Skurrile österreichische Komödie, in der vermeintlich "Irre" eigentlich die "normalen" Menschen sind. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz33/z0233068/b150x150.jpg Drei Herren

Filmdetails

Drei Herren

Skurrile österreichische Komödie, in der vermeintlich "Irre" eigentlich die "normalen" Menschen sind.


Drei Herren
Start: 15.04.1999

Komödie / Drama

Österreich/Deutschland 1998
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Karl Markovics
Ottfried Fischer
Karl Merkatz

Regie: Nikolaus Leytner
Verleih: Movienet

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Drei liebenswürdige, höfliche Herren sollen aus einer geschlossenen Anstalt zur Sommerfrische überstellt werden. Nach einem Unfall bleiben sie aber mit ihrem Chauffeur in einem kleinen Dorf hängen. Die Dorfbewohner haben Angst und beginnen Jagd auf die vermißt gemeldeten "Irren" zu machen. Keiner hat aber die drei Fremden in Verdacht.


Kritik

Drei Herren

Das österreichische Kino boomt. Auch jenseits der Alpen - so dreht Stefan Ruzowitzky, dessen "Die Siebtelbauern" sich zum Kinogeheimtip mauserte, gerade an "Anatomie" mit Franka Potente. Neben "Hinterholz 8", dem größten österreichischen Filmerfolg seit Sissi-Zeiten, war "Drei Herren" von Nikolaus Leytner einer der heimischen österreichischen Kinohits. Hier sind drei "Irre" im niederösterreichischen Waldviertel unterwegs auf Sommerfrische. Was oberflächlichen Klamauk vermuten läßt, entwickelt sich aber doch zu einer mal derben, mal aber auch melancholischen Komödie, in der die vermeintlich Irren die normalen Menschen sind, die sich ihre Phantasie und Herzenswärme erhalten haben.

Niemand würde in den drei Herren, die eines schönen Sommertages in einem Dorf im niederösterreichischen Waldviertel auftauchen, Patienten aus der Psychiatrie vermuten. Ein gnädiger Zufall, hat den drei höflichen Männern die Tür zur Freiheit geöffnet, als der Chauffeur des Busses, der sie zur Sommerfrische überstellen sollte, einen Herzanfall erleidet. So machen sich die drei Herren auf ins nahegelegene Dorf.

Ezechiel Dölken (Karl Merkatz) schläft schon lange nicht mehr, spricht in gespreiztem Hochdeutsch und archiviert mit seinem altmodischen Tonbandgerät Schnarchgeräusche. Der Exiltscheche Ivo (Karl Markovics) hat bei einem Autounfall seine Familie verloren, sich in eine Traumwelt geflüchtet und trägt dauernd ein Goldfischglas mit sich rum. Sichel (Ottfried Fischer) schließlich, der jüngste der drei Herren, ist nicht nur immens dick, sondern auch ebenso stark und spricht den ganzen Film über nur ein Wort. Die drei "Wahnsinnigen" treffen im Dorf auf andere Außenseiter. Sichel (immer noch stumm) bandelt mit Kamilla (Regina Fritsch) an, die von ihrem Vater als Dorfhure gehalten wird. Beide wären ein schönes Liebespaar, jedoch stört, daß Kamilla als Figur gezeigt wird, die ihren sexuellen Dienste gerne verkauft. Auch Ivo und Dölken beseitigen zusammen mit der Landbevölkerung einige Traumata, so daß die drei schon beinahe integriert werden. Die Nachricht jedoch, daß drei Irre aus der Anstalt entkommen seine, bringt die Dorfbewohner auf Trab und sie organisieren eine schlagkräftige Bürgerwehr. Leider hält die Hatz auf die Irren nur für Verwechslungskomik her, denn wie erwartet, hält keiner die drei sympathischen Männer für die Gesuchten. Nikolaus Leytners Komödie, die einmal kein verfilmtes Erfolgsstück des österreichischen Kabaretts ("Indien", "Hinterholz 8") ist, pendelt zwischen beinahe schon nostalgischer Unterhaltung und derben Späßen (ein Folterversuch mit einer Melkmaschine!) und verlangt vom Zuseher eine große österreichische Seele. An der Sprache sollte es nicht hapern, vielmehr könnte sich der österreichische Hang zu interessanten Ausrottungs- und Sterbeweisen für ein Publikum nördlich der Germknödel-Sphäre befremdlich erweisen. Leytner läßt die Kamera bevorzugt weite Fluren und saftige Wiesen betrachten, doch der liebevolle, harmlose (Sonntagnachhmittags-) Unterhaltungsfilm mit einer Portion Moral lebt hauptsächlich von seinen wirklich guten Darstellern, die eigentlich völlig gegen ihr Image besetzt wurden. Karl Markovics ("Stockinger") als tschechischer weiser Mann mit einer Vorliebe und Ottfried Fischer in seiner ersten stummen Rolle. zyk.

Drei Herren

Darsteller:  Karl Markovics   als Ivo
  Ottfried Fischer   als Sichel
  Karl Merkatz   als Dölken
  Regina Fritsch   als Kamilla
  Erni Mangold   als Alte Frau
  Franz Buchrieser   als Karli
  Dietmar Mössmer   als Wessely
  Peter Faerber   als Vater
  Uwe Schweiger   als Wolfi
  Jaromir Borek   als Wirt
  Johann Lurf   als Fritz
  Johannes Silberschneider   als Gendarm
  Klaus Ofczarek   als Postenkommandant
  Werner Wultsch   als Lederjacke
  Andreas Kunze   als Notar
 
Regie:  Nikolaus Leytner  
Drehbuch:  Nikolaus Leytner  
Produzent:  Helmut Grasser  
Koproduzent:  Peter Rommel  
Kamera:  Hans Selikovsky  
Schnitt:  Andreas Prochaska  
Musik:  Haindling  
  Christoph Dienz  
Produktionsdesign:  Susanne Quendler  
Kostüme:  Ursula Leitner  
Ton:  Michael Etz  
Casting:  Markus Schleinzer  

Star

Karl Markovics

Mit seinem durch die schiefe Nase und die engen Lippen markanten Profil gehört der Österreicher Karl Markovics zu den renommierten und...

Star

Ottfried Fischer

Der schwergewichtige Kabarettist und TV-Star gehört mit seiner Serie "Der Bulle von Tölz" zu den Ikonen des Fernsehens und gilt als...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.