Sabine Timoteo
Friedrich Mücke
Hubert Koundé
Regie: Maggie Peren
Verleih: Movienet (24 Bilder)
Eine deutsche Touristin erlebt am Strand von Gran Canaria die Ankunft eines Bootes mit afrikanischen Flüchtlingen und versucht, den Verdurstenden mit Wasser zu helfen. Sie baut eine Art Freundschaft zu einem Vater und seinem kleinen Sohn auf, für deren Abschiebung ein zynischer spanischen Polizist sorgen will. Trotz ihrer Unterstützung kann sie den Mann nicht retten und muss mit ansehen, wie nicht nur die Rigorosität von Behörden Leben und Hoffnung mit Wucht zerstören.

Drama um eine deutsche Urlauberin, die auf den kanarischen Inseln versucht, afrikanischen Bootsflüchtlingen zu helfen.
"Flüchtlingsdrama vor kanarischer Küste", " 15 Bootsflüchtlinge auf dem Meer gestorben", lauteten Überschriften in den Zeitungen, inzwischen ist das Thema nur noch Stoff für Kurzmeldungen. Um Nachhaltigkeit bemüht sich Maggie Peren, die ohne zu moralisieren oder belehren zu wollen, ein brisantes, politisches und humanitäres Problem aufgreift. Erst mit der 18. Drehbuchfassung waren sie und ihre Produzenten Boris Jendreyko und Thomas Klimmer zufrieden, das Resultat ist ein bewegendes Drama ohne Sozialkitsch, das realitätsnah die Schicksale dreier Menschen geschickt verwebt - das der deutschen Urlauberin, die den Boatpeople helfen will und deren Beziehung zu ihrem pragmatischen Freund dadurch in eine Krise gerät, das eines Afrikaners, der seinem Sohn um jeden Preis ein menschenwürdiges Leben in Europa ermöglichen will, und das des spanischen Grenzpolizisten, der die Gesetze rigide anwendet und dabei vergisst, dass auch seine Drogen gefährdete Schwester Beistand braucht.
Der Film wertet nicht, sondern stellt Positionen nebeneinander, das bilderbuchgleiche Urlaubsparadies Gran Canarias und die harte Wirklichkeit der Flüchtlinge, die trotz Abschiebung und Verfolgung ihre Hoffnung nicht aufgeben wollen. Alle Beteiligten sind in eine Situation hineinkatapultiert, die ihnen viel abverlangt, dem Afrikaner sehr viel Mut und Selbstaufgabe, der Frau Zivilcourage und dem Beamten (zu späte) Einsicht. "Die Farbe des Ozeans" spiegelt hier nicht das beliebte Blau des Urlaubs und der Entspannung wider, sondern Angst, Gefahr und Tod. Der Ozean als Falle. Die Geschichte von überforderten Behörden, gejagten Flüchtlingen und ein bisschen Menschlichkeit ist eingängig erzählt. Die sensible Kameraführung von Armin Franzen, die sich auf Gesichter richtet und nicht voyeuristisch, aber ganz realistisch endloses Elend und Verzweiflung einfängt, emotionalisiert und konfrontiert den Zuschauer letztendlich mit der Frage, ob die Festung Europa ihren Reichtum wirklich auf Kosten der Ärmsten der Armen verteidigen muss. mk.
| Darsteller: | Sabine Timoteo | als Nathalie | |
|---|---|---|---|
| Friedrich Mücke | als Paul | ||
| Hubert Koundé | als Zola | ||
| Álex González | als José | ||
| Nathalie Poza | als Carla | ||
| Alba Alonso | als Marielle | ||
| Dami Adeeri | als Mamadou | ||
| Ansoumane Bangoura | als Said | ||
| Esosa Omo | als Monama | ||
| Ndeye Maguatte | als Vida | ||
| Primo Jose | als Manu | ||
| Manuel Maestro | als Fele | ||
| Mikel Martin | als Juan | ||
| David Polaina | als Raul | ||
| Miguel Such | als Gerome | ||
| Raquel Arigita | als Sofia | ||
| Regie: | Maggie Peren | ||
| Drehbuch: | Maggie Peren | ||
| Produzent: | Boris Jendreyko | ||
| Thomas Klimmer | |||
| Koproduzent: | Dr. Rainer Kölmel | ||
| Wasiliki Bleser | |||
| Boris Michalski | |||
| Peter Welter | |||
| Gregorio Sacristan | |||
| Alfonso Garcia | |||
| Ausf. Produzent: | Gregorio Sacristan | ||
| Kamera: | Armin Franzen | ||
| Schnitt: | Simon Blasi | ||
| Musik: | Marc-Sidney Müller | ||
| Caro Heiss | |||
| Produktionsdesign: | Julian Wagner | ||
| Kostüme: | Manuel Bonillo | ||
| Ruth Sempere | |||
| Maske: | Mike Reinecke | ||
| Ton: | Eckhard Kuchenbecker | ||
| Casting: | An Dorthe Braker | ||
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