Außergewöhnliches Biopic, Coming-of-Age-Drama und Roadmovie über den jungen Che Guevera und seinen abenteuerlichen Weg zum Revolutionär. http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz40/z0440508/b150x150.jpg Die Reise des jungen Che

Filmdetails

Die Reise des jungen Che

Außergewöhnliches Biopic, Coming-of-Age-Drama und Roadmovie über den jungen Che Guevera und seinen abenteuerlichen Weg zum Revolutionär.


Die Reise des jungen Che
Start: 28.10.2004

Originaltitel: The Motorcycle Diaries

Drama / Abenteuer

USA/Deutschland/Argentinien/Großbritannien 2003
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Gael García Bernal
Rodrigo De la Serna
Mía Maestro

Regie: Walter Salles
Verleih: Constantin

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

In den frühen 50er Jahren unternehmen die Studenten Che Guevara (Gaël García Bernal) und Alberto Granado (Rodrigo De la Serna) eine abenteuerliche Reise quer durch Südamerika über Chile, Peru und Venezuela. Zunächst starten sie mit einem alten Motorrad, dann geht es zwangsweise zu Fuß weiter, auf Schiffen oder den Ladeflächen freundlicher Fernfahrer. Im Laufe der Reise knüpft man nicht nur romantische Bande, sondern lernt auch die soziale Wirklichkeit und politische Ungerechtigkeit auf dem gesamten Kontinent kennen.

Die politische Bewusstwerdung und Selbstfindung des größten Revolutionärs des 20. Jahrhunderts dient als Basis eines romantischen Coming-of-Age-Roadmovies frei nach den Tagebüchern des Ernesto Ché Guevara.


Kritik

Shooting-Star Gael Garcia Bernal findet als Ernesto "Che" Guevara auf einem abenteuerlichen Trip seine Wurzeln.

Großansicht Es geht gut los: Noch sausen Ernesto und Freund Alberto auf ihrer Norton übers Land (Foto: Constantin)

Es geht gut los: Noch sausen Ernesto und Freund Alberto auf ihrer Norton übers Land (Foto: Constantin)

Es ist eine gewagte Reise, die der junge Ernesto "Che" Guevara 1952 mit seinem Freund Alberto Granado durch Lateinamerika unternimmt: Zuerst auf einem alten Norton-500 Motorrad, dann, als dieses seinen Geist aufgibt, zu Fuß, per Amazonas-Dampfer und auf den Ladeflächen klappriger Lastwagen.

Es soll ein Trip werden, der ihr ganzes späteres Leben bestimmt und aus dem bürgerlichen Argentinier Ernesto, der Arzt werden will, den charismatischen Kämpfer und Revolutionär "Che" macht.

Denn die fröhlichen Studenten, die sorglos in den Tag hineinleben und mit fantasievollen Abenteuergeschichten die lokalen Dorfschönheiten bezirzen, erfahren im Laufe der Reise die wahren Tragödien Lateinamerikas am eigenen Leib.

Großansicht Was er auf seiner Reise sieht und erlebt, stimmt den jungen Ernesto ziemlich nachdenklich (Foto: Constantin)

Was er auf seiner Reise sieht und erlebt, stimmt den jungen Ernesto ziemlich nachdenklich (Foto: Constantin)

Poetische Selbstfindung

Es ist eine endlose Geschichte von Armut und Reichtum, Stolz und Tradition, Temperament und Lebensfreude, Unterdrückung und Ungerechtigkeit, die sie schließlich zu nachdenklichen Männern macht, die sich ganz den Notwendigkeiten der politischen Veränderung verschreiben.

Walter Salles' ("Central Station") poetisch-intensives Road-Movie, entstanden nach Ernestos Tagebuchaufzeichnungen, trifft mitten ins Herz. Robert Redford produzierte die bereits weltweit gefeierte, unvergessliche Expedition in die Weiten Lateinamerikas und in die Seele eines Mannes, der Weltgeschichte schrieb.

Die Reise des jungen Che

Darsteller:  Gael García Bernal   als Ernesto Guevara de la Serna
  Rodrigo De la Serna   als Alberto Granado
  Mía Maestro   als Chichina Ferreira
  Mercedes Morán   als Celia de la Serna
  Jean Pierre Noher   als Ernesto Guevara Lynch
  Lucas Oro   als Roberto Guevara
  Susana Lanteri   als Tante Rosana
  Gustavo Bueno   als Dr. Hugo Pesce
  Jorge Chiarella   als Dr. Bresciani
  Ulises Dumont  
 
Regie:  Walter Salles  
Drehbuch:  José Rivera  
Produzent:  Michael Nozik  
  Edgar Tenenbaum  
  Karen Tenkhoff  
Koproduzent:  Daniel Burman  
  Diego Dubcovsky  
Ausf. Produzent:  Hanno Huth  
  Robert Redford  
  Paul Webster  
Buchvorlage:  Ernesto Ché Guevara  
  Alberto Granado  
Kamera:  Eric Gautier  
Schnitt:  Daniel Rezende  
Musik:  Gustavo Santaolalla  
  Jorge Drexler  
Produktionsdesign:  Carlos Conti  
  Laurent Ott  
  Coco Oderigo  
  Maria Eugenia Sueiro  
Kostüme:  Beatriz De Benedetto  
  Marisa Urruti  
Ton:  Jean-Claude Brisson  
Casting:  Walter Rippell  

Eastwood schickt Scorsese auf die Bretter

Bis kurz vor Schluss kam alles wie erwartet. Doch der Gewinner der letzten und wichtigsten Kategorie hieß dann doch nicht "Aviator".

Großansicht Punktsieg: Clint Eastwood traf Martin Scorsese da, wo es weh tut (Foto: Kurt Krieger)

Punktsieg: Clint Eastwood traf Martin Scorsese da, wo es weh tut (Foto: Kurt Krieger)

Zumindest eine Überraschung gab es bei der 77ten Verleihung der Academy Awards: Eigentlich rechneten alle damit, dass die zwei wichtigsten Oscars für den besten Film und die beste Regie zwischen zwei Altmeistern der Traumfabrik aufgeteilt würden. Doch am Ende ging Martin Scorsese mit "Aviator" auch im sechten Anlauf leer aus und Clint Eastwood konnte sich für "Million Dollar Baby" über beide Goldjungs in den Königsklassen freuen.

Der elffach nominierte "Aviator" wurde seinem Favoritenstatus damit nicht ganz gerecht. Mit fünf Statuetten ergatterte das Howard-Hughes-Biopic zwar die meisten Auszeichnungen, dies jedoch vor allem in Nebenkategorien wie Kostüme und Ausstattung. So musste sich auch Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio erwartungsgemäß dem haushohen Favoriten Jamie Foxx in der Rolle der Soul-Legende "Ray" Charles geschlagen geben. Zumindest Cate Blanchett durfte über die Anerkennung als beste Nebendarstellerin für "Aviator" jubeln.

Deutschland leidet mit Scorsese

Mehrfacher Oscarsegen war ansonsten nur wenigen Filmen gegönnt. Neben dem "Aviator" waren dies der eigentliche Gewinner des Abends, Eastwoods "Million Dollar Baby" mit vier, sowie "Ray" und "Die Unglaublichen - The Incredibles" mit je zwei Preisen.

Deutsche Hoffnungen erfüllten sich an diesem Abend leider nicht. Sowohl "Die Geschichte vom weinenden Kamel" als auch "Der Untergang" konnten sich nicht gegen die hochkarätige Konkurrenz durchsetzen. Ausgezeichnet wurden stattdessen die Kindesmissbrauchs-Anklage "Born Into Brothels" als beste Dokumentation und das Sterbehilfe-Drama "Das Meer in mir" als bester nicht-englischsprachiger Film.

Hilary Swank durfte für ihren Part als leidgeprüfte Nachwuchsboxerin in "Million Dollar Baby" zum zweiten Mal über einen Punktsieg gegen Annette Bening jubeln. War Swank 1999 gegenüber "American Beauty" Bening noch Außenseiterin, kam der diesjährige Triumph nicht überraschend. Bening trug die Niederlage denn auch mit Fassung.

Moderator Chris Rock sparte sich bei seiner Oscar-Premiere die befürchteten Gags unter der Gürtellinie und blieb gegenüber Vorgänger Billy Crystal ziemlich blass. Dass erstmals bei einigen Preisen alle Nominierten auf die Bühne durften, sorgte zwar für frischen Wind - dafür wirkte die Show aber oft lieblos und gehetzt. Jamie Foxx wiederholte seine Mitsing-Einlage von den Golden Globes mit dem Publikum und sorgte mit Tränen für seine verstorbene Großmutter für einen der wenigen emotionalen Höhepunkte.

Doch die schönsten Dankesreden kamen von Jorge Drexler, der einfach nur einen Vers seines Siegerliedes "Al Otro Lado del Rio" aus "Die Reise des jungen Che" anstimmte und von Sidney Lumet, der einen Ehren-Oscar erhielt: Der Altmeister bedankte sich schlicht "beim Film".

Star

Gael García Bernal

Der Mexikaner mit den glühenden Augen eines Latin Lover und der verspielten Körpersprache junger Verliebter vereint sanfte...

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