Animationsfilm über einen jungen Wikinger, der sich mit einem Drachen anfreundet und fortan gegen die drohende Ausrottung der Drachen kämpft.
Dreamworks Animation überrascht mit einem höchst amüsanten und extrem kurzweiligen 3D-Animationsabenteuer, das auch ohne dreidimensionale Brille perfekt funktioniert.
Eines steht momentan felsenfest. Mit 3D-Filmen lässt sich der große Reibach machen. Nach Fox' Überflieger "Avatar" oder Disneys "Oben" und "Alice im Wunderland" spielt nun auch Paramount im Konzert mit mit Dreamworks Animations "Drachenzähmen leicht gemacht". Der Film der "Lilo & Stitch"-Regisseure Dean Deblois und Chris Sanders mag sich in der Zahl spektakulärer 3D-Effekte zurückhalten, unstrittig ist jedoch alles andere an diesem Werk, das auf einzigartige Weise einen spannenden Plot mit stimmigen Figuren und großartigem Humor verbindet. Die Story entführt uns nach "Wickie und die starken Männer" einmal mehr zu den Wikingern. Im Gegensatz zu Michael Bully Herbigs Kassenknüller ist es in diesem Film eine kunterbunte, kuriose Mischung unterschiedlichster Drachenarten, die den ach so unbesiegbar erscheinenden Männern mit den unverkennbaren Hörnerhelmen die Hölle heiß macht. Ganz konkret bedrohen die feuerspeienden, furchteinflößenden Fabeltiere gerade die kleine Insel Berk. Dort lebt der mächtige Wikingerhäuptling Haudrauf "der Stoische", ein berühmter Drachentöter, der diese Kunst unbedingt an seinen Sohn weitergeben will. Doch leider bringt der schmalbrüstige Hicks, der den etwas unpassenden Namen "der Hüne" trägt, wenig Talent für die Jagd und vor allem das Morden mit. Als die Heimatinsel von einer gigantischen Drachenplage bedroht wird, gelingt es ihm mit wenig Muskelkraft, aber umso mehr Köpfchen, einen so genannten Nachtschatten, den gefährlichsten seiner Art, zu besiegen. So weit so gut - wäre da nicht das pikante Problem, dass sich Hicks mit dem Nachtschatten nach und nach anzufreunden beginnt. Ein schweres und unverzeihliches Wikinger-Vergehen, das Vater Haudrauf keinesfalls dulden kann.
Was Deblois und Sanders in der Folge zeigen, ist ein Meisterstück klassischer Kinounterhaltung, die mit dem Charme von "E.T." und der Abenteuerlust von "Fluch der Karibik" betört. Dabei überzeugen sowohl frische, zeitgemäße Dialoge unter den überwiegend jugendlichen Protagonisten als auch der Spaßfaktor, der durch pfiffige Oneliner ebenso generiert wird wie durch wohl dosierte Slapstickeinlagen. Selten hat man so viele liebevoll ausgearbeitete Drachenfiguren auf einen Haufen gesehen, und bei den, nicht ganz ernst zu nehmenden, Kämpfen zwischen Mensch und Tier fühlt man sich in die Zeit der Gladiatoren zurückversetzt. Zudem besitzt Nachtschatten, fälschlicherweise "Ohnezahn" genannt, genau die richtige Mischung aus bösartigem Saurier und niedlichem Schmusekätzchen und der junge Hicks passt perfekt als schüchterner Pazifist, der mit seiner Aufgabe wächst und am Ende auch noch die kesse Astrid abkriegt. Bleibt noch positiv die deutsche Synchronisation zu erwähnen, die dem einen oder anderen Wikinger zwar einen allzu friesisch herben Dialekt aufoktroyiert hat, bei allen anderen aber - etwa dank Tatort-Kommissar Dominic Raacke als Haudrauf oder "Rock It!"-Hauptdarsteller Daniel Axt als Hicks - wunderbar funktioniert. lasso.
Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Kurztext:
Drachen vs. Wikinger: Der clevere aber etwas zartbesaitete Hicks ist ein Außenseiter im Wikingerdorf Berk. Das macht vor allem dem Oberhaupt zu schaffen - seinem Vater, der starke Zweifel hat, ob sein Sohn je ein mutiger Drachentöter werden wird. Doch Hicks findet letztlich in dieser fantastisch anmutenden Geschichte mit Mut und Herz seinen ganz eigenen Weg, um sowohl feuerspeiende Drachen als auch raubeinige Wikinger zu zähmen. Das neue Abenteuer aus der Schmiede von DreamWorks verblüfft durch die Perfektion der Animationstechnik, sympathische Charaktere und kreativ umgesetzte Drachenfiguren. In der 3D-Version sind besonders beeindruckend die tollkühnen Drachenritte - wie ausgelassene Achterbahnfahrten in verblüffend plastischen Landschaften versehen mit fantasievollen Details. Das macht großen Spaß und lässt die Zeit wie im Flug vergehen.
Jurybegründung:
Der Animationsfilm aus dem Hause DreamWorks entführt seine Zuschauer in die Welt der Wikinger und Drachentöter. In fantastischen Animationen lernen wir Haudrauf 'den Stoischen' kennen, den mächtigen Wikinger, von eindrucksvoller Gestalt, Chef der Insel und Vater von Hicks, einem Teenager, der mit seinen großen blauen Augen, den schmalen Gliedern und der schmächtigen Gestalt so gar nicht in die Vorstellungen des Vaters passt. Noch dazu ist Hicks ein sanfter, zurückhaltender Junge, der Probleme hat, den Wünschen des Vaters nachzukommen, der von ihm aggressives Verhalten und Drohgebärden gegenüber den Feinden des Ortes Berk, den zahlreichen großen und kleinen Drachen, erwartet. Hicks zähmt einen jungen Drachen, den er mit Hilfe einer selbst konstruierten Drachenkanone gefangen hat, statt ihn zu töten. Und er versucht den Vater davon zu überzeugen, dass diese Methode weitaus aussichtsreicher ist, als den Kampf mit den Drachen zu führen, der seit Jahren zu keiner Lösung geführt hat.
Dieser Generationskonflikt wird mit fulminant animierten Bildern in Szene gesetzt. Die 3D-Animation verstärkt dabei den Effekt vor allem bei den Flugszenen, wenn Hicks und seine Freunde auf Drachen reitend durch die Lüfte sausen. Das Tempo des Films steigert sich immer mehr zum Finale hin, das nach einem großen Showdown mit atemberaubenden Effekten die Versöhnung der Generationen und die Lösung des Drachenproblems überzeugend darstellt. Der Film ist reich an Details, charakterisiert seine Figuren bis in die kleinste Rolle hervorragend und wird dabei seinem Genre der Animationskomödie bestens gerecht. Die 3D-Effekte unterstützen die Wirkung der Animation im gestalterischen Einsatz. Der Film ist für Jung und Alt ein großer Spaß und hat nebenbei einen aufklärerischen Effekt, der jedoch nie pädagogisch wirkt. Die Tonebene in Zusammenhang mit der 3D-Wirkung macht den Film zu einem opulenten Erlebnis.
Insgesamt bleibt der Eindruck einer ganz eigenen Märchenwelt, die neu und inspiriert in Szene gesetzt ist und der 3D-Technik ihre Berechtigung verleiht.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
Der kleine Wikinger Hicks lebt auf der Insel Berk, auf der tagein tagaus gegen Drachen gekämpft wird. Eines Tages kommt es jedoch dazu, dass er einem Drachen das Leben rettet. Die beiden freunden sich an, was Hicks Vater, das Stammesoberhaupt der Gemeinschaft, gar nicht erfreut. Sein Sohn verstößt damit gegen die Wikingerehre. Diese sieht ausschließlich das Bekämpfen von Drachen vor. Doch Hicks lässt sich davon nicht beirren und nimmt den Kampf gegen die Ausrottung der Drachen auf.
| Originaltitel | How to Train Your Dragon |
| OV | Ja |
| OmU | - |
| Genre | Trickfilm / Fantasy |
| Filmpreis | - |
| USA-Start | 26.03.2010 |
| Kinostart (D) | 25.03.2010 |
| Besucher (D) | 1.596.800 |
| Einspielergebnis (D) | € 12.476.134 Bes. (EDI) 1.596.800 Bes. (FFA) 1.621.223 |
| FSK | ab 6 Jahre |
| WWW | - |
Christopher Sanders
Regisseur
Dean Deblois
Drehbuch
Christopher Sanders
Drehbuch
Bonnie Arnold
Produzent
Kristine Belson
Ausf. Produzent
Tim Johnson
Ausf. Produzent
Cressida Cowell
Buchvorlage
Kathy Altieri
Produktionsdesi gn
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