Originaltitel: The Birds
USA 1963
Rod Taylor
Tippi Hedren
Jessica Tandy
Regie: Alfred Hitchcock
Verleih: Universal [vor 1982]
Melanie Daniels, gelangweilte Tochter eines Pressezaren, verliebt sich beim Einkaufen in der Stadt in den Anwalt Mitch Brenner und folgt ihm in dessen kleines Heimatnest an der Pazifikküste. Dort macht sie nicht nur unangenehme Bekanntschaft mit Mitchs reservierter Mutter, sondern auch mit den Vögeln der Umgebung, die sich just an diesem Tag ganz besonders unnatürlich geben. Was zunächst niemanden weiter besorgt, erwächst zum echten Problem, als die Piepmätze in militärisch anmutenden Formationen zu lebensgefährlichen Attacken auf die Menschen übergehen.

Alfred Hitchcock zeichnet verantwortlich für diesen Klassiker des Horrorfilms, und damit auch für jene Welle der Tierhorrorfilme, die dem Vögelaufstand in den späten 60er bzw. 70er Jahren folgte und unter anderem Schlangen, Ratten und sogar Regenwürmer in den Rang veritabler Gruselschergen spülte. Die Vögel blieben unerreicht (selbst Spielbergs Hai ist hier nur Zweiter), weil die Epigonen die technische Seite gern vernachlässigten: Hitchcocks Schrecken kommt nicht nur aus der Luft, sondern vor allem von der (musikfreien) Tonspur und aus der Perspektive.
| Darsteller: | Rod Taylor | als Mitch Brenner | |
|---|---|---|---|
| Tippi Hedren | als Melanie Daniels | ||
| Jessica Tandy | als Lydia Brenner | ||
| Suzanne Pleshette | als Annie Hayworth | ||
| Veronica Cartwright | als Cathy Brenner | ||
| Ethel Griffies | als Frau Bundy | ||
| Charles McGraw | als Sebastian Sholes | ||
| Ruth McDevitt | als Frau MacGruder | ||
| Joe Mantell | als Reisender Seemann | ||
| Doodles Weaver | als Fischer | ||
| Regie: | Alfred Hitchcock | ||
| Drehbuch: | Evan Hunter | ||
| Produzent: | Alfred Hitchcock | ||
| Buchvorlage: | Dame Daphne Du Maurier | ||
| Kamera: | Robert Burks | ||
| Schnitt: | George Tomasini | ||
| Musik: | Bernard Herrmann | ||
| Produktionsdesign: | Robert Boyle | ||
Von entspanntem Vogelgezwitscher kann hier wahrlich nicht die Rede sein.
In Schwärmen stürzen sie vom Himmel herab, um mit ihren spitzen Schnäbeln die Gesichter der Menschen zu zerhacken. Eine wahre Horror-Vision, denn Vögel sind täglich unter und vor allem über uns. Zwar bis auf ein paar lästige Tauben meist friedlich, doch was eines Tages passieren kann, das setzte Alfred Hitchcock in erschreckende Bilder um.
Am 28. März 1963 wurde "Die Vögel" in New York uraufgeführt. Zwar sind im Film nur die Bewohner von Bodega Bay von der Invasion unserer gefiederten Freunde betroffen, doch ein wenig mulmig war dem Premierenpublikum wohl schon, als es den Kinosaal verließ und unter freien Himmel trat.
Auch Hauptdarstellerin Tippi Hedren hatte nach den Dreharbeiten ein gespaltenes Verhältnis zu Vögeln. Die Szene, in der sie im Schlafzimmer massiv von den Tieren angegriffen wird, wurde eine ganze Woche lang gedreht. Um die Vögel in bedrohlicher Nähe flattern zu lassen, wurden sie mit Nylonfäden an der Schauspielerin festgebunden. Nach dieser Horrorwoche musste sich Tippi einige Tage in einer Klinik von den Strapazen erholen.
Eine der ganz großen Damen des Theaters, war die in England geborene Jessica Tandy (1909-1994) über Jahrzehnte nur sporadisch für den Film...
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