Originaltitel: Les choristes
Frankreich/Schweiz 2004
Gérard Jugnot
François Berléand
Kad Merad
Regie: Christophe Barratier
Verleih: Constantin
Im Frankreich der ausklingenden 40er Jahre ist der arbeitslose Musiklehrer Clément Mathieu (Gerard Jugnot) froh, als Aushilfe im Knabenheim des ultrareaktionären Direktors Rachin (Francois Berleand) lehren zu dürfen. Schon bald erkennt Mathieu, dass bei den verhaltensauffälligen Schülern mit Kultur weit mehr zu erreichen ist als mit rohem Drill. Als er einen Knabenchor gründet, ist das Misstrauen zunächst groß.
Das wohlbekannte Lied vom Kuschelpädagogen, der seiner Zeit voraus ist, der Farbe in die Welt und spießige Vorgesetzte in Rage bringt, spielt sich diesmal vor französischen Kulissen ab. Die stimmungsvollen Bilder werden von adäquatem Klangwerk untermalt.
Rebellische Kids lassen sich nicht unterkriegen: Der Zauber der Musik und ein couragierter Lehrer geben ihnen ihre Kindheit zurück.
Frankreich 1949: Schulleiter Rachin (François Berleand) gehört zu den verklemmten Lehrerfieslingen, die den Schülern die Lust am Lernen verderben.
Wer nicht richtig spurt in seinem Internat für schwer erziehbare Jungen, kriegt Prügel und kommt in Einzelhaft.
Der neue Erzieher Clément Mathieu (Gérard Jugnot) ist erst einmal geschockt - und hat dann eine wunderbare Idee: Er gründet mit seinen Schützlingen einen Chor. Und siehe da, die rebellischen Jungs sind wie ausgewechselt. Musik als Überlebensstrategie.
Über sechs Millionen Franzosen verliebten sich in diese zu Herzen gehende Betrachtung einer Zeit voller Schmerz und Verzweiflung, Freude, Freundschaft und wildem Entdeckungswillen.
Der Versuch, trotz widriger Umstände dem Leben ein Stückchen Glück abzutrotzen, wird hier zur zärtlichen Ode an die Kindheit mit ihrem Hoffen und Bangen, an die Jahre voller Sehnsucht, die uns prägen und auch als Erwachsene nie loslassen.
Monsieur Mathieu ist genau der Lehrer, den wir uns immer gewünscht haben.
| Darsteller: | Gérard Jugnot | als Clément Mathieu | |
|---|---|---|---|
| François Berléand | als Rachin | ||
| Kad Merad | als Chabert | ||
| Jean-Paul Bonnaire | als Père Maxence | ||
| Marie Bunel | als Violette Morhange | ||
| Paul Chariéras | als Régent | ||
| Carole Weiss | als Comtesse | ||
| Philippe du Janerand | als Langlois | ||
| Erick Desmarestz | als Doktor Dervaux | ||
| Jacques Perrin | als Pierre Morhange als Erwachsener | ||
| Jean-Baptiste Maunier | als Pierre Morhange als Kind | ||
| Maxence Perrin | als Pépinot | ||
| Grégory Gatignol | als Mondain | ||
| Thomas Blumenthal | als Corbin | ||
| Didier Flamand | als Pepinot als Erwachsener | ||
| Regie: | Christophe Barratier | ||
| Drehbuch: | Christophe Barratier | ||
| Philippe Lopes-Curval | |||
| Produzent: | Arthur Cohn | ||
| Jacques Perrin | |||
| Kamera: | Dominique Gentil | ||
| Carlo Varini | |||
| Schnitt: | Yves Deschamps | ||
| Musik: | Christophe Barratier | ||
| Bruno Coulais | |||
| Produktionsdesign: | François Chauvaud | ||
| Kostüme: | Françoise Guégan | ||
"Die Kinder des Monsieur Mathieu" entwickelte sich in Frankreich zum Dauerbrenner: Fast sieben Millionen Besucher ließen sich vom Regiedebüt des Musikers und Produzenten Christophe Barratier mitreißen. Am 2. September kommt der Überraschungserfolg in die deutschen Kinos.
Ich mache Filme, seit ich sieben Jahre alt bin. Damals begann ich auf Super 8 Horrorfilme zu drehen, in denen es viele Vampire und falsches Blut zu sehen gab. Dann wollte es das Schicksal, dass ich lange als professioneller Musiker arbeitete.
Als ich zum Kino zurückkehrte, fing ich bei meinem Onkel Jacques Perrier an, der Produzent ist. Nach einigen Jahren und Filmen begriff ich, was es bedeutet, Filme zu machen. Ich fühlte mich auf der falschen Seite. Zuerst schrieb ich Drehbücher und korrigierte Skripts von den Filmen, die ich produzierte - bis mir ein Regisseur sagte "Mach es doch selbst!". Ich begann mit einem Kurzfilm, der sehr erfolgreich war. Das gab mir genug Selbstvertrauen, um "Die Kinder des Monsieur Mathieu" zu schreiben und zu drehen.
Nicht ganz. Ich dachte vor allem an meine eigene Kindheit in einem Musiker-Elternhaus. Dann erinnerte ich mich an diesen alten Film, den ich sehr viel intelligenter fand als alles, was mir eingefallen war. Es ging um einen Aufseher, der das Leben der Kinder durch Musik, durch Gesang verändert.
Ich verband mein eigenes Universum mit der Geschichte dieses Films. Die Struktur meines Drehbuchs ist anders, und aus dem Aufseher wurde ein Lehrer. So ist es kein Remake, sondern eine sehr freie Adaption.
Ja, das Ende schon. Die Rolle der Musik ist vielleicht idealisiert, jedoch nicht utopisch. Ich sage nicht, Musik verfeinert die Sitten. Wenn man Kriminellen acht Stunden am Tag Mozart vorspielt, ändert das nichts. Ich sage nur, im Leben ist nichts verloren. Man kann eine Begabung fördern, wenn es jemanden gibt, der dieses Talent entdeckt.
Ich habe die meisten Darsteller aus sozial schwachen Familien gewählt und sie nach ihren Gesichtern ausgewählt, die manchmal sehr harte Züge aufweisen. Einige Eltern rieten mir sogar ab, mit ihren Kindern zu filmen. Aber der Dreh gefiel ihnen und zum ersten Mal machte ihnen Arbeit Spaß. Nach ein paar Monaten konnten sie sogar die Musik leiden.
Viele fanden das Thema des Films unkommerziell. Jetzt gilt der Film als Gesellschaftsereignis. Die Presse redet plötzlich vom Triumph der Musik und des Gesangs. Die Erinnerung an die Kindheit hat viele berührt. Als Erwachsener muss man Entscheidungen treffen, Geld verdienen. Da scheint die Kindheit sorgloser und freier. All das hat zum Erfolg des Films geführt.
Wir sind seit Monaten Nummer eins der Charts und haben 700.000 CDs verkauft. Das ist unglaublich für diese kleine, bescheidene Musik, die ich zusammen mit Bruno Coulais geschrieben habe. Wir haben zunächst per Mail kommuniziert, und weil ich kein großes Budget hatte, schrieb ich die Texte selbst.
Sieben Mio. Euro. Ich möchte auch in Zukunft preiswerte Filme drehen, da ist der Druck nicht so hoch.
Mit rekordverdächtigen 170 Filmen seit 1977 gehört Francois Berléand zu den allgegenwärtigen Schauspielern des französischen Kinos,...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.