Originaltitel: L' art d'aimer
Frankreich 2011
François Cluzet
Frédérique Bel
Julie Dépardieu
Regie: Emmanuel Mouret
Verleih: Camino (Filmagentinnen)
Pariser Singles und Paare begeben sich mit großer Leidenschaft auf die Suche nach einem passenden Pendant - sei es nur für einen flotten Seitensprung oder vielleicht für die Ewigkeit. Dabei reden alle unablässig von hemmungslosem Sex und trauen sich doch nicht so richtig aus der Deckung, um nicht zu viel von sich preiszugeben. Sie hadern mit ihren Gefühlen und tappen ungeschickt in alle Beziehungsfallen, sobald die Hormone das Hirn ausschalten. Zwischen Treue und Untreue, Lust und Last der Liebe versuchen Männlein und Weiblein mit mehr oder minder Erfolg, sich durchzulavieren.

Delikater französischer Liebesreigen um Treue und Untreue, Lust und Last der Liebe.
Eine junge Frau im Morgenrock klingelt Sturm beim Nachbarn und überfällt ihn mit der Frage, was er von ihrer Idee halte, ein Abenteuer zu beginnen. Zwei Freundinnen gehen spazieren. Weil die eine seit über einem Jahr ohne Sex lebt, schlägt die andere vor, doch mit ihrem Gatten zu schlafen, das tue ihr doch sicherlich gut. Ein Mann und eine Frau teilen in tiefster Dunkelheit ein Hotelbett, ohne sich zu kennen, eine andere langjährig verheiratete Dame will plötzlich jedem halbwegs attraktivem Kerl an die Wäsche.
"Küss mich bitte"-Regisseur Emmanuel Mouret begibt sich mit einem prominenten Cast (darunter François Cluzet aus "Ziemlich beste Freunde") erneut auf das glatte Parkett der Gefühle und verwebt in einem amüsanten Liebesreigen die Schicksale von Pariser Singles und Paaren auf der Suche nach einem passenden Pendant - sei es nur für einen flotten Seitensprung oder für die Ewigkeit. Dabei reden alle unablässig von hemmungslosem Sex und trauen sich doch nicht so richtig aus der Deckung, aus Angst, zuviel von sich preiszugeben. Jeder libidinösen Begegnung ordnet Mouret eine bestimmte Melodie zu, die das Innere nach Außen kehrt.
Die Ansammlung von Sketchen mit Zwischentiteln ist locker wie ein Lehrbuch der Verführung zusammen gesetzt und zeichnet augenzwinkernd nach, welche Fallen sich auftun, wenn Hormone das Hirn ausschalten. Die in langen Einstellungen gedrehten Szenen lassen Zeit, die im Netz von Emotionen und Selbstzweifeln gefangenen Protagonisten kennen zu lernen mit ihren kleinen und großen Lügen, unerfüllten Sehnsüchten und peinlichen Ausrutschern. Das leichte Wortgeplänkel erinnert an Eric Rohmer, die gefühlsmäßigen Neurosen und Macken an Woody Allen. Die Kombination von beiden wird ohne moralische Wertung zur spielerischen und bestens unterhaltenden Betrachtung des allzu Menschlichen, der subtil gespannte Bogen reicht von Empathie bis zu kleinen Boshaftigkeiten, von simpler Komik bis zum Paradox. Die sehr persönliche Voice Over des Erzählers (deutsche Stimme: Peter Veit) verknüpft die einzelnen Szenen und unterschiedlichen Geschichten über die Unstetigkeit des Begehrens zu einem Mikrokosmos romantischer Empfindungen und pikanter Treulosigkeit. "Die Kunst zu Lieben" beherrschen nur wenige. mk.
| Darsteller: | François Cluzet | als Achille | |
|---|---|---|---|
| Frédérique Bel | als Achilles Nachbarin | ||
| Julie Dépardieu | als Isabelle | ||
| Emmanuel Mouret | als Louis | ||
| Pascale Arbillot | als Zoe | ||
| Ariane Ascaride | als Emmanuelle | ||
| Judith Godrèche | als Amélie | ||
| Louis-Do de Lencquesaing | als Ludovic | ||
| Gaspard Ulliel | als William | ||
| Laurent Stocker | als Boris | ||
| Élodie Navarre | als Vanessa | ||
| Regie: | Emmanuel Mouret | ||
| Drehbuch: | Emmanuel Mouret | ||
| Produzent: | Frédéric Niedermayer | ||
| Georges Bermann | |||
| Kamera: | Laurent Desmet | ||
| Schnitt: | Martial Salomon | ||
| Casting: | Nicolas Ronchi | ||
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