Veröffentlicht am 24.04.2008
Die Geschwister Savage The Savages, USA 2007
Die Geschwister Savage The Savages, Kinostart 24.04.2008, USA 2007
  • Geschwister Savage, Die / Savages, The / Laura Linney / Philip Seymour Hoffman

  • Geschwister Savage, Die / Savages, The / Set / Tamara Jenkins / Philip Seymour Hoffman

  • Geschwister Savage, Die / Savages, The / Laura Linney / Philip Seymour Hoffman

  • Geschwister Savage, Die / Savages, The / Laura Linney / Philip Bosco

  • Geschwister Savage, Die / Savages, The / Laura Linney / Philip Bosco / Philip Seymour Hoffman

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  • Geschwister Savage, Die / Savages, The / Set / Tamara Jenkins / Philip Seymour Hoffman

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  • Geschwister Savage, Die / Savages, The / Laura Linney / Philip Bosco

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Die Geschwister Savage - Filmplakat

Sensibler und filigran komischer Film über das Tabuthema Sterben und eine komplizierte Familiensituation.

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Filmkritik zu Die Geschwister Savage

Sensibler und filigran komischer Film über das Tabuthema Sterben und eine komplizierte Familiensituation.

In ihrer Kindheit war Lenny Savage (Philip Bosco) für Wendy (Laura Linney) und ihren Bruder Jon (Philip Seymour Hoffman) ein Mann, der Härte, aber keine Liebe zeigte und als Vater versagte. Als Erwachsene ist er für sie nur noch verdrängte quälende Erinnerung - ein Fremder, räumlich und emotional weit von den Geschwistern entfernt. Einige Anrufe aus der strahlenden Seniorenidylle Sun City verändern alles.

Als bei ihrem Vater Demenz und Parkinson diagnostiziert werden und seine langjährige Lebensgefährtin stirbt, muss der alte Mann von Arizona in ein Pflegeheim an der Ostküste umziehen. Durch das Wiedersehen mit Lenny werden die Geschwister mit dem Verfall des Alters, aber auch mit unverheilten Wunden ihrer Jugend konfrontiert.

Ernstes Thema ohne Schwermut

Neun Jahre nach "Hauptsache Beverly Hills" lässt Autorin und Regisseurin Tamara Jenkins ihren zweiten, noch überzeugenderen Film folgen. Wieder geht es um eine Familie, wieder balanciert Jenkins dramatische und komische Töne mit sicherem Gespür aus. So bringt sie mit glänzenden Dialogen und Darstellern ein Tabuthema dem Zuschauer näher, der hier berührt und amüsiert, aber nie schwermütig gemacht wird.

Pressestimmen

Ein Drama der leisen und oft komischen Töne. (Treffpunkt Kino)

Ein Lehrstück, wie einfühlsam und witzig man sich einem Tabuthema nähern kann. (Blickpunkt:Film)

Dabei provoziert Jenkins keine dramatischen Plotpoints, sondern folgt eher dem unruhigen Rhythmus des wirklichen Lebens, und statt die komödiantischen Aspekte zu forcieren, durchsetzt sie ihre stille Tragödie mit Glanzlichtern komischer Selbsterkenntnis, die sich immer wieder aus der literarischen Bildung ihrer gebeutelten Helden speist. (Süddeutsche Zeitung, 24. April 2008)

Regisseurin Tamara Jenkins hat eine harte Tragikomödie gedreht. Die geht ohne jede Sentimentalität zu Herzen, weil sie nichts beschönigt und so tief von wahrer Familien-Psychologie durchdrungen ist, dass man sich am Ende als Zuschauer auch selbst reifer fühlt im Umgang mit Eltern und Alter. (Abendzeitung, 24. April 2008)

Die Autorin und Regisseurin Tamara Jenkins hat diesen Film geschrieben wie eine der ernsteren Woody-Allen-Komödien. Aber eine der besseren: Wie bei Allen spielen immer wieder Film- und Musikzitate hinein und brechen die pointierten Dialoge mit einer eigenen, verschrobenen Nachdenklichkeit. (Frankfurter Rundschau, 24. April 2008)

Der Regisseurin Tamara Jenkins bereitet es ein böses Vergnügen, mit der Kamera an den weißen Bungalows vorbei zu streifen, über die kolossal grünen Rasenflächen und die absurden Gesichter. Denn was sie in "Die Geschwister Savage", ihrem zweiten, autobiografisch geschärften Film erzählt, ist die Geschichte einer Vertreibung aus diesem verlogenen Paradies. (Die Welt, 24. April 2008)

Die Regisseurin und Drehbuchautorin Tamara Jenkins hat sich in ihrem zweiten Spielfilm nach "Hauptsache Beverly Hills" (1998), in dem eine Underdog-Familie im Promiviertel das wirtschaftliche Überleben trainiert, wieder an ein heikles Thema gewagt. Dabei entwirft sie weder das gesellschaftliche Bild "Wie gehen wir in rein ökonomisch geprägten Zeiten mit unseren nicht mehr produktiven Alten um" noch eine sentimentale Wunschillustration Marke "Letztendlich hält die Familie zusammen". (Stuttgarter Zeitung, 24. April 2008)

Anders als manch thematisch vergleichbare Arthouse-Produktion, gönnen "Die Geschwister Savage" dem Zuschauer gar einen tröstlichen Ausblick. Ihr Film erzählt vom Zugewinn an Nähe in einer "dysfunktionalen Familie", wie der oft strapazierte Terminus heißt, ohne dabei auf die Tränendrüsen zu drücken. (Süddeutsche Zeitung, 24. April 2008)

"Die Geschwister Savage" heißt der Film von Tamara Jenkins, der diese Situation aufnimmt und in ihrer Entwicklung eine Familiengeschichte erzählt, die weder zynisch ist noch plakativ oder sentimental, sondern einfach nur traurig und manchmal, wie es sein muss, wenn's ums Ganze geht, auch sehr komisch. Die Menschen, die sie entwirft, sind ziemlich durchschnittlich, und das Elend, von dem ihr Weg gezeichnet ist und das sie zu denen machte, die sie sind, ebenso. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24. April 2008)

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Filmhandlung & Hintergrund zu Die Geschwister Savage

Als Vater ließ Lenny Savage (Philip Bosco) seine Kinder Wendy (Laura Linney) und Jon (Philip Seymour Hoffman) im Stich. Deshalb halten sie schon lange keinen Kontakt mehr zu ihm. Doch seitdem bei ihm Altersdemenz diagnostiziert wurde und er vom Seniorenparadies Sun City in ein tristes Pflegeheim umziehen muss, sorgen sie widerwillig für den schwierigen Greis. Das konfrontiert beide mit Verfall und Beziehungen - zu ihrem Vater, sich selbst und ihrem Leben.

Eine sehr wahrhaftige Familienkonstellation gibt den Startschuss für ein Drama der leisen und oft komischen Töne über die Tabuthemen Alter, Verfall und Sterben. Tamara Jenkins ("Hauptsache Beverly Hills") kommt in dem außergewöhnlichen Familienfilm ihren Figuren ganz nahe.



Seit Langem haben Wendy Savage und ihr Bruder Jon kaum Kontakt zu ihrem Vater Lenny, der sie als Kinder im Stich ließ. Trotzdem kümmern sie sich um ihn, als bei ihm Demenz diagnostiziert wird und er vom Seniorenparadies Sun City in ein tristes Pflegeheim umziehen muss. Durch das Wiedersehen mit Lenny werden die Geschwister mit dem Verfall des Alters, aber auch mit unverheilten Wunden ihrer Jugend konfrontiert.



Seit langem haben Wendy Savage und ihr Bruder Jon kaum Kontakt zu ihrem Vater Lenny, der sie als Kinder im Stich ließ. Trotzdem kümmern sie sich um ihn, als bei ihm Demenz und Parkinson diagnostiziert wird und er vom Seniorenparadies Sun City in ein tristes Pflegeheim an der Ostküste umziehen muss. Durch das Wiedersehen mit Lenny werden die Geschwister mit dem Verfall des Alters, aber auch mit unverheilten Wunden ihrer Jugend konfrontiert. Ein langsamer Annäherungsprozess nimmt seinen Ausgang.

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Originaltitel The Savages
OV Ja
OmU -
Genre Drama / Komödie
Filmpreis -
USA-Start 30.11.2007
Kinostart (D) 24.04.2008
Besucher (D) 31.091
Einspielergebnis (D) € 189.501
Bes. (EDI) 31.091
Bes. (FFA) 43.465
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Die Geschwister Savage
Regisseur Tamara Jenkins Regisseur
Darsteller Laura Linney Künstlerporträt 416045 Linney, Laura / Bild auch in bearbeiteter Fassung bei der Bildredaktion ! Wendy Savage © Kurt Krieger
Darsteller Philip Seymour Hoffman Künstlerporträt 825782 Philip Seymour Hoffman / Filmpremiere Jon Savage © Kurt Krieger
Darsteller Philip Bosco Lenny Savage
Darsteller Peter Friedman Larry
Darsteller Cara Seymour Kasia
Darsteller Tijuana Ricks Krankenschwester
Darsteller Hal Blankenship Burt
Darsteller Michael Blackson Howard
Drehbuch Tamara Jenkins Drehbuch
Produzent
Ausf. Produzent
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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