Toll gespieltes Drama, das die Metamorphose einer Frau zu Selbstsicherheit und neu entdeckter Weiblichkeit schildert. http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz41/z0941501/b150x150.jpg Die Schachspielerin

Filmdetails

Die Schachspielerin

Toll gespieltes Drama, das die Metamorphose einer Frau zu Selbstsicherheit und neu entdeckter Weiblichkeit schildert.


Die Schachspielerin
Start: 07.01.2010

Originaltitel: Joueuse

Drama

Frankreich/Deutschland 2009
Laufzeit: 101 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Sandrine Bonnaire
Kevin Kline
Francis Renaud

Regie: Caroline Bottaro
Verleih: Concorde

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Romantik
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Inhalt

Hélène ist Zimmermädchen im Hotel und Putzfrau beim kauzigen Dr. Kröger und hat sich mit ihrem Leben arrangiert. Alles ändert sich, als sie beim Bettenmachen ein Pärchen auf dem Balkon beobachtet, das beim Schachspielen Zärtlichkeiten austauscht. Ihr Ehrgeiz erwacht und sie beschließt, das Königsspiel zu lernen. Nachts übt sie allein am Schachcomputer. Als Kröger ihr aus einer Laune heraus das Spielen beibringen will, ist er beeindruckt, wie gut sie ist.


Kritik

Die Schachspielerin

Kevin Kline lehrt Sandrine Bonnaire das Königsspiel. Sie verfällt der Magie von Dame, König, Turm und entdeckt ihre Weiblichkeit neu.

Sandrine Bonnaire, die Ikone des französischen Autorenkinos, kann alles spielen, sie wirkt wahrhaftig, ob trotzige Landstreicherin in "Vogelfrei", eiskalte Mörderin in "Biester", routinierte Prostituierte in "Der Bulle von Paris", heldenhafte Johanna von Orleans oder verliebt als "Die Frau des Leuchtturmwärters". Und natürlich bleibt sie auch als "Die Schachspielerin" in ihrer emotionalen Einsamkeit geheimnisvoll.

Hélène, eigentlich ein Zimmermädchen im Hotel und Putzfrau beim kauzigen Dr. Kröger (Kevin Kline), kam für ihren Mann vor langer Zeit nach Korsika und ist zufrieden, auch wenn die Liebe nicht mehr brennt und die Tochter ihr manchmal den Job und mangelnde Bildung vorwirft. Alles ändert sich, als sie morgens beim Bettenmachen ein Pärchen auf dem Balkon beobachtet, das beim Schachspielen Zärtlichkeiten austauscht. Da klingt etwas lang Vergessenes und Verdrängtes in ihr an und sie beschließt, das Königsspiel zu lernen. Nachts übt sie allein am Schachcomputer, zermartert sich das Hirn. Aus einer Laune heraus will ihr Kröger zeigen, wie man Schach spielt und ist von ihrer Begabung fasziniert.

In ihrem Debütfilm erzählt Caroline Bottaro nach dem Erfolgsroman von Bertina Henrichs die Metamorphose vom fleißigen Lieschen und genügsamer Ehefrau zur um Selbständigkeit und Freiraum kämpfenden Frau, die ihr Leben umkrempelt und am Ende nicht nur souverän ein Schach-Turnier gewinnt, sondern auch Selbstsicherheit und strahlende Weiblichkeit. Das Schachspiel ist Leidenschaft, Kommunikations- und Verführungsinstrument, der Lernprozess läuft parallel mit der Öffnung hin zu einer anderen Welt und der Entfaltung einer neuen Körperlichkeit. Einfach frappierend mit welcher Bestimmtheit eine filigrane und fragile Bonnaire die Kluft zwischen Arbeiterschicht und Bourgeoisie demonstriert und zielgenaue Dialoge (die sich hoffentlich auch in der deutschen Fassung wieder finden) soziale Realität umreißen, ein Bild französischer Wirklichkeit zeichnen. Allein die Szenen, in denen sich ein anfänglich snobistischer Kevin Kline und eine anfänglich unsichere Bonnaire Zug um Zug im Spiel und im Gefühl bis zum Schachmatt messen, lohnen den Kinobesuch. François Renaud als Arbeiter, der seine Frau liebt, aber nicht versteht, komplettiert die optimale Besetzung, die diesem romantischen Film im milden und mediterranen Licht zum Erfolg verhelfen sollte. mk.

Die Schachspielerin

Darsteller:  Sandrine Bonnaire   als Hélène
  Kevin Kline   als Dr. Kröger
  Francis Renaud   als Ange
  Jennifer Beals   als Amerikanerin
  Valérie Lagrange   als Maria, die Hoteldirektorin
  Alexandra Gentil   als Lisa
  Alice Pol   als Natalia
  Élisabeth Vitali   als Marie-Jeanne
  Dominic Gould   als Amerikaner
  Daniel Martin IV   als Schachclub-Präsident
  Didier Ferrari   als Jacky
  Laurence Colussi   als Pina
 
Regie:  Caroline Bottaro  
Drehbuch:  Caroline Bottaro  
  Caroline Maly  
Produzent:  Dominique Besnehard  
  Michel Feller  
Koproduzent:  Amelie Latscha  
  Dr. Felix Moeller  
Buchvorlage:  Bertina Henrichs  
Kamera:  Jean-Claude Larrieu  
Schnitt:  Tina Baz  
Musik:  Nicola Piovani  
Produktionsdesign:  Emmanuel de Chauvigny  
Kostüme:  Dorothée Guiraud  
Ton:  Erwan Kerzanet  
  Selim Azzazi  
  Emmanuel Croset  
Casting:  Tatiana Vialle  

Star

Sandrine Bonnaire

Vom Vorstadtkind ohne Schauspielausbildung zum Filmstar durchlief Sandrine Bonnaire eine atemberaubende Entwicklung. War Jeanne...

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Kevin Kline

Er pendelt erfolgreich zwischen Theater und Film, wechselt ernste mit komischen Rollen ab und hat seit 1983 ("Der große Frust") fünf Mal für...

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