Packendes, intensives Drama über den Untergang des Nazi-Regimes und die letzten Tage in Hitlers Führerbunker. http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz34/z0434532/b150x150.jpg Der Untergang

Filmdetails

Der Untergang

Packendes, intensives Drama über den Untergang des Nazi-Regimes und die letzten Tage in Hitlers Führerbunker.


Der Untergang
Start: 16.09.2004

Drama

Deutschland 2004
Laufzeit: 155 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Bruno Ganz
Alexandra Maria Lara
Corinna Harfouch

Regie: Oliver Hirschbiegel
Verleih: Constantin

Bogey - Box Office Germany Award

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

April 1945 im Führerbunker in Berlin: Während draußen die russischen Streitkräfte im mühsamen Straßenkampf die Reichshauptstadt von Ost nach West einnehmen, versuchen die einstigen Granden hinter meterdickem Beton die letzten Angelegenheiten zu ordnen. Hitler (Bruno Ganz) diktiert seiner Sekretärin den letzten Willen und heiratet seine Eva (Juliane Köhler). Das Ehepaar Goebbels vergiftet seine Kinder, bevor es Hitler in den Freitod folgt. Unterdessen sinnieren die Generäle vergeblich, wie man sich der russischen Gefangennahme entziehen könnte.

Oliver Hirschbiegel schildert unter der Produktionsägide von Bernd Eichinger die letzten Tage des Dritten Reiches. Als Vorlage dienten der gleichnamige Bestseller von Joachim C. Fest und die Aufzeichnungen der Hitlersekretärin Traudl Junge ("Bis zur letzten Stunde"), die von Alexandra Maria Lara dargestellt wird.


Kritik

Was geschah in den letzten Tagen des Dritten Reiches? Erfolgsproduzent Bernd Eichinger zeigt das wichtigste Kapitel deutscher Geschichte.

Großansicht Traumberuf? Sekretärin des Führers (Foto: Constantin)

Traumberuf? Sekretärin des Führers (Foto: Constantin)

Sie ist jung, sie ist bildhübsch, und sie wird Hitlers Privatsekretärin: Im November 1942 engagiert der Führer persönlich die 22-jährige Münchnerin Traudl Junge (Alexandra Maria Lara).

Nach ihren Erinnerungen "Bis zur letzten Stunde" und Joachim C. Fests Buch "Der Untergang" entstand unter der Regie von Oliver Hirschbiegel ("Das Experiment") ein atemberaubendes Filmevent aus der Endzeit des Dritten Reiches.

In seinem Drehbuch verknüpft Erfolgsproduzent und Regisseur Bernd Eichinger ("Der Name der Rose") Traudls persönliches Schicksal mit dem schrecklichsten und zugleich wichtigsten Kapitel deutscher Geschichte.

Großansicht Adolf Hitler mit Eva Braun und Architekt Albert Speer (Foto: Constantin)

Adolf Hitler mit Eva Braun und Architekt Albert Speer (Foto: Constantin)

Ende in Sicht

April '45, Berlin brennt. Adolf Hitler (erschütternd überzeugend: Bruno Ganz) und ein letztes Trüppchen seiner Getreuen haben sich im Bunker unter der Reichskanzlei häuslich eingerichtet.

Die Feierlichkeiten zum 56. Geburtstag des Führers werden getrübt von den Meldungen, die von außen eindringen: Hitlers Truppen sind zerschlagen, die Rote Armee ist bis auf wenige Kilometer herangerückt. Die Hauptstadt wird nicht mehr lange zu halten sein.

Doch obwohl ihn seine blind ergebenen Untertanen beschwören, sich in Sicherheit zu bringen, will Hitler Berlin nicht verlassen. Kampf bis zum Endsieg oder Untergang, ist seine Devise, eine Kapitulation lehnt er kategorisch ab.

Großansicht Verwundete überall: Ein Arzt versucht zu helfen (Foto: Constantin)

Verwundete überall: Ein Arzt versucht zu helfen (Foto: Constantin)

Treue bis in den Tod

Die Leiden der Zivilbevölkerung interessieren ihn nicht, im Gegenteil, er beauftragt seinen Rüstungsminister, den Architekten Speer (Heino Ferch), dem Feind nur "verbrannte Erde" zu hinterlassen.

Der widersetzt sich allerdings seinem Befehl, und auch Himmler und Göring gehen eigene Wege. Eine schreckliche Treue bis in den Tod halten ihm dagegen Propagandaminister Goebbels (Ulrich Matthes) und dessen Frau Magda (Corinna Harfouch). Und natürlich Eva Braun (Juliane Köhler), mit der er in den bis ins letzte Detail geplanten Selbstmord geht.

Großansicht Prof. Schenck weigert sich, dem Evakuierungsbefehl Folge zu leisten (Foto: Constantin)

Prof. Schenck weigert sich, dem Evakuierungsbefehl Folge zu leisten (Foto: Constantin)

Schutt und Asche

Die Außenaufnahmen entstanden in St. Petersburg, wo auch heute noch erschreckende Bilder von Trümmer-Stätten möglich sind.

Mit einer sensationellen Riege der besten deutschen Schauspieler ist Hirschbiegel und Eichinger ein zutiefst beeindruckender Film gelungen.

Mutig, dass sie die Protagonisten des Bösen, die einem noch heute Schauer über den Rücken jagen, im Film auferstehen lassen.

Großansicht Traudl gelingt die Flucht in letzter Sekunde (Foto: Constantin)

Traudl gelingt die Flucht in letzter Sekunde (Foto: Constantin)

Phänomen des Wahnsinns

Ihre Annäherung an das "Phänomen" Hitler entlarvt dessen zynische, menschenverachtende Haltung, zeigt den Massenwahn, dem weite Teile der Bevölkerung verfallen waren, den Zusammenbruch eines wahnhaften Systems.

Ohne den Versuch zu unternehmen, etwas erklären zu wollen, gelingt durch die Beschreibung der überlieferten Fakten ein Stück Aufarbeitung einer Vergangenheit, der man sich nicht entziehen kann.

So erhält auch Traudl Junge die Chance, ihr Leben im Nachhinein zu kommentieren. Sicher ein schwieriger Stoff, aber es ist großes Kino daraus geworden.

Der Untergang

Darsteller:  Bruno Ganz   als Adolf Hitler
  Alexandra Maria Lara   als Traudl Junge
  Corinna Harfouch   als Magda Goebbels
  Ulrich Matthes   als Joseph Goebbels
  Juliane Köhler   als Eva Braun
  Heino Ferch   als Albert Speer
  Christian Berkel   als Prof. Schenck
  Matthias Habich   als Prof. Dr. Werner Haase
  Thomas Kretschmann   als Hermann Fegelein
  Ulrich Noethen   als Heinrich Himmler
  Michael Mendl   als Helmuth Weidling
  André Hennicke   als Wilhelm Mohnke
  Birgit Minichmayr   als Gerda Christian
  Justus von Dohnanyi   als General Wilhelm Burgdorf
  Julia Jentsch   als Hanna Potrowski
  Alexander Held   als Walter Hewel
  Rolf Kanies   als General Hans Krebs
  Dieter Mann   als Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel
  Christian Redl   als Generaloberst Alfred Jodl
  Götz Otto   als Otto Günsche
  Thomas Limpinsel   als Heinz Linge
  Thomas Thieme   als Martin Bormann
  Bettina Redlich   als Constanze Manziarly
  Heinrich Schmieder   als Rochus Misch
  Anna Thalbach   als Hanna Reitsch
  Dietrich Hollinderbäumer   als Robert Ritter von Greim
  Ulrike Krumbiegel   als Dorothee Kranz
  Karl Kranzkowski   als Wilhelm Kranz
  Donevan Gunia   als Peter Kranz
  Thorsten Krohn   als Leibarzt Dr. Ludwig Stumpfegger
  Jürgen Tonkel   als Erich Kempka
  Devid Striesow   als Feldwebel Tornow
  Fabian Busch   als Obersturmbannführer Stehr
  Christian Hoening   als Dr. Ernst-Robert Grawitz
  Alina Sokar   als Helga Goebbels
  Amelie Menges   als Heide Goebbels
  Charlotte Stoiber   als Hilde Goebbels
  Gregory Borlein   als Helmut Goebbels
  Julia Bauer   als Hedda Goebbels
  Laura Borlein   als Holde Goebbels
  Dirk Borchardt   als Panzerkommandant
  Michael Brandner   als Hans Fritzsche
  Martin Butzke   als SS-Soldat
  Mathias Gnädinger   als Hermann Göring
  Bohdan Graczyk   als Oberst Clausen
  Norbert Heckner   als Standesbeamter Wagner
  Enno Hesse   als Oberleutnant
  Michael Kind   als SA-Mann
  Elisabeth von Koch   als Margarete Lorenz
  Michael Lippold   als junger Offizier
  Stefan Mehren   als verwundeter Soldat
  Tanja Schleiff   als russische Ärztin
  Christian Schmidt   als SS-Mann Greifkommando
  August Schmölzer   als Hans Baur
  Jurij Schrader   als Dolmetscher
  Oliver Stritzel   als Maschinist Hentschel
  Veit Stübner   als SS-Obergruppenführer Tellermann
  Klaus-Jürgen Steinmann   als Offizier
  Klaus B. Wolf   als junger Marinesoldat
 
Regie:  Oliver Hirschbiegel  
Drehbuch:  Bernd Eichinger  
Produzent:  Bernd Eichinger  
Buchvorlage:  Joachim C. Fest  
  Traudl Junge  
Kamera:  Rainer Klausmann  
Schnitt:  Hans Funck  
Musik:  Stefan Zacharias  
Produktionsdesign:  Bernd Lepel  
Kostüme:  Claudia Bobsin  
Casting:  An Dorthe Braker  

Oscar-Nominierung für "Das Leben der Anderen"?

"Die Blechtrommel" und "Nirgendwo in Afrika" haben es geschafft.

Großansicht Spioniert als Stasi-Offizier andere aus: Ulrich Mühe (Foto: Buena Vista)

Spioniert als Stasi-Offizier andere aus: Ulrich Mühe (Foto: Buena Vista)

An beide deutschen Filme ging der begehrte Academy Award. Auch die Macher von "Das Leben der Anderen" können jetzt bei der Oscar-Verleihung 2007 auf den Preis hoffen. Die Auslandsvertretung der deutschen Filmbranche hat das Drama als Beitrag in der Kategorie bester nicht englischer Film ausgewählt. "'Das Leben der Anderen' beschreibt nicht nur ein Kapitel des geteilten Deutschlands", begründet die Kommission ihre Wahl, "sondern auch die Geschichte eines Mannes, der sich selbst findet, indem er das Leben anderer beobachtet."

Bevor sich Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck einen Oscar für sein Erstlingswerk ins Regal stellen kann, muss erst noch eine weitere Hürde genommen werden. Denn erst am 23. Januar 2007 nominiert die Aacademy of Motion Picture Arts and Sciences fünf Filme aus allen internationalen Bewerbungen, die schließlich um den begehrten Award konkurrieren. Bereits in den letzten beiden Jahren wurden die deutschen Beiträge "Der Untergang" sowie "Sophie Scholl - Die letzten Tage" nominiert, aber die Regisseure Oliver Hirschbiegel und Marc Rothemund gingen leer aus.

Preisregen für Stasidrama

Das Team von "Das Leben der Anderen" wurde bereits mit Auszeichnungen überhäuft: Es hat bereits sieben Lolas beim deutschen Filmpreis gewonnen und auch den Bayerischen Filmpreis abgesahnt.

Bereits über 1,5 Millionen deutsche Besucher waren seit dem 23. März 2006 in den deutschen Kinos, um Ulrich Mühe, Sebastian Koch und Martina Gedeck in den Hauptrollen zu sehen. Im Frühjahr 2007 soll das Politdrama auch in den amerikanischen Kinos laufen.

Und am 25. Februar 2007 heißt es dann hoffentlich: And the Oscar goes to "The Lives of the Others".

Star

Bruno Ganz

Er ist einer der größten Schauspieler deutscher Sprache und seit 1996 Träger des Iffland-Ringes, der höchsten auf dem Theater vergebenen...

Star

Alexandra Maria Lara

Ihre wunderbaren leicht mandelförmigen Augen, Natürlichkeit, Frische, Spontaneität, Energie und ihr offener intensiver Blick,...

Top-Filme der Woche

 

kino.de kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Katherine Heigl im Trailer zur Actionkomödie "Einmal ist keinmal".

Zum Magazin

Das interaktive Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.