja Jacobs Kinodebüt um ein hinreißendes Vater-Tochter-Gespann haben sich die Verhältnisse umgekehrt. Das erzählt die Regisseurin, die bereits Erfahrung im Fernsehen gesammelt hat, in einer leise dramatischen, sozialrealistischen Tragikomödie.

Seit dem Tod ihrer Mutter sorgt die 13-Jährige für ihren unselbständigen Vater Bruno, um von Amtswegen nicht getrennt zu werden. Radost verliert darüber ihre Jugend, muss sie notgedrungen Erwachsene, Mutter und Betreuerin in einem sein. Mit einsetzender Pubertät entwickelt sich ein nicht nur, aber vor allem für den kindlichen Vater schmerzvoller Lösungsprozess. Radosts Schwarm, der neu in die Klasse gekommene Benny, droht ihr eisern gehütetes Geheimnis in der Schule zu enthüllen. Seine Eltern mögen normal sein, doch auch Benny hat Probleme mit ihnen. Wie das Mädchen sich in diesem Versteckspiel aufreibt, ist weder als trister Problemfilm noch als launiges Feel-Good erzählt, sondern als einfühlsames, nahezu lebensechtes Jugenddrama mit vielen komischen, aber auch poetischen Tupfern. Die sanfte Regie erlaubt, mit den Figuren zu fühlen. Das Schicksal dieses Odd Couple geht zu Herzen, erst recht, wenn es beide emotional durch die Mangel dreht. tk.

Einer wie Bruno

Darsteller:  Christian Ulmen   als Bruno Markowitsch
  Lola Dockhorn   als Radost Markowitsch
  Lucas Reiber   als Benny Schmidtbauer
  Peter Kurth   als Karli Fichtner
  Teresa Harder   als Frau Corazon
  Hans Löw   als Supermarkchef Gerd
  Fritz Roth   als Hausmeister Hochstätter
  Hans-Werner Meyer   als Rolf Schmidtbauer
  Ursina Lardi   als Hanna Schmidtbauer
  Janina Fautz   als Sonja
  Alwara Höfels   als Gitti
 
Regie:  Anja Jacobs  
Drehbuch:  Marc O. Seng  
Produzent:  Alexander Funk  
  Uwe Schott  
  Christian Pape  
Kamera:  Daniel Möller  
Schnitt:  Ronny Mattas  
Musik:  Matthias Klein  
Produktionsdesign:  Benedikt Herré  
Kostüme:  Nicole Stoll  
Maske:  Aniko Kamchen  
Ton:  Matthias Richter  
  Stephan Engl  
Casting:  Simone Bär  
  Maria Schwarz  

Star

Christian Ulmen

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