Originaltitel: Annie Hall
USA 1977
Woody Allen
Diane Keaton
Tony Roberts
Regie: Woody Allen
Verleih: United Artists
Die Abenteuer des scharfzüngigen Stand-Up-Comedian und überzeugten New Yorkers Alvy Singer mit der gutbürgerlichen Studentin Annie Hall. Annie kommt aus gänzlich anderen Verhältnissen als der schüchterne Intellektuelle und überfordert den vergeistigten Freund gerne mit ihrer furchteinflößenden WASP-Familie oder befreundeten Trendhedonisten, die Alvy mit Alpträumen wie Kokain und Konservengelächter konfrontieren. Die Leichtigkeit, die Annie in sein Leben trägt, ist jedoch durch nichts zu ersetzten. So entschließt sich Alvy zu allerlei Kompromissen, als Annie ihn zu verlassen droht.

Woody Allens kommerziell erfolgreichster Film adelte den neurotischen Nerd vom absurden Komödianten zum geachteten Gegenwartsdramatiker und internationalen Sexsymbol. Der aus den Vorgängern gewohnte Slapstick macht über weite Strecken Pause, schimmert aber dann und wann vor allem in den sehr gelungenen "Culture Clash"-Szenen durch. In den einzelnen Episoden spiegelt sich die wechselvolle Beziehung der Lebensgefährten Keaton/Allen, welche zwei Jahre später in "Manhattan" ihren Schwanengesang fand. Vier Oscars (Film, Regie, Hauptdarstellerin, Drehbuch).
| Darsteller: | Woody Allen | als Alvy Singer | |
|---|---|---|---|
| Diane Keaton | als Annie Hall | ||
| Tony Roberts | als Bob | ||
| Carol Kane | als Allison Portchnik | ||
| Colleen Dewhurst | als Mrs. Hall, Anies Mutter | ||
| Janet Margolin | als Robin | ||
| Paul Simon | als Toney Lacey | ||
| Shelley Duvall | als Pam | ||
| Christopher Walken | als Duane Hall | ||
| Donald Symington | als Mr. Hall, Annies Vater | ||
| Helen Ludlam | als Grammy Hall | ||
| Mordecai Lawner | als Mr. Singer, Alvys Dad | ||
| Joan Neuman | als Mrs. Singer, Alvys Mum | ||
| Regie: | Woody Allen | ||
| Drehbuch: | Woody Allen | ||
| Marshall Brickman | |||
| Produzent: | Charles H. Joffe | ||
| Jack Rollins | |||
| Kamera: | Gordon Willis | ||
| Schnitt: | Ralph Rosenblum | ||
| Wendy Greene Bricmont | |||
| Produktionsdesign: | Mel Bourne | ||
| Kostüme: | Ralph Lauren | ||
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"Der Stadtneurotiker" lautete der alles sagende Titel, den man auch über dreißig Jahre nach seinem Filmstart am 21. April 1977 noch mit Woody Allen verbindet. Dabei hieß er im Original "Annie Hall" und war eigentlich nach der weiblichen Hauptfigur benannt, die von Diane Keaton meisterlich gespielt wurde.
Annie Hall stand dem Stadtneurotiker Alvy Singer allerdings in nichts nach. Beide hatten genug Neurosen für eine ganze Kleinstadt und psychoanalysierten sich gegenseitig bis an den nicht weit entfernten Rand des Wahnsinns. Vergleiche zu Allens wahrem Leben sind dabei alles andere als zufällig.
Die gelungene Mischung aus episodischen Rückblicken, Gedankensprüngen und Erzählungen sollte Woody Allen seinen größten Oscar-Erfolg bescheren. In den Bereichen Bester Film, Bestes Drehbuch, Beste Regie und Beste Hauptdarstellerin sahnte er gemeinsam mit Diane Keaton alle Königskategorien ab. Lediglich in der Kategorie Bester Hauptdarsteller musste der Regisseur sich mit der Nominierung zufrieden geben.
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