In der Verfilmung eines populären englischen Schauerromans befreit sich Daniel Radcliffe von "Harry Potter", wird aber böse Geister der Vergangenheit nicht los. http://images.kino.de/flbilder/max12/auto12/auto08/12080186/b150x150.jpg Die Frau in Schwarz

Filmdetails

Die Frau in Schwarz

In der Verfilmung eines populären englischen Schauerromans befreit sich Daniel Radcliffe von "Harry Potter", wird aber böse Geister der Vergangenheit nicht los.


Die Frau in Schwarz
Start: 29.03.2012

Originaltitel: The Woman in Black

Horror / Mystery

Großbritannien 2012
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Daniel Radcliffe
Ciarán Hinds
Janet McTeer

Regie: James Watkins
Verleih: Concorde

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Inhalt

Junganwalt Kipps gilt als verzichtbar in einer großen Londoner Kanzlei, weshalb gerade er den Auftrag bekommt, den sonst niemand annehmen will. In einem von Marschland umgebenen, völlig isolierten Anwesen soll er das Erbe der verstorbenen Besitzerin klären. Dort bemerkt Kipps schnell, dass er bei den Einheimischen nicht, bei einer gespenstischen Erscheinung aber durchaus willkommen ist. Denn wer immer auch sie, die Frau in Schwarz, zu Gesicht bekommt, löst bei ihr eine Reaktion aus, die Unschuldigen das Leben kostet.


Kritik

Die Frau in Schwarz

In der Verfilmung eines populären englischen Schauerromans befreit sich Daniel Radcliffe von "Harry Potter", wird aber böse Geister der Vergangenheit nicht los.

Im Grunde bleibt Radcliffe bei dem Geschäft, das ihn bekannt machte, konfrontiert auch hier eine Kreatur des Todes, die die Lebenden terrorisiert. Nun allerdings als junger Anwalt, der bei der Geburt seines Sohns seine Frau verlor und damit verletzlich in einen Kampf zieht, bei dem Verlust nicht nur für ihn eine tragende Rolle spielt. Susan Hills 1983 veröffentlichter Roman "Die Frau in Schwarz" ist für die Briten, was Arthur Bernèdes "Belphégor" für die Franzosen ist - ein Klassiker des Schreckens, der Generationen prägt und als Bühnenstück wie auch als TV-Drama bereits ein langes multimediales Leben hat. Zum ersten Mal für die Leinwand adaptiert, eröffnet die im frühen 20. Jahrhundert angesiedelte Geistergeschichte sehr verstörend, blicken drei spielende Kinder in einem Dachzimmer zu einer nicht sichtbaren Präsenz auf und springen kurz darauf wie ferngesteuerte Puppen in den Tod. Von diesem Moment an ahnt der Zuschauer das Beuteschema der unheimlichen Titelfigur, während es Arthur Kipps (Daniel Radcliffe) erst nach schmerzlichem Lernprozess durchschauen wird.

Auf einem verlassenen, von Marschland stimmungsvoll umgebenen und damit fast völlig isolierten Anwesen soll er die Hinterlassenschaft der verstorbenen Besitzerin klären. Die Warnungen der Einheimischen, diesen Ort zu meiden, schlägt er in den Wind und löst damit das Comeback einer Erscheinung aus, die ruhelos Rache nimmt und bis zum überraschenden Ende kompromisslos böse bleibt. Die Gründe für ihr diabolisches Treiben erfährt der Held in langen Recherchen vor Ort - alleingelassen mit knarzendem Gebälk, verstörenden Schreien, uneinsehbaren Korridoren und einer Präsenz, die sich gleich bei seiner Ankunft aus der Unschärfe im Bildhintergrund als bedrohliche Beobachterin materialisiert.

Diese Verunsicherung durch mangelnde Transparenz bleibt ein wirkungsvolles Stilmittel des Films, der vertraute Genremotive und viele Schockschnitte benutzt, seinen Geist auch am Tag aktiv werden lässt und trotz überschaubarer Originalität als kleiner gemeiner Grusler sehr wohl Akzente zu setzen weiß. Ein weiterer visuell und atmosphärisch überzeugender Talentbeweis des Briten James Watkins ("Eden"), der mit einigen gelungenen Sequenzen den Zuschauer spontan vereist und den Lichtschalter als Segen der Moderne nachhaltig in Erinnerung ruft. kob.

Die Frau in Schwarz

Darsteller:  Daniel Radcliffe   als Arthur Kipps
  Ciarán Hinds   als Mr. Daily
  Janet McTeer   als Mrs Daily
  Liz White   als Jennet Humfrye
  Shaun Dooley   als Fisher
  Sophie Stuckey   als Stella Kipps
  Jessica Raine   als Nanny
  Misha Handley   als Joseph Kipps
  Roger Allam   als Mr. Bentley
  Mary Stockley   als Mrs. Fisher
  Emma Shorey   als Fischermädchen
  Molly Harmon   als Fischermädchen
  Lucy May Barker   als Kindermädchen
  Alfie Field   als Tom Hardy
  Victor McGuire   als Gerald Hardy
 
Regie:  James Watkins  
Drehbuch:  Jane Goldman  
Produzent:  Richard Jackson  
  Simon Oakes  
  Brian Oliver  
Koproduzent:  Ben Holden  
  Paul Ritchie  
  Todd Thompson  
Ausf. Produzent:  Guy East  
  Nigel Sinclair  
  Tobin Armbrust  
  Marc Schipper  
  Neil Dunn  
  Tyler Thompson  
  Roy Lee  
  Xavier Marchand  
Buchvorlage:  Susan Hill  
Kamera:  Tim Maurice-Jones  
Schnitt:  Jon Harris  
Musik:  Marco Beltrami  
Produktionsdesign:  Kave Quinn  
Kostüme:  Keith Madden  

Star

Daniel Radcliffe

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