Drama um eine deutsche Urlauberin, die versucht Bootsflüchtlingen zu helfen. http://images.kino.de/flbilder/max12/auto12/auto13/12130118/b150x150.jpg Die Farbe des Ozeans

Filmdetails

Die Farbe des Ozeans

Drama um eine deutsche Urlauberin, die versucht Bootsflüchtlingen zu helfen.


Die Farbe des Ozeans
Start: 17.05.2012

Drama

Deutschland/Spanien 2011
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Sabine Timoteo
Friedrich Mücke
Hubert Koundé

Regie: Maggie Peren
Verleih: Movienet (24 Bilder)

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Inhalt

Eine deutsche Touristin erlebt am Strand von Gran Canaria die Ankunft eines Bootes mit afrikanischen Flüchtlingen und versucht, den Verdurstenden mit Wasser zu helfen. Sie baut eine Art Freundschaft zu einem Vater und seinem kleinen Sohn auf, für deren Abschiebung ein zynischer spanischen Polizist sorgen will. Trotz ihrer Unterstützung kann sie den Mann nicht retten und muss mit ansehen, wie nicht nur die Rigorosität von Behörden Leben und Hoffnung mit Wucht zerstören.


Kritik

Die Farbe des Ozeans

Drama um eine deutsche Urlauberin, die auf den kanarischen Inseln versucht, afrikanischen Bootsflüchtlingen zu helfen.

"Flüchtlingsdrama vor kanarischer Küste", " 15 Bootsflüchtlinge auf dem Meer gestorben", lauteten Überschriften in den Zeitungen, inzwischen ist das Thema nur noch Stoff für Kurzmeldungen. Um Nachhaltigkeit bemüht sich Maggie Peren, die ohne zu moralisieren oder belehren zu wollen, ein brisantes, politisches und humanitäres Problem aufgreift. Erst mit der 18. Drehbuchfassung waren sie und ihre Produzenten Boris Jendreyko und Thomas Klimmer zufrieden, das Resultat ist ein bewegendes Drama ohne Sozialkitsch, das realitätsnah die Schicksale dreier Menschen geschickt verwebt - das der deutschen Urlauberin, die den Boatpeople helfen will und deren Beziehung zu ihrem pragmatischen Freund dadurch in eine Krise gerät, das eines Afrikaners, der seinem Sohn um jeden Preis ein menschenwürdiges Leben in Europa ermöglichen will, und das des spanischen Grenzpolizisten, der die Gesetze rigide anwendet und dabei vergisst, dass auch seine Drogen gefährdete Schwester Beistand braucht.

Der Film wertet nicht, sondern stellt Positionen nebeneinander, das bilderbuchgleiche Urlaubsparadies Gran Canarias und die harte Wirklichkeit der Flüchtlinge, die trotz Abschiebung und Verfolgung ihre Hoffnung nicht aufgeben wollen. Alle Beteiligten sind in eine Situation hineinkatapultiert, die ihnen viel abverlangt, dem Afrikaner sehr viel Mut und Selbstaufgabe, der Frau Zivilcourage und dem Beamten (zu späte) Einsicht. "Die Farbe des Ozeans" spiegelt hier nicht das beliebte Blau des Urlaubs und der Entspannung wider, sondern Angst, Gefahr und Tod. Der Ozean als Falle. Die Geschichte von überforderten Behörden, gejagten Flüchtlingen und ein bisschen Menschlichkeit ist eingängig erzählt. Die sensible Kameraführung von Armin Franzen, die sich auf Gesichter richtet und nicht voyeuristisch, aber ganz realistisch endloses Elend und Verzweiflung einfängt, emotionalisiert und konfrontiert den Zuschauer letztendlich mit der Frage, ob die Festung Europa ihren Reichtum wirklich auf Kosten der Ärmsten der Armen verteidigen muss. mk.

Die Farbe des Ozeans

Darsteller:  Sabine Timoteo   als Nathalie
  Friedrich Mücke   als Paul
  Hubert Koundé   als Zola
  Álex González   als José
  Nathalie Poza   als Carla
  Alba Alonso   als Marielle
  Dami Adeeri   als Mamadou
  Ansoumane Bangoura   als Said
  Esosa Omo   als Monama
  Ndeye Maguatte   als Vida
  Primo Jose   als Manu
  Manuel Maestro   als Fele
  Mikel Martin   als Juan
  David Polaina   als Raul
  Miguel Such   als Gerome
  Raquel Arigita   als Sofia
 
Regie:  Maggie Peren  
Drehbuch:  Maggie Peren  
Produzent:  Boris Jendreyko  
  Thomas Klimmer  
Koproduzent:  Dr. Rainer Kölmel  
  Wasiliki Bleser  
  Boris Michalski  
  Peter Welter  
  Gregorio Sacristan  
  Alfonso Garcia  
Ausf. Produzent:  Gregorio Sacristan  
Kamera:  Armin Franzen  
Schnitt:  Simon Blasi  
Musik:  Marc-Sidney Müller  
  Caro Heiss  
Produktionsdesign:  Julian Wagner  
Kostüme:  Manuel Bonillo  
  Ruth Sempere  
Maske:  Mike Reinecke  
Ton:  Eckhard Kuchenbecker  
Casting:  An Dorthe Braker  

Star

Friedrich Mücke

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