Gefühlvolle Verfilmung von Milena Mosers gleichnamigem Roman über eine außergewöhnliche Freundschaft. http://images.kino.de/flbilder/max96/bf96/bf37/b9637006/b150x150.jpg Die Putzfraueninsel

Filmdetails

Die Putzfraueninsel

Gefühlvolle Verfilmung von Milena Mosers gleichnamigem Roman über eine außergewöhnliche Freundschaft.


Die Putzfraueninsel
Start: 10.10.1996

Komödie

Deutschland 1995-1996
Laufzeit: 90 Min.

Jasmin Tabatabai
Christine Oesterlein
Dagmar Manzel

Regie: Peter Timm
Verleih: Senator

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Die 25jährige liebesgefrustete Irma macht beim Putzen in der Villa der Richterin Frau Dr. Schwarz eine grausige Entdeckung: Die Juristin hält ihre Schwiegermutter Nelly in einem dunklen Kellerloch gefangen. Irma bringt Nelly vorübergehend in ihrer kleinen Dachwohnung unter und ein Racheplan wird ausgearbeitet. Irma steht schließlich als Millionärin da und findet sogar noch ihr Liebesglück.


Kritik

Die Putzfraueninsel

Der Name Peter Timm ist seit "Go Trabi Go", "Ein Mann für jede Tonart" und "Rennschwein Rudi Rüssel" aufs engste (und bisweilen erfolgreichste) mit dem deutschen Film verbunden. Auch mit seiner jüngsten Großstadtkomödie nach dem gleichnamigen Roman von Milena Moser bewegt er sich auf dem vertrauten Terrain deutscher Alltäglichkeiten, in das sich die "Putzfraueninsel" Mallorca nahtlos einfügt. Schade, daß seine heimischen Abgesänge diesmal nicht die Timm-typischen humorigen Tonlagen treffen, dafür aber mit sozialkritischen Paukenschlägen allzu heftig untermalt werden.

Als die 25jährige Irma ihre neue Arbeit als Putze im Haushalt der strengen Richterin Frau Dr. Schwarz antritt, die für ihre Interessen über Leichen geht, will sie eigentlich nur einen gemütlichen Job, der sie in ihrem liebenswerten Chaotendasein erhält. Denn zwischen den eigennützigen Couchstunden mit ihrem liebestollen Therapeuten, den Balalaika-Klängen im Schwulenchor und der nachbarlichen Gyros-Kantine findet Irma nicht ihren eigenen Lebens-Drive. Das ändert sich, als mit Oma Nelly, die sie aus dem Kellerverlies der richterlichen Villa befreit, endlich eine lebenslustige und -tüchtige Bezugsperson in ihr Leben tritt. Nach einem Rachefeldzug gegen die böse Schwiegertochter, die Richterin, steht das Aschenputtel Irma plötzlich als Prinzessin da: als Erbin von Villa und Vermögen der alten Dame. Doch als es am schönsten ist, verschwindet Nelly plötzlich, und Irma darf ein weiteres Mal beweisen, daß sie gebraucht wird...

Nichts gegen einen Stoff, aus dem die schönsten Märchenträume sind. Aber Peter Timm gelingt die Umsetzung der Fabel-Ebene in das Berlin von heute nur gebrochen. Seine Dialoge bleiben hölzern, der "zeitgemäße" Witz (Schwulenchor, lächerlicher Psychotherapeut) allzu plakativ. Auch die Gesellschaftskritik (richterliche Vorzeigefamilie, abgeschobene Familienmitglieder) trägt nicht weit, die Figuren entwickeln sich nicht, sondern bleiben im Rollenmuster (die böse Schwiegertochter, das farbige Adoptivkind, der freundliche ausländische Mitbürger etc.) und damit im Klischee verhaftet. Timm verzichtet zudem auf bekannte Darsteller. Die Berlinerin Jasmin Tabatabai ("Die Mediocren") zeigt zwar einiges Talent, ist den Anforderungen der Hauptrolle aber nur bedingt gewachsen. Ihr zur Seite sorgt Schaubühnen-Star Christine Oesterlein als Nelly mit Witz und Charme für einige gelungene Szenen, und Dagmar Manzel ("Schtonk!") ist ganz der Richter-Drachen. Aus deutschen Landen frisch auf die Leinwand: Von der Vorliebe des Zuschauers für heimische Komödienkost dürfte auch "Die Putzfraueninsel" profitieren. Für die Sonnenseite des Kinosommers allerdings wird es kaum reichen. boe.

Die Putzfraueninsel

Darsteller:  Jasmin Tabatabai   als Irma Kaspari
  Christine Oesterlein   als Nelly Schwarz
  Dagmar Manzel   als Frau Dr. Schwarz
  Kevin Ibeka   als Eugen
  Dieter Landuris   als Richard
  Roland Schäfer   als Emil Schwarz
  Maria-Felicia Feurich   als Sybille
  Jenny Slawik   als Edith
  Cuco Wallraff   als Francesco
  Nick Wilder   als Hans O. Meier
  Joachim Kemmer   als Herr Minister
  Hussi Kutlucan   als Mustafa
  Ilona Eitel   als Frau Minister
  Werner Heinrichmöller   als Detektiv
  Alex Babu   als Rosenverkäufer
  Wolfgang Klapper   als Gast
 
Regie:  Peter Timm  
Drehbuch:  Peter Timm  
  Hansjörg Thurn  
Produzent:  Heike Wiehle-Timm  
  Herbert Rimbach  
  Alena Rimbach  
Buchvorlage:  Milena Moser  
Kamera:  Fritz Seemann  
Schnitt:  Vera Burnus  
Musik:  Detlef Petersen  
Produktionsdesign:  Josef Sanktjohanser  
Kostüme:  Petra Kray  
Ton:  Eckhard Kuchenbecker  

Star

Jasmin Tabatabai

Die Schauspielerin und Musikerin Jasmin Tabatabei wird am 8. Juni 1967 als Tochter eines Iraners und einer Deutschen (die sich auf dem...

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