Federleichte, romantische Komödie, in der Sandra Bullock als neurotische Anwältin ihrem egozentrischen Chef Hugh Grant mit ihrer Kündigung die Augen öffnet. http://images.kino.de/flbilder/max03/mbiz03/mbiz01/z0301503/b150x150.jpg Ein Chef zum Verlieben

Filmdetails

Ein Chef zum Verlieben

Federleichte, romantische Komödie, in der Sandra Bullock als neurotische Anwältin ihrem egozentrischen Chef Hugh Grant mit ihrer Kündigung die Augen öffnet.


Ein Chef zum Verlieben
Start: 13.02.2003

Originaltitel: Two Weeks Notice

Komödie

USA 2002
Laufzeit: 101 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Sandra Bullock
Hugh Grant
Alicia Witt

Regie: Marc Lawrence
Verleih: Warner

Bogey - Box Office Germany Award

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Humor
Romantik
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Inhalt

Frisch aus dem Knast entlassen, wohin sie kurzfristig ihre umweltpolitischen Aktivitäten katapultierten, heuert Anwältin Lucy Kelson (Sandra Bullock) gegen bessere Überzeugung, aber für schnöden Mammon im Konzern des ebenso stinkreichen wie unselbständigen George Wade (Hugh Grant) an. Schon bald ist sie mehr für Wade als bloß eine Beraterin, doch zur finalen Romanze lässt es Lucy nie kommen. Bis Wade sich anderweitig (Alicia Witt) umsieht...

Romantische Komödie in bester Tracy-Hepburn-Tradition mit den zum Leinwandpaar geborenen Hugh Grant und Sandra Bullock.


Kritik

Erst Kabbeln, dann Küssen: Zwischen Sandra Bullock und Hugh Grant funkt's erst in allerletzter Minute.

Großansicht Peinlich: Doch der Schein trügt! (Foto: Warner)

Peinlich: Doch der Schein trügt! (Foto: Warner)

Was ist das Schöne an einer "romantic comedy"? Dass wir von Anfang an ahnen, wer wen bekommt, aber dennoch dem Happy End atemlos entgegenfiebern. Wie in dieser kapriziösen Tour d'amour.

Auch die Einser-Juristin Lucy Kelson und der Millionär George Wade sind füreinander geschaffen, nur wissen sie es noch nicht. Im Gegensatz zu uns, die darauf warten, dass die Zwei Stolpersteine auf dem Weg zum Glück wegräumen. Erst einmal sind sie sich nicht besonders grün.

Der schicke George hat die Immobilien- und Baufirma Wade Corporation im Rücken und die Angewohnheit, attraktive Anwältinnen schnellstmöglich ins Bett zu ziehen.

Großansicht Immer Haltung bewahren! (Foto: Warner)

Immer Haltung bewahren! (Foto: Warner)

Wie Tag und Nacht

Deshalb sorgt sein seriöser Bruder (David Haig) für die Einstellung der umweltbewegten Harvard-Absolventin, der George's Pläne ein Dorn im Auge sind, plant der Geldfuchs doch glatt, ein Gemeindezentrum abzureißen, um lukrative Eigentumswohnungen zu bauen.

Zwar kann sie ihn davon abhalten, aber dafür behandelt sie der Egozentriker wie ein Dienstmädchen, sogar die Krawatte muss sie ihm aussuchen. Der kleine Unterschied: George residiert großzügig im Greenwich-Village-Penthouse, während das Arbeitstier bei den Eltern logiert, sogar im Schlafzimmer immer Laptop, Palm-Pilot und Handy griffbereit.

Großansicht Was sich liebt, das neckt sich (Foto: Warner)

Was sich liebt, das neckt sich (Foto: Warner)

Konkurrenz im Anmarsch

Denn wenn der Boss mitten in der Nacht Ratschläge benötigt, klingelt ihr Telefon. Irgendwann ist Schluss mit lustig, die Schöne wirft das Handtuch, darf aber nur gehen, wenn sie eine Nachfolgerin präsentiert.

Die macht auf ehrgeiziges Kuschelmäuschen und hat bald den allzeit bereiten Goldfisch an der Angel. Könnte alles paletti sein. Nur kriecht bei Lucy plötzlich Eifersucht hoch und bei George kribbelt's beim Gedanken an die Ex-Kollegin. Doch wer kennt sie nicht, diese Angst, sich dem anderen zu offenbaren und ganz einfach zu sagen "Ich liebe dich"?

Großansicht Die arme Lucy muss ihren Chef wirklich überall hin begleiten (Foto: Warner)

Die arme Lucy muss ihren Chef wirklich überall hin begleiten (Foto: Warner)

Happy End inklusive

In bewährter Form sorgt Marc Lawrence (Drehbuchautor von "Miss Undercover" und "Auf die stürmische Art") dafür, dass sich die klopfenden Herzen finden.

Erstmals stehen die schauspielerischen Hochkaräter Sandra Bullock und Hugh Grant gemeinsam vor der Kamera und toppen sich gegenseitig an Komik. Zum Kugeln, wie sich das Duo misstrauisch beäugt und keine Spitzfindigkeit auslässt.

"All american girl" Sandra Bullock beweist wieder ihre Begabung für besten Slapstick. Womanizer Hugh Grant entpuppt sich erneut als gewiefter Charmeur mit Witz und ist - nach anfänglicher Fiesheit und trotz ausgeprägter Faulheit - wirklich "ein Chef zum Verlieben". Die dritte Hauptrolle in dieser Love-Story spielt Big Apple mit seinen versteckten romantischen Ecken. Fazit: Schlaflos in New York, nirgends ist es schöner.

Ein Chef zum Verlieben

Darsteller:  Sandra Bullock   als Lucy Kelson
  Hugh Grant   als George Wade
  Alicia Witt   als June Carter
  Dana Ivey   als Ruth Kelson
  Robert Klein   als Larry Kelson
  Heather Burns   als Meryl Brooks
  David Haig   als Howard Wade
  Dorian Missick   als Tony
  Joseph Badalucco   als Vorarbeiter
  Jonathan Dokuchitz   als Tom
  Veanne Cox   als Melanie Corman
  Janine LaManna   als Elaine Cominsky
  Iraida Polanco   als Rosario
  Charlotte Maier   als Helen Wade
  Katheryn Winnick   als Tiffany
  Jason Antoon   als Norman
  Rocco Musacchia   als Fischer
  Wynter Kullman   als Tyler
  Francie Swift   als Lauren Wade
  Adam Grupper   als Anwalt von Wades Exfrau
 
Regie:  Marc Lawrence  
Drehbuch:  Marc Lawrence  
Produzent:  Sandra Bullock  
Koproduzent:  Scott Elias  
Ausf. Produzent:  Mary McLaglen  
  Bruce Berman  
Kamera:  László Kovács  
Schnitt:  Susan E. Morse  
Musik:  John Powell  
Produktionsdesign:  Peter S. Larkin  
  Ray Kluga  
Kostüme:  Gary Jones  
Ton:  Danny Michael  
Casting:  Ilene Starger  

Sandra Bullock stoppt Karriere wegen Oscars

Es ist der Traum jedes Schauspielers: einmal den Oscar gewinnen und danach so richtig durchstarten! Doch die diesjährige Favoritin Sandra Bullock macht's genau andersherum, sie hat erstmal alle Filmpläne gestoppt.

Großansicht Steht vor dem Oscar wie das Kaninchen vor der Schlange: Sandry Bullock (Foto: Kurt Krieger)

Steht vor dem Oscar wie das Kaninchen vor der Schlange: Sandry Bullock (Foto: Kurt Krieger)

Bei Sandra Bullock ist das sicher keine Koketterie. Immerhin hat sie in über zwanzig Jahren Hollywood-Karriere und nach Megaerfolgen als Komödienstar in "Miss Undercover", "Ein Chef zum Verlieben" und zuletzt "Selbst ist die Braut" schon so ziemlich alles erlebt. Dass sie nun aber für eine ernste Rolle in "Blind Side - Die große Chance" erstmals für einen Oscar nominiert ist, bringt Sandra doch aus der Fassung:

"Ich habe noch nie in meinem Leben solche Angst gehabt", gesteht Sandra Bullock. "Irgendwie fragt man sich 'Was soll ich danach nur tun?' Dieser Moment ist unvergleichlich, in dieser Chance steckt eine derartige Energie, dass ich beschlossen habe mich überhaupt nicht mehr mit Arbeit zu beschäftigen, bis die Oscars vorbei sind."

Sandra Bullock: Nie mehr Miss Undercover?

Im Klartext heißt das, dass Sandra Bullock derzeit sämtliche Rollenangebote ausschlägt. Das soll aber kein Dauerzustand sein. "Ich will noch zehn bis fünfzehn Jahre hart in diesem Geschäft arbeiten. Wenn mir das jetzt dabei hilft, dann bin ich bereit für alles!"

In der Tat gilt Sandra Bullock bei US-Experten als Favoritin für den Hauptrollen-Oscar. Ihr Drama "Blind Side", in dem sie nach einer wahren Geschichte ein scheinbar chancenloses schwarzes Football-Talent unterstützt, war DER Überraschungserfolg in den amerikanischen Kinos und liegt auch thematisch voll auf Academy-Linie. Anders als bei Sandra Bullocks bisherigen Ausflügen ins Charakterfach wie in "28 Tage", "Mord nach Plan" oder "Die Vorahnung" gab's diesmal auch von der Kritik großes Lob. Sandra Bullocks größte Konkurrentinnen sind Meryl Streep für "Julie & Julia" und Helen Mirren für "Ein russischer Sommer", die haben aber beide bereits Goldjungen im Schrank. Den Jungstars Carey Mulligan für "An Education" und Gabourey Sidibe für "Precious" werden nur Außenseiterchancen eingeräumt.

Es wird spannend, ob Sandra Bullock sich im Fall eines Sieges ausschließlich noch ernsten Rollen verschreibt, oder ob sie ihre Fans zumindest gelegentlich auch weiter als sympathische Spaßmacherin verzückt.

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