Veröffentlicht am 26.05.2011
Die Relativitätstheorie der Liebe Deutschland 2011
Die Relativitätstheorie der Liebe Kinostart 26.05.2011, Deutschland 2011
  • Die Relativitätstheorie der Liebe / Katja Riemann / Olli Dittrich

  • Relativitätstheorie der Liebe, Die

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Die Relativitätstheorie der Liebe - Filmplakat

Mal tragischer, als komischer, aber stets bewegender Liebesreigen mit Katja Riemann und Olli Dittrich in mehreren Rollen.

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Nicht mehr im Kino Mehr auf video.de Filmstart: 26.05.2011
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Filmkritik zu Die Relativitätstheorie der Liebe

In Otto Alexander Jahrreiss' "Short Cuts"-Reigen der einsamen Seelen liefern Katja Riemann und Olli Dittrich mit einem doppelten Fünffachauftritt ein schauspielerisches Kabinettstückchen ab.

"Tauben auf dem Dach" war einmal der Arbeitstitel dieses tragikomischen Liebesreigens, in dem Regisseur Otto Alexander Jahrreiss in seinem ersten Kinofilm seit zwölf Jahren ("Alles Bob!") den Geheimnissen und Irrwegen der Liebe auf den Grund gehen möchte. Dass man schließlich das nüchtern-sachliche Wort "Relativitätstheorie" in den Titel packte, drückt zum einen aus, wie schwierig es ist, unsere Gefühlswelt in strukturierte Bahnen zu lenken (sofern wir dies überhaupt wollen?), zum anderen steht der Einsteinsche Begriff auch für die vielen emotionalen Facetten und Beziehungs-Konstellationen, denen die Protagonisten in diesem episodenartig angelegten Werk unterworfen sind. Zehn Großstadtmenschen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, befinden sich auf der Suche nach der idealen Partnerschaft. Und sie alle - und das ist der eigentliche Clou des Films - werden gespielt von lediglich zwei Schauspielern, Katja Riemann und Olli Dittrich.

Da ist zum Beispiel der Agenturchef Frieder, der seine esoterisch veranlagte Frau seit Jahren mit deren Schwester betrügt, während diese in der Meditationsgruppe ihren Yogi Swami Helmut (Dittrich mit graumeliertem Rauschebart) anhimmelt. Oder Fahrlehrer Paul, der nach 35 Jahren Ehe plötzlich glaubt, dass seine Frau, die rassige Venezolanerin Gabriela, ein Verhältnis mit ihrem Tanzlehrer hat. Dann wäre da noch deren Tochter, der Daily Soap-Star Alexa, die immer wieder auf den falschen reinfällt und schließlich ausgerechnet mit dem potenziellen Samenspender für ihr lang ersehntes Baby, dem Pianospieler Stevie, anbandelt. Zu guter Letzt findet sogar die spröde Beamtin Peggy ihr Glück. Sie soll eigentlich die Döner-Bude von Youssef aus gesundheitspolizeilichen Gründen zu sperren, doch nach und nach findet sie Gefallen an dem charmanten Araber mit Goldkettchen und Ganzkörperbehaarung.

Natürlich ist "Die Relativitätstheorie der Liebe" die ideale Plattform für ein schauspielerisches Kabinettstückchen von Riemann und Dittrich. Doch während man ihm seine verschiedenen Charaktere - vor allem den Proleten Paul, aber auch den knuddeligen Libanesen Youssef und den arroganten, überkandidelten Werbe-Fuzzi Frieder - durchaus abnimmt, gelingt es Riemann nur bedingt, ihre Figuren mit Leben zu füllen. So wirkt etwa der spanische Akzent von Gabriela aufgesetzt und trotz aller maskenbildnerischen Anstrengung scheitert sie beim Versuch, gleichzeitig Mutter und Tochter glaubwürdig zu verkörpern. Neben Authentizität und moderner Frische fehlt ein wenig der Spaßfaktor, weil sich die Protagonisten zuweilen schlichtweg zu ernst nehmen. Spannend wird es dann, wenn die Make-Up-Künstler besonders effektiv zuschlagen und ihre Schauspieler in völlig verschiedene Menschen verwandeln, oder in jenen Szenen, wenn die digitale Tricktechnik zur Entfaltung kommt. Zum Beispiel bei der Vernissage in einer Galerie, bei der sich gleichzeitig zwei "Dittrichs" und drei "Riemanns" in einer Einstellung tummeln. Weil der - vielleicht etwas üppig geratene - Soundtrack ein paar Ohrwürmer wie "What a Wonderful World" oder "Yes Sir, I Can Boogie" bereit hält und Momente wie der leise Furz, der die Stille im Meditationsraum jäh durchbricht, oder die gebratene "Taube vom Dach" (siehe Arbeitstitel), die Gabriela ihrem lieben Ehemann serviert, für überwiegend Heiterkeit sorgen, ist diese "Short Cuts"-Version über einsame Seelen und andere traurige Randgruppen unserer Gesellschaft nicht nur "theoretisch", sondern auch "relativ", um Einstein ein letztes Mal zu bemühen, kurzweilig geraten. lasso.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Die Relativitätstheorie der Liebe

Zehn Großstadtmenschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, auf der Suche nach der idealen Beziehung: Da ist Agenturchef Frieder, der seine esoterisch veranlagte Frau seit Jahren mit deren Schwester betrügt, oder Fahrlehrer Paul, der glaubt, dass seine Frau, eine rassige Venezolanerin, ein Verhältnis mit dem Tanzlehrer hat. Und dann wäre da noch Daily-Soap-Star Alexa, die nach vielen Enttäuschungen in Pianospieler Stevie den Richtigen findet, während sich die spröde Beamtin Peggy doch tatsächlich in den Döner-Mann Youssef verliebt.



Zehn Großstadtmenschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, auf der Suche nach der idealen Beziehung: Da ist Agenturchef Frieder, der seine Frau seit Jahren mit deren Schwester betrügt, oder Fahrlehrer Paul, der glaubt, dass seine Frau, eine rassige Venezolanerin, ein Verhältnis mit dem Tanzlehrer hat. Und dann wäre da noch Daily-Soap-Star Alexa, die nach vielen Enttäuschungen in Pianospieler Stevie den Richtigen findet, während sich die spröde Beamtin Peggy doch tatsächlich in den Döner-Mann Youssef verliebt.



Prädikat wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: WertvollKurztext:

Eine Stadt - fünf Liebespaare. Unter diesem simplen Motto versammelt Regisseur Otto Alexander Jahrreiss seine Figuren und zeigt an ihnen die Irrungen und Wirrungen der Liebe. Da gibt es z.B. eine schüchterne Gesundheitsinspektorin, die auf einem ihrer Kontrollgänge auf einen libanesischen Restaurantbesitzer trifft. Und während diese beiden einsamen Seelen sich langsam annähern, bricht am anderen Ende der Stadt die Beziehung zwischen einem burschikosen Fahrlehrer und seiner rassigen Gattin aus Venezuela fast auseinander. Deren gemeinsame Tochter Alexa wiederum begibt sich währenddessen auf die aktive Suche nach einem Samenspender. Das Besondere an diesem Film ist seine Besetzung: Alle zehn Hauptrollen werden von Katja Riemann und Olli Dittrich verkörpert. Und während Dittrich seine Figuren wandlungsfähig und authentisch verkörpert, ist es doch Riemann, die mit einer Varianz in ihrem Schauspiel überrascht und begeistert. Durch die miteinander verflochtenen Episoden wird die Liebe zu etwas Universellem, was immer und überall funktionieren kann. Eine stimmige Komödie, mit origineller Handlung und witzigen Dialogen.

Jurybegründung:

In einem abwechslungsreichen Episodenfilm folgt der Zuschauer fünf Männern und fünf Frauen ein paar Tage lang auf ihren Wegen kreuz und quer durch Berlin, bis die untereinander be- und entstehenden Beziehungen immer enger werden.
Olli "Dittsche" Dittrich hat den Fernsehzuschauer immer wieder durch sein gekonntes Verwandlungsspiel überrascht und begeistert, und so wundert es nicht, dass er auch in dieser hintergründigen Komödie die Erwartungen nicht enttäuscht. Eine riesige Überraschung sind jedoch seine weiblichen Gegenparts, alle verkörpert von einer Katja Riemann, wie man sie noch nicht gesehen hat. Von anrührender Hilflosigkeit bis hin zu Travestie-überzeichnetem Klamauk schüttelt sie einen Figurenreigen aus dem Ärmel, der immer wieder erstaunt und begeistert. Von der biederen Ordnungsamtsangestellten bis zur hinreißenden Venezuelanerin, vom tief empfundenen Mitgefühl bis hin zu zwerchfellerschütternden Eheszenen reicht dieses Überraschungsfeuerwerk.
Die sich anfangs einstellende Befürchtung der Überfrachtung der Geschichte durch zu großes Maskenspiel stellt sich schnell als unbegründet dar, denn das Drehbuch und die Inszenierung haben stets ein großes Herz für die Figuren und folgen allen Personen liebvoll und psychologisch fundiert. Die Dialoge sind pointiert, das Drehbuch ist auf den Punkt genau ausgefeilt und der Spannungsbogen trägt bis zum Schluss. Die Musik ist manchmal kitschig, manchmal klischeehaft unter die Szenen gelegt, dabei aber immer auch passend gewählt. Denn diese Art von Komödie hat weder vor musikalischem Kitsch Angst noch vor slapstickhaftem Humor. Der Wert dieses Films liegt in der gekonnten Mischung der einzelnen Elemente und einem sehr guten Gesamtensemble, das den beiden Stars des Films den Rahmen gibt, in dem sie ihre volle komödiantische Kunst ausspielen können.
DIE RELATIVITÄTSTHEORIE DER LIEBE mag kein neues Kapitel der deutschen Kinokomödie aufschlagen, sie bereichert das Genre aber fraglos und schenkt dem Zuschauer ein kurzweiliges Kinovergnügen, dass noch lange nachhält.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel Die Relativitätstheorie der Liebe
OV -
OmU -
Genre Komödie / Drama
Filmpreis -
USA-Start -
Kinostart (D) 26.05.2011
Besucher (D) 141.663
Einspielergebnis (D) € 967.225
Bes. (EDI) 141.663
Bes. (FFA) 145.070
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Die Relativitätstheorie der Liebe
Regisseur Otto Alexander Jahrreiss Künstlerporträt 649955 Otto Alexander Jahrreis Regisseur © Universal
Darsteller Katja Riemann Künstlerporträt 798018 Katja Riemann / Deutscher Filmpreis 2013 / Lola Peggy/Eva/Maria /Gabriela /Alexa © Kurt Krieger
Darsteller Olli Dittrich Künstlerporträt 713895 Dittrich, Olli / Deutscher Filmpreis 2012 / LOLA Awards Frieder/Paul/Stevie/Youssef/Yogi Swami Helmut © Kurt Krieger
Darsteller Leonard Carow Filmbild 455171 Sklaven und Herren (ARD) / Leonard Carow Hanno © ARD
Darsteller Sara Fazilat Merat
Darsteller Jochen Wigand Texter
Darsteller Tobias Schulze Kontakter
Darsteller Mirko Lang Filmbild 348163 Polizeiruf 110: Tod in der Bank (MDR) / Mirko Lang Grafiker © MDR
Darsteller Pujeh Taghdisi Sekretärin
Drehbuch Otto Alexander Jahrreiss Künstlerporträt 649955 Otto Alexander Jahrreis Drehbuch © Universal
Weitere Darsteller
Produzent
Produktionsleitung
Ausf. Produzent
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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